Magdalena KoženáSängerin (Gast)

Magdalena Kožená wurde in Brünn geboren. Zunächst studierte sie am dortigen Konservatorium, darüber hinaus bei Eva Bláhová an der Hochschule für Darstellende Künste in Bratislava. Mehrfach errang sie Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben ...

Magdalena Kožená wurde in Brünn geboren. Zunächst studierte sie am dortigen Konservatorium, darüber hinaus bei Eva Bláhová an der Hochschule für Darstellende Künste in Bratislava. Mehrfach errang sie Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, so etwa 1995 beim 6. Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg.
Magdalena Kožená ist seit 1999 Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon, über deren Label »Archiv« sie ihr erstes Album mit Bach-Arien veröffentlichte. 2001 wurde ihre erste Solo-CD (Lieder von Dvořák, Janáček und Martinů mit dem Pianisten Graham Johnson) mit dem Gramophone’s Solo Vocal Award ausgezeichnet. Im Jahr 2004 wurde sie von Gramophone als Künstlerin des Jahres geehrt und gewann seitdem viele weitere Preise, darunter den ECHO, den Record Academy Prize (Tokio) und den Diapason d’or. Jüngste Veröffentlichungen für die Deutsche Grammophon beinhalten »Monteverdi« mit dem La Cetra Baroque Ensemble, »Prayer« für Stimme und Orgel mit Christian Schmidt und »Love and longing« mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle.
Magdalena Kožená arbeitete mit vielen weltweit bekannten Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Mariss Jansons, James Levine, Sir Charles Mackerras und Sir Roger Norrington zusammen. Zu ihren herausragenden Recital-Partnern zählen Daniel Barenboim, Yefim Bronfman, Malcolm Martineau, András Schiff und Mitsuko Uchida, mit denen sie in prestigeträchtigen Konzertsälen wie der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, der Alice Tully Hall und dem Concertgebouw in Amsterdam sowie auf Festivals in Aldeburgh, Edinburgh und den Salzburger Festspielen konzertierte. Wichtige Erfahrungen im Bereich der historischen Aufführungspraxis konnte sie in Zusammenarbeit mit hochkarätigen spezialisierten Ensembles sammeln, darunter die English Baroque Soloists, die Gabrieli Consort and Players, Il Giardino Armonico, Les Musiciens du Louvre, das Orchestra of the Age of Enlightenment, das Venice Baroque Orchestra und Le Concert d’Astrée.
Als gefragte Solistin trat sie u. a. mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern und der Tschechischen Philharmonie, dem Cleveland Orchestra, dem Philadelphia Orchestra und dem Concert­gebouworkest auf. Zu Beginn der Saison 2015/16 konzertierte sie mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen einer Tournee beim Lucerne Festival, in der Birmingham Symphony Hall und bei den BBC Proms mit Edward Elgars »The Dream of Gerontius«.
Magdalena Kožená gab 2002 ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen als Zerlina in »Don Giovanni«. Im Jahr 2013 kehrte sie als Idamante in »Idomeneo« zurück, eine Rolle, die sie außerdem beim Glyndebourne Festival sowie in Berlin und Luzern interpretierte. Als Cherubino in Mozarts »Le nozze di Figaro« feierte sie 2003 ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York und ist dort seitdem regelmäßig als Gast engagiert. Zum Beispiel sang sie Zerlina in »Don Giovanni« Bei der Japan-Tour des Ensembles 2006 und kehrte in der Spielzeit 2010/11 für die Titelrolle in Jonathan Millers Produktion von Debussys »Pelléas et Mélisande« nach New York zurück. Weitere Engagements umfassen die Partie der Angelina in Rossinis »La Cenerentola« am Royal Opera House Covent Garden 2007, Octavian in Richard Strauss’ »Der Rosenkavalier« an der Staatsoper Unter den Linden Berlin 2009 und im Rahmen der Osterfestspiele Baden-Baden 2015, Lazuli in Chabriers »L’étoile« an der Staatsoper Unter den Linden sowie die Titelrolle in Bizets »Carmen« bei den Salzburger Festspielen und Osterfestspielen 2012, in Charpentiers »Médée« an der Oper Basel 2015 und 2016 in Martinůs »Juliette« an der Staatsoper im Schiller Theater.
In der Spielzeit 2016/17 tritt Magdalena Kožená mit den New Yorker Philharmonikern unter Alan Gilbert, dem Symphonieorchester des Bayeri­schen Rundfunks unter Jiří Bělohlávek sowie den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle auf. Solokonzerte mit ihrem festen Recital-Partner Malcolm Martineau führen sie in die USA nach Philadelphia, Atlanta und Schenectady sowie durch Europa, wo sie etwa im Wiener Konzerthaus und der Schubertiade Schwarzenberg zu hören ist. Auf die Opernbühne kehrt sie unter anderem in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« am Théâtre des Champs-Élysées zurück.
Magdalena Kožená wurde 2003 von der französischen Regierung mit dem Titel »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« ausgezeichnet.

Foto: CEMA Oleg Rostovtsev