Michael VolleSänger (Gast)

Der Bariton Michael Volle erhielt seine Ausbildung bei Josef Metternich und Rudolf Piernay und entwickelte sich nach ersten Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Bonn zu einem international renommierten Sänger seines Fachs. ...

Der Bariton Michael Volle erhielt seine Ausbildung bei Josef Metternich und Rudolf Piernay und entwickelte sich nach ersten Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Bonn zu einem international renommierten Sänger seines Fachs.

Nach seiner Festverpflichtung an das Opernhaus Zürich von 1999 bis 2007 kommen zahlreiche Engagements als Gastsänger. April 2006 debütiert er als Amfortas in »Parsifal«. Wichtige Neuinszenierungen enthalten u. a. Beckmesser (2003) und Hans Sachs (2012) in »Die Meistersinger von Nürnberg«, die Titelpartie von »Eugen Onegin« unter Vladimir Fedosseyev, Barak in »Die Frau ohne Schatten«, Golaud in »Pelléas et Mélisande«, Marcello in »La Bohème« unter Franz Welser-Möst, Graf Almaviva in »Le nozze di Figaro« und Wolfram in »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« (2011).

Von 2007/08 bis 2011/12 war Volle ein Ensemblemitglied der Staatsoper München, an der er die bedeutenden Partien seines Fachs wie zum Beispiel Wozzeck, Onegin und Amfortas interpretierte. 2014 sang er die Titelpartie in der Neuinszenierung von »Guillaume Tell«.
Michael Volle ist häufiger Gast der internationalen Bühnen und Festspiele, wie zum Beispiel der Bayreuther Festspiele (Beckmesser in Katharina Wagners Neuinszenierung »Die Meistersinger von Nürnberg«, 2007 und 2008), der Pfingstfestspiele Baden-Baden, der Salzburger Osterfestsspiele, der Salzburger Festspiele (2005 Graf Tamare in der Neuinszenierung von »Die Gezeichneten«, 2010 Dr. Schön/Jack the Ripper in »Lulu« und 2013 Hans Sachs in »Die Meistersinger von Nürnberg«), der Opéra national de Paris (Mandryka in »Arabella«, 2012), des Gran Teatre del Liceu Barcelona, des Teatro alla Scala, des Théâtre de la Monnaie, des Royal Opera House (2008 als Jochanaan in der Neuinszenierung von »Salome«, 2009 als Kurwenal in »Tristan und Isolde« und Dr. Schön/Jack the Ripper in »Lulu«, 2011 mit seinem Rollendebüt als Amonasro in »Aida« und 2012/2013 als Scarpia in »Tosca«: weitere Verpflichtungen folgen bis 2017/2018), der Deutschen Oper Berlin, der Staatsopern Berlin, Dresden, Hamburg und Wien. 2014 debütierte er an der Metropolitan Opera New York, mit weiteren Einladungen für die kommenden Spielzeiten.

Eine umfangreiche Konzert- und Liederabendtätigkeit und sowie die Arbeit mit internationalen Spitzenorchestern unter so bedeutenden Dirigenten (wie beispielsweise Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Bernard Haitink, James Levine, Seiji Ozawa, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Charles Dutoit, James Conlon, Antonio Pappano, Mariss Jansons, Philippe Herreweghe, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst) zeigen das internationale Renomee dieses Künstlers.

Michael Volle ist auch in zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen zu erleben. Zu seinen CD-Aufnahmen für bekannte Labels wie EMI, harmonia mundi, Arthaus, Naxos und Philipps gehören u. a. Bachs »Matthäus-Passion« und »Johannes-Passion«, Schönbergs »Die Jakobsleiter«, Brahms-Lieder, Zemlinskys »Der Traumgörge« und »Symphonische Gesänge« op. 20, sowie eine CD mit Liedern von Schubert, Wolf und Strauss, am Klavier begleitet von Helmut Deutsch. Auf DVD aufgenommen wurden sowohl »Die Meistersinger von Nürnberg«, »La Bohème«, »Parsifal« und »Simplicius« in Produktionen des Opernhauses Zürich, als auch »Die Gezeichneten« bei den Salzburger Festspielen und »Die Meistersinger von Nürnberg« bei den Bayreuther Festspielen. Darüber hinaus wirkte er in der Filmproduktion von »The Hunter’s Bride/Der Freischütz« (2009) mit.

2008 und 2014 wurde Michael Volle vom Opernmagazin »Opernwelt« als Sänger des Jahres ausgezeichnet. Zudem ist er Preisträger des renommierten Deutschen Theaterpreises »Der Faust«.

Foto: Winfried Hösl