Thomas HampsonSänger

Der hervorragende amerikanische Bariton Thomas Hampson ist ein international anerkannter Opern-, Konzert- und Liedsänger, der regelmäßig an den führenden Konzert- und Opernhäusern zu Gast ist, wo er mit international angesehenen Sängern, Pianisten, Dirigenten ...

Der hervorragende amerikanische Bariton Thomas Hampson ist ein international anerkannter Opern-, Konzert- und Liedsänger, der regelmäßig an den führenden Konzert- und Opernhäusern zu Gast ist, wo er mit international angesehenen Sängern, Pianisten, Dirigenten und Orchestern zusammenarbeitet. Außerdem engagiert er sich in den Bereichen Forschung, Ausbildung, Musikvermittlung und Musiktechnologie.

Er erhielt eine Ehrung als Metropolitan Opera Guild »Met Mastersinger« und ist Mitglied sowohl in der American Academy of Arts and Sciences als auch in Gramophones 2013 »Hall of Fame«. Hampson gehört zu den anerkanntesten und innovativsten Musikern unserer Zeit. Er fügte erst kürzlich ein neues Album seiner Deutsche Grammophon Diskographie hinzu, welches den Titel »Notturno« trägt und ausgewählte Lieder von Richard Strauss enthält. Diese CD hebt zudem auch besonders die Talente von Hampsons langjährigen Pianisten und Mitarbeiter Wolfram Rieger hervor.

In der Opernsaison 2014-15 erwarten ihn einige Debüts, aber auch Reprisen seiner meistbekannten Rollen. Hampson wird in zwei Rollen debütieren: als die Vier Widersacher in Hoffmanns Erzählungen an der Metropolitan Opera und als King Arthus in einer Neuproduktion von Chausson’s »Le Roi Arthus« an der Opéra National de Paris. Außerdem spielt er einige seiner Leibrollen, darunter Scarpia in Puccinis »Tosca« an der Wiener Staatsoper und an der Münchner Staatsoper, Renato in Verdis »Un ballo in Maschera« an der San Francisco Opera. Für sein Debüt an der Sächsichen Staatsoper Dresden kehrt er in der Rolle des Mandryka in Richard Strauss’ Oper »Arabella« zurück, unter Leitung von Christian Thielemann und mit Anja Harteros in der Titelrolle.

Die Höhepunkte von Hampsons Konzertengagements in 2014-15 umfassen Auftritte mit dem Concertgebouw unter Mariss Jansons, der Filarmonica della Scala unter Christoph von Dohnanyi, den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan und des Israel Philharmonic Orchestra unter Gianandrea Noseda. Weitere nennenswerte Kollaborationen führen ihn zum Nationaltheater-Orchester Mannheim unter der Leitung von Dan Ettinger und dem Budapest Symphony Orchestra unter Andras Keller. Eine weitere besondere Zusammenarbeit stellt das Programm mit dem Percussionisten Martin Grubinger und den Münchner Philharmonikern auf dem Schleswig-Holstein-Musikfestival dar, welches Werke von Gershwin bis Sting umschließt. Der Bariton führt seine gefeierten Lieder bei Rezitativabenden an der Carnegie Hall in New York auf, die auch eine Auftragskomposition von Jennifer Higdon enthalten werden. Außerdem wird er Lieder von Richard Strauss im Herkulessaal in München, an der Semperoper Dresden und am Landestheater Linz singen. Zudem kehrt er nach Wien zurück für einen Liederabend im Musikverein.

In der Saison 2013-14 gab Hampson sein Rollendebüt als Antagonist in Alban Bergs »Wozzeck« an der Metropolitan Opera - eine von der Kritik gefeierte Produktion mit Deborah Voigt als Marie und unter Leitung des Dirigenten James Levine. Außerdem sang er die Titelrolle in Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra« an der Wiener Staatsoper, den Amfortas in Richard Wagners »Parsifal« and der Lyric Opera of Chicago, die Rolle des Giorgio Germont in Verdis »La traviata«an der Bayerischen Staatsoper München und schließlich Mandryka in der Oper »Arabella« bei den Osterfestspielen Salzburg. In Konzerten führte er u.a. Eislers »Ernste Gesänge« unter Leitung von Christian Thielemann und der Staatskapelle Dresden auf. Darüber hinaus sang er bei einer Europa Tournee mit der Amsterdam Sinfonietta Werke von Johannes Brahms, Franz Schubert und Hugo Wolf. Im Sommer 2014 führte er Coplands »Old American Songs« zusammen mit sowohl dem Boston Symphony Orchestra auf dem Tanglewood Festival auf, aber auch bei einem Galakonzert auf dem Gstaad Festival in der Schweiz, mit Diana Damrau, Joseph Calleja und dem London Symphony Orchestra unter Leitung von Antonio Pappano. Er trat außerdem in Konzerten mit dem Bassbariton Luca Pisaroni sowohl im Théâtre du Châtelet in Paris, als auch in Baden-Baden und Essen, auf. Desweiteren gab er Konzerte in Tanglewood, auf dem Beethoven Festival in Minnesota, an der Bayerischen Staatsoper München, auf den Salzburger Festpielen und an vielen weiteren Orten. Ein weiteres Konzert fand in Washington D.C. an der Library of Congress statt zu Ehren des 200. Geburtstags des »The Star-Spangled Banner«.

International schätzt man seine Mannigfaltigkeit, was sowohl das klassische, aber auch zeitgenössische Opernrepertoire, betrifft. Thomas Hampson sang die Rolle des Rick Rescorla in der Weltpremiere von Christopher Theofanidis »Heart of a Soldier« an der San Francisco Opera. Das Werk sollte 2011 den zehnten Jahrestag der Terroranschläge von 9/11 markieren.

Die »Fusion Journeys« Serie des CNN zeigte Hampsons Engagement für einen interkulturellen Dialog durch Musik und Text. Gefilmt wurde Hampson während eines musikalischen Austauschs vor Ort in Durban mit der Südafrikanischen Gesangsgruppe Ladysmith Black Mambazo.

Thomas Hampson verleiht seiner Begeisterung für Lieder besonderen Ausdruck als Gründer und Künstlerischer Leiter der »Hampsong Foundation«. Die Stiftung bietet diverse Plattformen für das Studium und die Verbreitung der Kunst von klassischen Liedern weltweit, die zum Verständnis zwischen den Kulturen beitragen sollen aufgrund ihrer Poesie und Musik. Hampson wurde bekannt als Botschafter des Amerikanischen Lieds durch sein Projekt „Song of America“ - eine Zusammenarbeit mit der Library of Congress. Eine neue Radiosendung »Song: Mirror of the World«, soll diese Spielzeit Premiere haben. Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Hampsong Foundation und einer Koproduktion mit dem WFMT Radio Network. »Song: Mirror of the World« erforscht und präsentiert das klassische Lied als ein Wiedererkennungsmerkmal für die Kultur aus der es stammt. Die Serie bietet einen humanistischen Zugang zur Rolle des Lieds in der Gesellschaft. Dabei legt sie besonderen Fokus auf den interkulturellen Dialog innerhalb Europas und zwischen Europa und den USA.

Hampson wurde in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen und erhielt weltweite Anerkennung für seine sorgfältig recherchierten und abwechslungsreich gestalteten Programme, die das weitreichende Programm des klassischen Lieds erforschen, in Hinsicht auf Stil, Sprache und Epoche.

Als leidenschaftlicher Lehrer wird Thomas Hampson für Meisterkurse an die Manhattan School of Music’s Distance Learning Program und die Heidelberger Lied Akademie häufig eingeladen, von der er Mitbegründer und Künstlerischer Leiter ist.

Der in Spokane, Washington, aufgewachsene Hamspon wurde mit vielen Ehrungen und Preisen für seine künstlerische Arbeit und kulturelle Vorbildfunktion ausgezeichnet. Von seiner 150 Alben umfassende Diskografie erhielten viele Einspielungen einen Grammy Award, fünf einen Edison Award und eine einen Grand Prix du Disque. 2009 bekam er den Distinguished Artistic Leadership Award des Atlantic Council in Washington, D.C., überreicht und wurde von den New York Philharmonic als erster Artist-in-Residence ausgewählt. 2010 wurde Hampson mit dem Living Legend Award der Library of Congress geehrt, wo er als Sonderberater tätig ist für »Study and Performance of Music in America«.
Hampson wurde 2013 zum Ehrenprofessor an der Fakultät für Philosophie an der Universität Heidelberg ernannt und hält die Ehrendoktorwürde inne an der Manhattan School of Music, dem Whitworth College, und dem San Francisco Conservatory. Außerdem ist er Ehrenmitglied der London Royal Academy of Music. Er trägt den Titel Kammersänger an der Wiener Staatsoper und »Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres« der Französischen Republik und ihm wurde das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. 2011 wurde er zum vierten Mal innerhalb von 20 Jahren mit dem ECHO Klassik-Preis als »Sänger des Jahres« ausgezeichnet.