Massimo ZanettiDirigent

Massimo Zanetti ist bekannt für seine dynamische und vollkommene Präsenz sowohl auf dem Orchesterpodium als auch im Orchestergraben der Oper und seine herausragende Kenntnis des italienischen Opernrepertoires des 19. Jahrhunderts. Regelmäßig ist er an ...

Massimo Zanetti ist bekannt für seine dynamische und vollkommene Präsenz sowohl auf dem Orchesterpodium als auch im Orchestergraben der Oper und seine herausragende Kenntnis des italienischen Opernrepertoires des 19. Jahrhunderts. Regelmäßig ist er an den weltweit führenden Opernhäusern zu Gast. Dazu zählen unter anderem die Berliner Staatsoper, die Bayerische Staatsoper (München), die Semperoper Dresden, das Opernhaus Zürich, die Hamburgische Staatsoper, die Lyric Opera of Chicago, die San Francisco Opera, das Royal Opera House (Covent Garden), die Opéra de Paris (Bastille), die Königliche Schwedische Oper, das Sydney Opera House, das Teatro alla Scala di Milano, das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, das Teatro dell'Opera di Roma, das Teatro Comunale di Bologna und das Teatro Regio di Torino. In seiner Zeit als musikalischer Direktor der Flämischen Oper Antwerpen von 1999 bis 2002 erhielten zahlreiche seiner Produktionen exzellente Kritiken in der internationalen Presse, darunter »Salome« und »Pelleas et Melisande«.

Im Verlauf der letzten zehn Jahre arbeitete Zanetti regelmäßig mit der Semperoper Dresden zusammen und dirigierte dort neben Neuproduktionen von »Otello«, »Carmen«, »Le nozze di Figaro« und »Norma« zahlreiche Sinfoniekonzerte der Staatskapelle Dresden. Zanetti pflegt einen engen Kontakt zur Staatsoper Berlin, an welcher er sein hochgepriesenes Debüt mit einer Produktion von »Norma« 2002 hatte, gefolgt von einer begeistert angenommenen Neuproduktion von »L’italiana in Algeri«. Seitdem dirigierte er Wiederaufnahmen zahlreicher Opern, wie etwa »Carmen«, »La Bohème«, »L'elisir d'amore« und »Don Carlo«. Ebenso besteht seit seinem Debüt 2008 ein kontinuierliches und enges Verhältnis zur Oper Zürich, an welcher er vor kurzem eine Neuproduktion von »Luisa Miller« und Wiederaufnahmen von »La fanciulla del West«, »Anna Bolena«, »Turandot«, »Otello« and »La Bohème« dirigierte. 2007 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper mit einer erfolgreichen Neuproduktion von »Luisa Miller« (Regie: Klaus Guth) und kehrte für zahlreiche Wiederaufnahmen, darunter »La traviata« und »Macbeth« nach München zurück. Ferner trat er beim angesehenen Verdi-Festival des Teatro Regio di Parma mit »Rigoletto« (2008), »Tosca« (2009) und Neuproduktionen von »I vespri siciliani« (2010) und »Un ballo in maschera« (2013) in Erscheinung.

Als Dirigent der sinfonischen Musik arbeitete Zanetti sowohl mit der Tschechischen Phiharmonie, der Staatskapelle Weimar, dem Konzerthausorchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Hallé Orchestra Manchester als auch dem New Zealand Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem National Symphony Orchestra of Taiwan, dem Nagoya Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie den Orchestern des Finnischen und Schwedischen Rundfunks.

Highlights der letzten Spielzeiten beinhalteten sein Debüt am Teatro Colón in Buenos Aires mit einer Neuproduktion von Verdis »Otello« mit José Cura (in der Hauptrolle und als Regisseur) und zwei hoch gelobte konzertante Aufführungen von »Simon Boccanegra« im Wiener Konzerthaus mit den Wiener Symphonikern und Thomas Hampson in der Titelrolle, wovon eine Live-Aufnahme bei Decca Classics erschienen ist. Nach einem äußerst erfolgreichen Besuch beim China Philharmonic Orchestra und dem Guangzhou Symphony Orchestra in der vorigen Saison, kehrte er für ein spezielles Jubiläumsprogramm zum Verdi/Wagner-Jahr 2013 zu den beiden Orchestern zurück.

In der Saison 2013/14 und darüber hinaus stehen für Zanetti eine Neuproduktion von »La traviata« an der Lyric Opera of Chiago und die Rückkehr an die Berliner Staatsoper (»Un ballo in maschera« und »Don Carlo«) auf dem Programm. Er gibt sein Debüt an der San Diego Opera mit »Un ballo in maschera« und wird das San Diego Symphony Orchestra mit Verdis Requiem dirigieren. Außerdem ist er zu Gast beim China Philharmonic Orchestra und beim Guangzhou Symphony Orchestra, der Weimar Staatskapelle und dem Poznan Philharmonic.

Zu Massimo Zanettis Aufnahmen zählen eine CD von Flavio Testis Saül (Naïve – 2004) und eine DVD-Veröffentlichung seiner Opernproduktionen »Rigoletto« (2008) und »I vespri siciliani« (2010) am Teatro Regio di Parma, erschienen bei C Major im Rahmen des »Tutto Verdi« Projekts.

Foto: (c) Mauro Turatti