Sebastian VogelMusiker (Gast)

Sebastian Vogel wurde 1971 in Magdeburg geboren. Er studierte Musikwissenschaft, Komposition und Germanistik und arbeitet seitdem als Musiker und Komponist an deutschsprachigen Bühnen, u. a. in Frankfurt am Main, Berlin, Hannover, Hamburg, Zürich, München ...

Sebastian Vogel wurde 1971 in Magdeburg geboren. Er studierte Musikwissenschaft, Komposition und Germanistik und arbeitet seitdem als Musiker und Komponist an deutschsprachigen Bühnen, u. a. in Frankfurt am Main, Berlin, Hannover, Hamburg, Zürich, München und Wien, meist zusammen mit seinem Musikerkollegen Thomas Kürstner. Sebastian Vogel und Thomas Kürstner lernten sich Anfang der 1990er Jahre während ihres Studiums der Musikwissenschaft und der Germanistik in Halle (Saale) kennen. Ihr Spektrum umfasst neben Theater- auch Film- und Tanzmusiken sowie Lesungen, Hörbücher, Romanvertonungen, Kammermusiken und Vokalmusiken. Von 2001 bis 2003 waren beide musikalische Leiter am Frankfurter Theater am Turm. 2003 wechselten sie als Komponisten und Hausmusiker an das Burgtheater in Wien. Hier entstanden u. a. die Bühnenmusiken zu den Uraufführungen von Elfriede Jelineks »Das Werk« und »Babel« sowie von Gert Jonkes »Die versunkene Kathedrale«. Gemeinsam mit dem Regisseur Nicolas Stemann entwickelten sie das improvisatorisch-performative Kunstformat »Gefahr-Bar«. Für das Thalia Theater in Hamburg, die Salzburger Festspiele und das Schauspiel Köln komponierte Sebastian Vogel gemeinsam mit Thomas Kürstner u. a. die Bühnenmusiken zu Elfriede Jelineks »Die Kontrakte des Kaufmanns« (UA 2009) und zu Goethes »Faust 1 & 2« (2012). In der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Armin Petras entstanden für das Maxim Gorki Theater in Berlin u. a. die Musiken zu Werner Bräunigs Romanadaption »Rummelplatz« (UA 2009) und Jonathan Littells Roman »Die Wohlgesinnten« (UA 2011), zu gleicher Zeit auch die Musik für die Verfilmung von Juli Zehs Roman »Schilf« (Regie: Claudia Lehmann). Für das Literatur- und Musikfest »Wege durch das Land« (Nordrhein-Westfalen) wurde im Sommer 2013 der Liederzyklus »Auf steigt der Mond« nach Gedichten von Alexander Blok für Mezzosopran, Streichquartett, Piano und modularen Synthesizer uraufgeführt. Sebastian Vogel lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof bei Berlin.