Narine YeghiyanSängerin Ensemble

Die Sopranistin Narine Yeghiyan wurde in Armenien geboren. Am staatlichen Konservatorium ihrer Heimatstadt Jerewan studierte sie von 2001 bis 2006 im Hauptfach Operngesang bei Prof. Nelly Pirumova. Anschließend ergänzte sie dort ihre Ausbildung mit einem ...

Die Sopranistin Narine Yeghiyan wurde in Armenien geboren. Am staatlichen Konservatorium ihrer Heimatstadt Jerewan studierte sie von 2001 bis 2006 im Hauptfach Operngesang bei Prof. Nelly Pirumova. Anschließend ergänzte sie dort ihre Ausbildung mit einem zweijährigen Aufbaustudium, das sie 2008 abschloss. Auf der Bühne des Konservatoriums sang sie die Partie der Serpina in »La serva padrona«, Fannì in »La cambiale di matrimonio«, Georgette in »Il tabarro«. Bei staatlichen Gesangswettbewerben in Jerewan gewann sie 2006 und 2008 den ersten und dritten Preis. Von 2009 bis 2011 war sie Gastsolistin am National Academic Opera and Ballet Theatre in Jerewan und sang dort die Rolle der Donna Anna in Mozarts »Don Giovanni«. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen u. a. bei Brigitte Fassbaender, Deborah Polaski, Francisco Araiza und Grace Bumbry teil.
In Deutschland erreichte sie im Jahr 2009 beim Internationalen Gesangswettbewerb »Neue Stimmen« das Semifinale und wurde mit einem Sonderpreis der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung ausgezeichnet. 2010 nahm sie beim Gesangswettbewerb »Competizione dell’Opera« sowie 2011 an Plácido Domingos »Operalia« teil. 2013 war Narine Yeghiyan Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.
Sie war von 2011 bis 2013 Stipendiatin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung und Mitglied im Opernstudio der Staatsoper im Schiller Theater. Auf der Staatsopern-Bühne sang sie die Barbarina in Mozarts »Le nozze di Figaro« unter der Leitung von Daniel Barenboim, Angelo Custode und Himmelsstimme in Cavalieris »Rappresentatione di anima et di corpo« unter der Leitung von René Jacobs, Giannetta in Gaetano Donizettis »L’elisir d’amore«, Tebaldo in Giuseppe Verdis »Don Carlo« und eine Modistin in Richard Strauss’ »Der Rosenkavalier« unter der Leitung von Sir Simon Rattle.
Seit der Spielzeit 2013/14 ist Narine Yeghiyan Mitglied des Ensembles der Staatsoper Berlin.
2013/14 sang sie die Gloria in Ernst Kreneks »Vertrauenssache«, Aschenputtel in Ermanno Wolf-Ferraris »Aschenputtel«, Woglinde in »Rein Gold« (Jelinek) und den Sopran 1 in Frank Martins »Le Vin Herbé«.
2015 sang sie als Blumenmädchen in einer Neuproduktion von Richard Wagners »Parsifal« unter der Leitung von Daniel Barenboim sowie die Barbara in Georg Philipp Telemanns »Emma und Eginhard« unter der Leitung von René Jacobs. In 2015/16 sang sie die Zerlina in »Don Giovanni« unter der Leitung von Massimo Zanetti und die Najade in Richard Strauss’ »Ariadne auf Naxos« unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens.
Im Sommer 2016 debütierte sie als Adina in »L’elisir d’amore« bei den Opernfestspielen St. Margarethen. In der Spielzeit 2016/17 debütierte sie als Pamina in »Die Zauberflöte« unter der Leitung von Alexander Soddy und war als Amor in Christoph Willibald Glucks »Orfeo ed Euridice« zu hören.
2016 debütierte sie in der Philharmonie Berlin mit der Titelrolle in Tschaikowskis »Jolanthe« und als Marzelline in Beethovens »Fidelio« unter der Leitung von Julien Salemkour. Zahlreiche Konzerte führen sie regelmäßig in verschiedene Städte Europas: 2012 trat sie in der Cité de la musique in Paris in »Rappresentatione di anima et di corpo« unter der Leitung von René Jacobs sowie in Berlin zum 50. Jubiläum der VolkswagenStiftung auf, 2013 war sie in Bukarest als Ilia in Mozarts »Idomeneo« unter der Leitung von Julien Salemkour mit dem National Radio Orchestra of Romania zu hören, in Berlin im »König David« unter der Leitung von Frank Markowitsch und in der Veranstaltung »Unternehmen Oper« mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, 2014 sang sie in Theresienstadt Johannes Brahms’ »Ein deutsches Requiem«, im Konzerthaus Berlin Gustav Mahlers 2. Sinfonie und zum Bürgerfest des Bundespräsidenten 2014 unter der Leitung von Howard Griffiths. Ihre Debüt-CD »König David« unter der Leitung von Frank Markowitsch ist im Mai 2014 bei Rondeau erschienen.