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29. Juni 2017

Die Gespenstersonate

Kammeroper in drei Akten von Aribert Reimann
Text von August Strindberg, aus dem Schwedischen übertragen und für Musik eingerichtet vom Komponisten und Uwe Schendel

In einem vornehmen Haus trifft sich seit vielen Jahren eine morbide Essensgesellschaft, deren einzige Verbindung in leer laufenden Ritualen ewiggleicher Tätigkeiten besteht. Man begegnet sich schweigend, denn es herrscht stille Übereinkunft über die ...

In einem vornehmen Haus trifft sich seit vielen Jahren eine morbide Essensgesellschaft, deren einzige Verbindung in leer laufenden Ritualen ewiggleicher Tätigkeiten besteht. Man begegnet sich schweigend, denn es herrscht stille Übereinkunft über die erfunden Geschichten und gesichtswahrenden Lügen eines jeden einzelnen. Doch wird diese spukhafte Situation bald von Direktor Hummel gestört, der sich vorgenommen hat, vor den Augen des ahnungslosen Studenten Arkenholz mit der Gesellschaft abzurechnen.
Sein 1984 uraufgeführtes Musiktheater formte Aribert Reimann nach dem gleichnamigen Kammerspiel des Autors August Strindberg, für das er eine eigene Übersetzung herstellte. Hierbei rückt er vor allem die absurd-grotesken Züge des Werks sowie die zwischen Wirklichkeit und Traum changierende Symbolik in den Vordergrund, die ihre Entsprechung in einer facettenreichen Klangfarblichkeit und wirkungsvollen musikalischen Atmosphären finden, und schafft ein Netz aus feingliedrigen psychologischen Linien.



    in deutscher Sprache ohne Übertitel
    VORWORT
    Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
    Referent: Roman Reeger