Michael VolleSänger (Gast)

Der Bariton Michael Volle erhielt seine Ausbildung bei Josef Metternich und Rudolf Piernay und entwickelte sich nach ersten Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Bonn zu einem international renommierten Sänger seines Fachs. ...

Der Bariton Michael Volle erhielt seine Ausbildung bei Josef Metternich und Rudolf Piernay und entwickelte sich nach ersten Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Bonn zu einem international renommierten Sänger seines Fachs.

Von 1999 bis 2007 als Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich tätig, übernahm Michael Volle in wichtigen Züricher Neuinszenierungen Partien wie Sixtus Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg« (2003), die Titelpartie in »Eugen Onegin«, Golaud in »Pelléas et Mélisande«, Marcello in »La Bohème«, Graf Almaviva in »Le nozze di Figaro«, Barak in »Die Frau ohne Schatten« (2009) und Wolfram in »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« (2011). Mit Beginn der Spielzeit 2007/08 wechselte er an die Bayerische Staatsoper, an der er die bedeutenden Partien seines Fachs, darunter die Titelpartien für die Neuinszenierungen von »Wozzeck« sowie »Eugen Onegin«, außerdem Amfortas in »Parsifal«, Kurwenal in »Tristan und Isolde«, Morone in »Palestrina«, Wolfram in »Tannhäuser«, Amonasro in »Aida« und den Graf Almaviva in »Le nozze di Figaro« interpretierte.

Michael Volle ist Gast der internationalen Bühnen, wie zum Beispiel am Royal Opera House Covent Garden London, wo er 2008 als Jochanaan in einer Neuinszenierungen von »Salome«, 2009 als Kurwenal in »Tristan und Isolde«, und als Dr. Schön/Jack the Ripper in »Lulu« zu erleben war. Außerdem gastierte er an der Opéra National de Paris, dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Neben weiteren Verpflichtungen in London bis 2013/14 war er an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden, der Semperoper Dresden, der Hamburgischen Staatsoper und an der Deutschen Oper Berlin engagiert. 2014 gibt er sein Hausdebüt an der Metropolitan Opera New York.

Zudem gastiert er regelmäßig bei den Salzburger Festspielen und war 2007 und 2008 bei den Bayreuther Festspielen, in der Partie des Sixtus Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg« in der Inszenierung von Katharina Wagner, zu erleben.

Sein internationales Renommee zeigt sich außerdem in seiner umfangreichen Konzerttätigkeit mit internationalen Spitzenorchestern unter bedeutenden Dirigenten wie beispielsweise Zubin Mehta, Maurizio Pollini, Seiji Ozawa, Charles Dutoit, Riccardo Muti, Franz Welser-Möst, Antonio Pappano, Lawrence Foster, Mstislaw L. Rostropowitch, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Thomas Hengelbrock, Marek Janowski, Mariss Jansons, Philippe Herreweghe, James Conlon, Philippe Jordan und James Levine.

Seine Rundfunkaufnahmen sowie Fernsehauftritte, insbesondere für ARTE umfassen Ausstrahlungen von »Così fan tutte« bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie von »Don Giovanni« bei den Schwetzinger Festspielen. Ebenfalls für ARTE aufgenommen wurden sowohl »Die Meistersinger von Nürnberg« mit Michael Volle in der Partie des Sixtus Beckmesser in einer Produktion des Opernhauses Zürich, als auch »Die Gezeichneten« bei den Salzburger Festspielen mit der Rolle des Tamare. Darüber hinaus wirkte er in der Filmproduktion von »The Hunter’s Bride/Der Freischütz« (2009) mit.

Zu seinen CD-Aufnahmen für bekannte Labels wie EMI, harmonia mundi, Arthaus, Naxos und Philipps, gehören u. a. Bachs »Matthäus-Passion«, Bachs »Johannes-Passion«, Schönbergs »Die Jakobsleiter«, Brahms-Lieder, Zemlinskys »Traumgörge« und »Symphonische Gesänge op. 20«, sowie eine CD mit Liedern von Schubert, Wolf und Strauss, am Klavier begleitet von Helmut Deutsch.

2008 wurde Michael Volle vom Opernmagazin »Opernwelt« als Sänger des Jahres ausgezeichnet. Zudem ist er Preisträger des renommierten Deutschen Theaterpreises »Der Faust«.

Foto: (c) Winfried Hösl