Timothy SharpSänger (Gast)

Timothy Sharp wurde in Augsburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, Berlin, in der Klasse von Prof. Norma Sharp und besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau. ...

Timothy Sharp wurde in Augsburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, Berlin, in der Klasse von Prof. Norma Sharp und besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau.

Der Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe hat sich als Liedsänger bereits einen Namen gemacht, ist aber auch ein gefragter Solist auf dem Konzertpodium, der unter anderem in Berlin (Konzerthaus, Philharmonie), München (Herkulessaal, Philharmonie am Gasteig), Stuttgart (Liederhalle), Frankfurt (Alte Oper), Essen (Philharmonie), im Wiener Musikverein, bei der Styriarte, den Schwetzinger Festspielen, den Ludwigsburger Festspielen, den Händel-Festspielen in Halle oder beim Leipziger Bachfest zu erleben war. Der Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit liegt auf Werken Bachs, Händels und Haydns. Hier verbindet ihn seit 2006 eine Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt.

Timothy Sharps sängerische Tätigkeit umfasst eine breite Skala von Stilistiken vom Barock in historischer Aufführungspraxis (z. B. die Titelpartie in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in Patria«), über klassische Opernpartien, wie den Grafen (»Le nozze di Figaro«), Papageno («Die Zauberflöte«), Marcello (»La Bohéme«), Eugen Onegin oder den Olivier in Richard Strauss’ »Cappriccio«, bis hin zur Musik der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts, wie Paul in Philip Glass’ «Les enfants terribles«, deren deutsche Erstaufführung er 2007 bestritt, oder Il Malaspina in Salvatore Sciarrinos »Luci mie traditrici«, eine Partie deren Einspielung 2003 mit dem Choc du Monde ausgezeichnet wurde und vom Londoner Guardian zur CD Of The Year 2004 gewählt wurde.

Auftritte führten ihn unter anderem an die Bayerische Staatsoper München – zuletzt als Donald in »Billy Budd« unter Kent Nagano, die Oper Köln (Dr. Falke in »Die Fledermaus« und »Il ritorno d’Ulisse in Patria«), das Staatstheater Nürnberg, die Bühnen Wuppertal, das Nationaltheater Mannheim, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Staatstheater Nürnberg, das Teatro San Carlo in Neapel, das Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Massimo Bellini in Catania, das Teatro Lirico in Cagliari und an das Chicago Opera Theatre.

Engagements der jüngeren Zeit führten ihn unter anderem zu den Europäischen Wochen in Passau und an die Münchner Philharmonie (unter Enoch zu Guttenberg), zu den Schwetzinger Festspielen (Uraufführung »Hybris« von Adriana Hölzky), in die Ukraine (Graf in »Le nozze di Figaro«), nach Wien (»Luci mie traditrici« mit dem Klangforum Wien), Warschau (Wiener Akademie unter Martin Haselböck), ans Teatro Comunale Bozen (italienische Erstaufführung »Julie« von Philippe Boesmans), an das Badische Staatstheater Karlsruhe, an die Staatsoper Unter den Linden, Berlin, die Wuppertaler Bühnen und Köln (jeweils Titelpartie in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in Patria«) und zu verschiedenen Projekten unter Nikolaus Harnoncourt nach Wien (Musikverein), Salzburg (Bachfest), Paris (Salle Pleyel), Metz und zur Styriarte. Einige dieser Konzerte wurden vom Rundfunk aufgezeichnet und im ORF und auf Deutschlandradio Kultur gesendet. Sein Einspringen für den erkrankten Olaf Bär bei den Händel-Festspielen in Halle wurde vom Fernsehen ausgestrahlt.

Nach erfolgreichen Gastspielen am TfN in Hildesheim als Figaro-Graf, in Schumanns Faust-Szenen sowie als Zar in Lortzings »Zar und Zimmermann« war er dort auch als Marcello in »La Bohéme« zu erleben. Ein weiteres wichtiges Rollendebüt stand im Sommer 2012 mit dem Danilo in »Die lustige Witwe« bei der Zomeropera in Alden Biesen (Belgien) an. Er trat zuletzt sehr erfolgreich mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Staatsorchester Braunschweig auf (u. a. mit Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen«) und war auch mit dem Bruckner-Orchester, Linz und I Pommerigi Musicali in Mailand als Solist mit Orchesterliedern zu hören. Weitere Engagements umfassen die Titelpartie in Tschaikowskys »Eugen Onegin« sowie die Rolle des Ping in Puccinis »Turandot« bei den Schlossfestspielen Heidenheim. Zahlreiche Konzerte und Liederabende im deutschsprachigen Raum ergänzen die Auftritte im Opernbereich. Rundfunkmitschnitte von Konzerten und Liederabenden wurden vom NDR, SWR, ORF, RAI und dem Polnischen Rundfunk, vorgenommen. Eine erste vielbeachtete Solo-CD mit Liedern von Schubert erschien 2006 bei Roner Records. Nach der erfolgreichen Uraufführung des Liederzyklus »Max und Moritz« nach Wilhelm Busch von Guido Rennert mit dem Deutschen Saxophonquartett erschien vor kurzem die Ersteinspielung dieses Werkes bei TYXArt. Timothy Sharp hat mit dem Deutschen Saxophon Ensemble im Sommer 2013 dieses Werk beim Schleswig Holstein Festival präsentiert.