Rafal SiwekSänger (Gast)

Der polnische Bass Rafal Siwek begann seine Karriere mit dem Debüt als Sarastro in der »Zauberflöte« an der Warschauer Kammeroper. Im Jahr darauf sang er an der Nationaloper Warschau die Rolle des Gremin in »Eugen Onegin«.
Rafal Siwek ist häufig an ...

Der polnische Bass Rafal Siwek begann seine Karriere mit dem Debüt als Sarastro in der »Zauberflöte« an der Warschauer Kammeroper. Im Jahr darauf sang er an der Nationaloper Warschau die Rolle des Gremin in »Eugen Onegin«.
Rafal Siwek ist häufig an italienischen Opernhäusern zu Gast, wo er in den vergangenen Spielzeiten Colline in »La bohème« an der Arena di Verona gesungen hat, Graf Rodolfo in »La Sonnambula« am Teatro Verdi in Trieste, Marke in einer Neuproduktion von »Tristan und Isolde« am Teatro dell’Opera in Rom, Oroveso in »Norma« am Teatro Comunale Bologna, Colline in »La bohème« und Ferrando in »Il Trovatore« am Teatro Maggio Musicale Fiorentino, Wurm in »Luisa Miller« am Teatro Regio in Parma and am Teatro Comunale in Modena, Don Basilio in »Il barbiere di Siviglia« an den Theatern Bari, Palermo und Piacenza, Timur in »Turandot« beim Puccini Festival in Torre del Lago.

Rafal Siwek hat sich als Interpret von Verdirollen ausgezeichnet: Philipp II. in »Don Carlo« mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta und am Teatro Regio in Turin unter Semyon Bychkov, Zaccaria in »Nabucco« am Teatro Carlo Felice in Genua unter dem Dirigat von Daniel Oren und an der Oper Warschau, Wurm in »Luisa Miller« in Valencia unter Lorin Maazel, Padre Guardiano in »La forza del destino« an der Oper Lodz, Ramfis in »Aida« unter der Leitung von Lorin Maazel in Sao Paulo und Rio de Janeiro, Silva in »Ernani« am Teatro Massimo Bellini in Catania. Als Fiesco (»Simon Boccanegra«) debütierte er am Teatro Regio in Parma.
Rafal Siweks Karriere umfasst die Interpretation des Thibaut d’Arc in Tschaikowskis »The Maid of Orleans« (Debüt am Amsterdam Concertgebouw), des Erzbischofs in Szymanowskis »Król Roger« am Théâtre du Châtelet in Paris, des Commendatore in »Don Giovanni« am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, Glasgow und Edinburgh, Sparafucile in »Rigoletto« beim Savonlinna Festival, Timur (»Turandot«) in Sofia. Er debütierte außerdem als Gremin in »Eugen Onegin« an der Bolshoi Opera Moskau.
Auch im Konzertbereich ist Rafal Siwek sehr aktiv. Unter dem Dirigat von Lorin Maazel hat er das Verdi-Requiem in Mailand, Venedig, Casablanca, Busseto, Assisi und Jerusalem gesungen und Beethovens 9. Sinfonie in Rom, im Vatikan, in Mailand, Brüssel and Taormina. Unter der Leitung von Zubin Mehta hat er sowohl an der Accademia di Santa Cecilia in Rom beim Verdi-Requiem als auch am Teatro Maggio Musicale Fiorentino in Beethovens 9. Sinfonie mitgewirkt. In Verona war Rafal Siwek in Rossinis »Stabat Mater« unter der Leitung von Alberto Zedda zu hören, in Mozarts »Krönugsmesse« und dem Requiem unter der Leitung von Frans Brüggen und in Bachs Messe in h-Moll unter dem Dirigat von Helmuth Rilling. In Riga sang er bei Pendereckis »Credo« unter der Leitung des Komponisten.
In der Saison 2010/11 war er an der Staatsoper Berlin als Inquisitore (»Don Carlo«), als Timur (»Turandot«) an der Warschauer Oper und als Ramfis (»Aida«) an der Oper Rom zu hören. Einen großen persönlichen Erfolg erzielte er als Sarastro (»Die Zauberflöte«) am Teatro alla Scala in Mailand. Im Konzert sang er die 9. Sinfonie von Beethoven in Bari, das Verdi-Requiem in Warschau und »Missa Solemnis« in Palermo.
Zu seinen Engagements in der Spielzeit 2012/13 gehören eine Neuproduktion »Fürst Igor« an der Staatsoper Hamburg, eine Neuproduktion des »Don Giovanni« am Opernhaus Zürich, an der Staatsoper München »Der fliegende Holländer«, »Eugen Onegin« und »Rigoletto« sowie Wiederaufnahmen von »Don Giovanni« und »Don Carlo« am Opernhaus Zürich und »Don Carlo« und »Aida« an der Staatsoper Berlin.
Für die kommende Spielzeit 2013/14 stehen Wiederaufnahmen von »Don Giovanni«, »Der Fliegender Holländer« und »Don Carlo« am Opernhaus Zürich, »Don Carlo« (Inquisitore) an der Mailander Scala, an der Staatsoper München »Der fliegende Holländer«, »Eugen Onegin« und »Rigoletto« an.
Rafal Siweks Diskographie umfasst das Verdi-Requiem unter Zubin Mehta für TDK, »Edgar« von Puccini für Deutsche Grammophon mit Plácido Domingo, »Luisa Miller« für Decca, nochmals das Verdi-Requiem unter Lorin Maazel für Medici Arts, »Norma« für Hardy Classic, Beethovens 9. Sinfonie unter Lorin Maazel für Kultur sowie »Il Trovatore« für DUX und »Ubu Rex« von Penderecki für CD Accord.

Foto: Wojtek Wieteska