Nora FriedrichsSängerin (Gast)

Die für ihre »blitzsauberen Koloraturen« (Das Opernglas, 2011) gepriesene Nora Friedrichs war von 2013 bis 2015 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt, das sie 2014 beim Gesangswettbewerb »Stella Maris« gegenüber sieben weiteren internationalen Opernstudios ...

Die für ihre »blitzsauberen Koloraturen« (Das Opernglas, 2011) gepriesene Nora Friedrichs war von 2013 bis 2015 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt, das sie 2014 beim Gesangswettbewerb »Stella Maris« gegenüber sieben weiteren internationalen Opernstudios repräsentierte. Dort wurde Nora Friedrichs mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

Nach ihrem Wechsel ins Koloraturfach gibt die gebürtige Hamburgerin im November 2016 ihr Rollendebüt als Königin der Nacht an der Staatsoper im Schiller Theater und wird erstmals die Rolle der Fiakermilli (»Arabella«) an der Oper Frankfurt interpretieren.

Ihr Hausdebüt an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin gab Nora Friedrichs bereits im Oktober 2015 als Oscar in Verdis »Un ballo in maschera«, im Mai 2016 gab sie ihr Debüt am Theater an der Wien, wo sie als Yvette in »Die Passagierin« im Rahmen der Wiener Festwochen zu sehen war.
In der Spielzeit 2015/16 war sie außerdem u. a. als Rosa in »Le cantatrici villane« sowie als Maxi in der Uraufführung von Michael Langemanns »Anna Toll oder die Liebe der Treue« an der Oper Frankfurt verpflichtet.
Sie debütierte in Frankfurt in ihrer ersten Saison als Zerlina (»Don Giovanni«) sowie als erste Elfe (»Rusalka«). 2014/15 folgten weitere Rollendebüts: Taumännchen (»Hänsel und Gretel«), Damigella und Fortuna (»L’incoronazione di Poppea«) und Yvette (Frankfurter Erstaufführung von Mieczysław Weinbergs »Die Passagierin«).

Zuvor studierte Nora Friedrichs Gesang bei Frau Prof. Renate Behle an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie 2013 mit dem »Diplom mit Auszeichnung« abschloss. Ihre musikalische Ausbildung vervollständigt die Sopranistin regelmäßig bei Meisterkursen u. a. mit Edith Wiens, Matthew Epstein, Lillian Watson, Margreet Honig und Cornelia Salje.
Auch in der Zeit ihres Studiums war Nora Friedrichs regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben: Im Gasteig München war sie 2009 mit der Produktion »gehengehengehen - Kein Theater nach Thomas Bernhard« zu sehen, 2010 sang sie in der opera stabile der Staatsoper Hamburg die Hauptrolle in der zeitgenössischen Oper »Gallantry« von Douglas Moore. Ebenfalls wirkte sie 2010 in Rameaus »Les indes galantes« mit, einer Produktion des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg. Im Juni/Juli 2011 war sie in der Rolle der Vespina (»L'infedeltà delusa«) zu hören. Desweiteren gehören zu ihrem Repertoire die Partien der Sophie (»Der Rosenkavalier«), die sie im Februar 2012 interpretierte, sowie die Partie der Jenny (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«), welche Nora Friedrichs im Juni 2012 sang. Ebenfalls war sie in der Spielzeit 2011/12 als Pamina und Papagena (»Die Zauberflöte«) an der Oper Kiel zu erleben.
Nora Friedrichs widmet sich auch intensiv dem Liedschaffen. Ihre Ausbildung in diesem Bereich erhielt sie bei Prof. Burkhard Kehring. Besonders gilt ihr Interesse dem zeitgenössischen Repertoire. So sang sie mehrere Uraufführungen und wirkte bei Radioaufnahmen des NDR sowie des MDR mit. Ihre rege Konzerttätigkeit führt Nora Friedrichs durch ganz Europa. Sie war bereits Gast auf zahlreichen Festivals, u. a. bei den »Mahler-Tagen« wo sie neben Künstlern wie Thomas Hampson auftrat oder beim »Voices-Festival« in Holzhausen.
Mehrfach wurde Nora Friedrichs ausgezeichnet, u. a. mit einem Stipendium der Franz-Wirth-Gedächtnis-Stiftung, beim »Mozart-Wettbewerb der Stadt Hamburg 2010«, mit dem »Hermann und Milena Ebel-Preis 2012«. 2013 gewann sie den »Elise-Meyer-Wettbewerb«, 2014 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Frankfurt am Main.