Marina PoplavskayaSängerin (Gast)

Die in Moskau geborene Sopra­nistin Marina Poplavskaya wurde am Staatlichen Michail-Ippolitow-Iwanow Musikinstitut von Pjotr Tarassov ausgebildet und etablierte sich bald international als eine der ausdrucksstärksten jungen Sängerinnen. Sie gewann den ...

Die in Moskau geborene Sopra­nistin Marina Poplavskaya wurde am Staatlichen Michail-Ippolitow-Iwanow Musikinstitut von Pjotr Tarassov ausgebildet und etablierte sich bald international als eine der ausdrucksstärksten jungen Sängerinnen. Sie gewann den russischen Bella-Voce-Wettbewerb, den Romanciada-Wettbewerb 2004 und den Maria Callas Grand Prix 2005 in Athen.

Die junge Sängerin begann ihre Karriere an der Novaja Opera und debütierte als Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin«. Zudem war sie von 2001 bis 2004 Solistin am Stanislavsky Operntheater in Moskau. Als Ann Trulove in Strawinskys »The Rake’s Progress« debütierte sie 2003 am Bolschoi Theater, wohin sie als Maria in Tschaikowskys »Mazeppa« zurückkehrte. Im Jahr 2004 wurde Marina Poplavskaya in das Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House Covent Garden in London aufgenommen und gab dort im darauf folgenden Jahr ihr Debüt als Dritte Norn (»Götterdämmerung«) unter der Leitung von Antonio Pappano. Als Sensation feierte sie Publikum und Kritik im September 2006, als sie die Rolle der Rachel in einer konzertanten Aufführung von Halévys »La Juive« am Barbican Centre sang.

An diesen Erfolg schlossen sich zahlreiche Einladungen von bekannten Theatern der ganzen Welt an. Im Oktober 2006 war Marina Poplavskaya als Donna Anna (»Don Giovanni«) in Avignon und in Valencia unter der Leitung von Lorin Maazel zu erleben. Mit derselben Rolle kehrte sie im Juni 2007 an das Royal Opera House Covent Garden zurück. Die Londoner »Times« schrieb diesbezüglich: »This is an entirely thrilling, even blood-chilling performance«. In der Spielzeit 2007/08 gab die Sängerin ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York in der Rolle der Natascha in »Krieg und Frieden« unter der Leitung von Valery Gergiev. An das Londoner Royal Opera House kehrte sie für drei weitere Rollen zurück, sie war dort als Tatjana in »Eugen Onegin«, als Elisabetta in einer Neuproduktion von »Don Carlo« unter Antonio Pappano und als Dritte Norn in »Götterdämmerung« zu sehen. Im Sommer 2008 debütierte Marina Poplavskaya erfolgreich bei den Salzburger Festspielen als Desdemona in »Otello« unter der Leitung von Riccardo Muti, und kehrte anschließend wieder an das Royal Opera House, Covent Garden als Donna Anna zurück. Des Weiteren debütierte die Sängerin in Verdis »Messa da Requiem« am Théâtre Royal de la Monnaie, gefolgt von ihrem italienischen Debüt als Desdemona in Rom unter der Leitung von Riccardo Muti.

Neben den genannten Rollen umfasst ihr umfangreiches Repertoire die Titelrollen in »Jolanta«, »Rusalka«, »Maria Stuarda«, »Anna Bolena«, »Luisa Miller«, und »La traviata«, Mozarts Gräfin (»Le nozze di Figaro«) sowie Marfa (»Die Zarenbraut«), Leonora (»Il trovatore«), Elena (»I vespri siciliani«), Amelia (»Simon Boccanegra«), Micaëla (»Carmen«) und Mélisande (»Pelléas et Mélisande«).

Ihr Konzertrepertoire beinhaltet Beethovens 9. Sinfonie, Pergolesis »Stabat Mater«, Mozarts »Requiem«, Poulencs »Messa di Requiem«, Brittens »War Requiem« sowie Schostakowitschs Sinfonie Nr. 14.

Außerdem singt Marina Poplavskaya die Violetta in »La traviata« an De Nederlandse Opera Amsterdam und ist in derselben Rolle an der Los Angeles Opera zu hören, zudem folgen weitere Engagements an der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden und ihr Debüt am Gran Teatro del Liceo in Barcelona.

Foto: (c) Mitch Jenkins