Regula MühlemannSängerin (Gast)

Regula Mühlemann wurde in Adligenswil bei Luzern geboren und studierte an der Hochschule Luzern bei Prof. Barbara Locher, außerdem war die junge Künstlerin während ihres Studiums Mitglied im Schweizer Opernstudio in Bern. Ihr Diplom zum »Master of Arts ...

Regula Mühlemann wurde in Adligenswil bei Luzern geboren und studierte an der Hochschule Luzern bei Prof. Barbara Locher, außerdem war die junge Künstlerin während ihres Studiums Mitglied im Schweizer Opernstudio in Bern. Ihr Diplom zum »Master of Arts in Music Performance« durfte sie 2010 mit Bestnote entgegennehmen. Im Juni 2012 schloss sie auch ihren Master »Solo Performance« ab – ebenfalls mit Auszeichnung und Bestnote. Meisterkurse bei Margreet Honig, Klaus Mertens, Rudolf Piernay, Juliane Banse und Marieke Spaans vervollständigten ihre Ausbildung.

2013 hat sich als entscheidendes Jahr ihrer Karriere erwiesen. Regula Mühlemann wurde schnell zu einer der führenden Sopranistinnen ihrer Generation. Sie begann das Jahr mit ihrem Debüt in der Partie der Isolier in einer Neuproduktion des Theaters an der Wien von Rossinis »Le Comte Ory« an der Seite von Cecilia Bartoli. Danach kehrte sie nach Baden-Baden zurück, wo sie als Papagena in den ersten Osterfestspielen des Festspielhauses unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle zu hören war. Die Spielzeit 2012/2013 begann mit ihrem Debüt als Serpetta in einer Neuproduktion von Mozarts »La finta giardiniera« in der Regie von Hans Neuenfels an der Berliner Staatsoper. Weitere Highlights der Spielzeit 2013/2014 bilden ihre Hausdebüts als Waldvogel in Wagners »Siegfried« unter der Leitung von Ingo Metzmacher am Grand Théâtre de Genève, an der Opéra de Paris als Papagena, als Alisa in Mozarts »Il re pastore« beim Verbier Festival sowie ihr Debüt beim Festival Aix-en-Provence als Papagena. Außerdem sang sie in Rossinis »Petite Messe solennelle« beim Lucerne Festival unter der Leitung von Howard Arman mit dem Bayerischen Rundfunkorchester.

Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte die junge Sopranistin am Luzerner Theater. Danach führten sie Engagements in Opernproduktionen ans Zürcher Opernhaus, wo sie Giannetta in Donizettis »L‘elisir d’amore« an der Seite von Rolando Villazón sang, ans Teatro la Fenice in Venedig als Despina in Mozarts »Così fan tutte« und zuletzt ans Festspielhaus in Baden-Baden. Hier war sie in der Inszenierung von »L‘elisir d’amore« von Rolando Villazón, der auch die Hauptrolle sang, zu hören. Die Produktion wurde aufgezeichnet und im Dezember 2012 im Fernsehen ausgestrahlt. Im Sommer 2012 gab sie außerdem ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper »Das Labyrinth« von P. v. Winter bei den Salzburger Festspielen.

Regula Mühlemann ist außerdem eine gefragte Konzertsängerin. So war sie bereits in der Schweiz, Deutschland und Italien zu hören, ging mit den Festival Strings Lucerne auf Tournee in Chile und Peru und gab ihr Berliner Konzertdebüt mit Mahlers 4. Sinfonie und dem »Ensemble mini« – einem Kammermusikensemble, das von jungen Musikern der Berliner Philharmoniker gegründet wurde. Beim Lucerne Festival gab sie im Rahmen der Serie »Debüt« einen Liederabend, der vom Schweizer Rundfunk aufgenommen und ausgestrahlt wurde, ebenfalls in Luzern sang sie Mozarts Requiem. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Nello Santi, Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Enoch zu Guttenberg, Pablo Heras-Casado, Ivor Bolton, Howard Arman, Robert King u.a.

Im Kinofilm »Der Freischütz« (nach der Oper von C. M. von Weber) war Regula Mühlemann Anfang 2011 auf der großen Leinwand zu sehen. Sie spielte und sang in einem erstklassigen Sängerensemble die Rolle des Ännchens. Regie führte Jens Neubert; am Pult des London Symphony Orchestra stand Daniel Harding. Von der internationalen Presse wurde sie gelobt. Regula Mühlemann war außerdem eines der jungen Talente, die im Rahmen der ZDF/arte Sendung »Stars von morgen« im Dezember 2012 präsentiert wurden. Außerdem ist sie an der Seite von Bejun Mehta in einer Verfilmung von Glucks »Orfeo ed Euridice«, gedreht in Prag, zu sehen.

Regula Mühlemann erhielt diverse Preise. Sie war unter den Finalisten des »Prix Credit Suisse Jeunes Solistes« in Genf, erhielt Stipendien u.a. von der Friedl-Wald-Stiftung, des Migros Kulturprozent, der Elvira-Lüthi-Wegmann-Stiftung, der Armin Weltner und der Jmanuel und Evamaria Schenk Stiftung.

Foto: (c) Michael Kritzinger