Stephan RügamerSänger Ensemble

Stephan Rügamer stammt aus Kempten/Allgäu und studierte zunächst Schulmusik, bevor er sich dem Gesangsstudium bei Prof. James Wagner und Prof. Günter Binge an der Hochschule für Musik in Lübeck zuwandte.

Von 1996 bis 1998 war er am Theater Lübeck ...

Stephan Rügamer stammt aus Kempten/Allgäu und studierte zunächst Schulmusik, bevor er sich dem Gesangsstudium bei Prof. James Wagner und Prof. Günter Binge an der Hochschule für Musik in Lübeck zuwandte.

Von 1996 bis 1998 war er am Theater Lübeck als lyrischer Tenor engagiert. Daniel Barenboim verpflichtete den jungen Tenor 1999 an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, zu deren Ensemble er seitdem gehört. Hier interpretiert er Partien wie zum Beispiel David
(»Die Meistersinger von Nürnberg«) in der Neuinszenierung von Harry Kupfer und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim, Andres (»Wozzeck«), Chateauneuf (»Zar und Zimmermann«), Cassio (»Otello«), Loge (»Das Rheingold«), Erik (»Der fliegende Holländer«), Walther von der Vogelweide (»Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg«) ebenfalls in der Neuinszenierung unter der Leitung von Harry Kupfer und Daniel Barenboim, Chevalier (»Der ferne Klang«), Narraboth (»Salome«), Raimbaut (»Robert le diable«) Tamino (»Die Zauberflöte«), Der Maler/ ein Neger (»Lulu«), Boris, unter der Leitung von Michael Gielen in Michael Thalheimers Neuinszenierung von »Katja Kabanowa«, Schuiskij in der Neuinszenierung von »Boris Godunow« und Mime (»Siegfried«) unter der Leitung von Daniel Barenboim.

Gastverpflichtungen führten Stephan Rügamer unter anderem an die Bayerische Staatsoper München, das Staatstheater Stuttgart (Der Maler/Ein Neger in »Lulu«), die Staatsoper Hamburg (»Arabella« /Matteo), an die Semperoper Dresden, an das Aalto-Musiktheater Essen und an die Oper Frankfurt. Weitere Gastauftritte am Teatro Real in Madrid (»Katja Kabanowa«/Boris), in Paris am Théâtre du Châtelet (»Arabella« /Matteo), am Teatro alla Scala di Milano (»Die Zarenbraut« /Jelissej Bomeli, »Das Rheingold« /Loge, »Der Spieler« /Marquis), an der Opéra national de Paris (»Wozzeck« /Hauptmann). Er singt 2017 am Grand Théâtre de Genève den Hauptmann in »Wozzeck«.

Stephan Rügamer ist Gast zahlreicher internationaler Festspiele, so unter anderem in Bregenz, Luzern und Salzburg. Bei dem White Nights Festival in St. Petersburg übernahm er die Partie des Loge in »Das Rheingold« unter der Leitung von Valery Gergiev.

Neben Liederabenden hat sich der Künstler ein breites Konzertrepertoire erarbeitet. Zahlreiche Konzertauftritte führten ihn zum Beispiel nach Genf, München, Wien, Tel Aviv, Amsterdam, Paris, Chicago und Los Angeles, unter anderem mit dem Ensemble Modern, dem Concerto Köln, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chicago Symphony Orchestra (Ravinia Festival), dem Orchestre Symphonique de Montréal unter
Kent Nagano und der Tschechischen Philharmonie Prag. Beethovens 9. Sinfonie mit dem New Japan Philharmonic Orchestra in Tokio, eine konzertante Aufführung von Humperdincks Oper »Königskinder« mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Ingo Metzmacher, als Gabriel von Eisenstein in »Die Fledermaus« (konzertant) mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta sowie Luigi Dallapiccolas »Il prigioniero« mit dem NDR Sinfonieorchester im April 2016 unter der Leitung von Thomas Hengelbrock.

Es existieren zahlreiche Rundfunk-, CD- und DVD-Aufnahmen unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Martin Haselböck, Philippe Jordan, Hellmuth Rilling, Hugh Wolff, Kent Nagano, Ingo Metzmacher, Peter Ruzicka, Sebastian Weigle.

Stephan Rügamer ist Echo-Klassik-Preisträger (2015) mit Mahlers »Das Lied von der Erde« in der Schönberg-Fassung.

Foto: Simon Pauly