Okka von der DamerauSängerin (Gast)

Die von der Kritik gefeierte Mezzosopranistin Okka von der Damerau ist eine der am meisten fesselnden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Spielzeit 2014/15 kehrte sie als Erda in Wagners Das Rheingold, als Grimgerde in Die Walküre und Waltraute/Erste ...

Die von der Kritik gefeierte Mezzosopranistin Okka von der Damerau ist eine der am meisten fesselnden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Spielzeit 2014/15 kehrte sie als Erda in Wagners Das Rheingold, als Grimgerde in Die Walküre und Waltraute/Erste Norn in der Götterdämmerung, sowie als Geneviève in Claude Debussys Pelléas et Mélisande an die Bayerische Staatsoper München zurück. Man erlebte sie in Mozarts Requiem unter der musikalischen Leitung von Enoch zu Guttenberg in München und Frankfurt sowie in der Messa da Requiem von Giuseppe Verdi zusammen mit dem Rundfunkchor und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Simon Halsey. Okka von der Damerau feierte kürzlich ihr Hausdebüt am Teatro alla Scala di Milano als Charlotte in Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten in einer Neuproduktion von Alvis Hermanis unter der Leitung von Ingo Metzmacher. An der Oper Frankfurt wird sie in Strauss’ Die ägyptische Helena als Allwissende Muschel zu sehen sein. Zusammen mit dem Maggio Musicale Fiorentino war Okka von der Damerau als Solistin in Mahlers 3. Sinfonie in Florenz unter der Leitung von Zubin Mehta zu hören. Ebenfalls mit Zubin Mehta tritt sie in Mahlers 2. Sinfonie beim Verbier Festival auf. Zukünftige Engagements führen sie in der kommenden Spielzeit zurück an die Bayerische Staatsoper München, wo sie Partien wie Ulrica in einer Neuinszenierung von Verdis Un ballo in maschera (Musikalische Leitung: Zubin Mehta) und Magdalena in der Neuproduktion von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter der Leitung von Kirill Petrenko übernimmt. Darüber hinaus folgen Hausdebüts an der Lyric Opera of Chicago, der Wiener Staatsoper und mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Riccardo Muti.

In der Spielzeit 2013/14 trat Okka von der Damerau in verschiedenen Rollen an der Bayerischen Staatsoper München auf, so als Charlotte in Zimmermanns Die Soldaten, als Mary in Der fliegende Holländer, als Suzuki in Puccinis Madama Butterfly und als Solistin in Mahlers 3. Sinfonie mit dem Bayerischen Staatsorchester unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko im Münchner Nationaltheater und im Konzerthaus Berlin. Bei gleich zwei Hausdebüts konnte das Berliner Publikum sie als Flosshilde (Das Rheingold) an der Deutschen Oper Berlin unter Sir Simon Rattle und Donald Runnicles sowie als Page des Herodias (Salome) an der Staatsoper im Schiller Theater unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta erleben. Im Konzert war Okka von der Damerau als Solistin in Beethovens 9. Sinfonie in der Philharmonie im Gasteig mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung unter Enoch zu Guttenberg zu hören. 2013 und 2014 sang sie in gefeierten Auftritten die Flosshilde in Das Rheingold, die Erste Norn sowie Flosshilde in Götterdämmerung und die Grimgerde in Die Walküre in Frank Castorfs Inszenierung des Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko.

Okka von der Damerau debütierte an der Bayerischen Staatsoper München in der Spielzeit 2008/09 und ist seit 2010/11 festes Ensemblemitglied am Haus. In vergangenen Spielzeiten beeindruckte sie in Wagnerpartien, so als Flosshilde in Das Rheingold, Grimgerde in Die Walküre, Mary in Der fliegende Holländer und als Blumenmädchen in Parsifal. Des Weiteren trat sie als Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, als Dritte Dame in Mozarts Die Zauberflöte, als Dryade in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos, als Stimme von Antonias Mutter in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen, als Schenkwirtin in Mussorgskys Boris Godunow, Suzuki in Madama Butterfly und Emilia in Verdis Otello auf. Auch war sie als Gesangssolistin bei Aufführungen des Bayerischen Staatsballetts mit Musik aus Gustav Mahlers Das Lied von der Erde und Bruckners Te Deum mit dem Bayerischen Staatsorchester unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano in einem Konzert im Vatikan in Rom zu erleben.

Ab der Spielzeit 2006/07 war Okka von der Damerau festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Hannover, wo sie bis zur Saison 2009/10 blieb und verschiedenste Rollen gestaltete, u. a. Erda in Das Rheingold, Maddalena in Verdis Rigoletto, die Dritte Dame in Die Zauberflöte, zudem wirkte sie an der Weltpremiere von Ed Rushtons Die fromme Helene mit.

2013 erhielt sie den Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele für ihre bemerkenswerten Darstellungen in vorangegangenen Jahren der Opernfestspiele. Im Februar 2006 erhielt sie den Sonderpreis der Jury beim Internationalen Gesangswettbewerb für Wagner-Stimmen in Venedig.

Die gebürtige Hamburgerin studierte an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, der Opernschule der Musikhochschule Stuttgart und an der Hochschule für Musik Freiburg, wo sie ihr Studium 2006 abschloss. Bereits während des Studiums führten sie erste Gastengagements an das Volkstheater Rostock und an das Theater Freiburg.