Małgorzata SzczęśniakBühne, Kostüm

Die Bühnenbildnerin Małgorzata Szczęśniak ist in den Produktionen von Krzysztof Warlikowski für die Kostüme und die Ausstattung verantwortlich, wodurch sie Warlikowskis poetische Sprache auf dem Theater und in der Oper mitbestimmt. Sie ...

Die Bühnenbildnerin Małgorzata Szczęśniak ist in den Produktionen von Krzysztof Warlikowski für die Kostüme und die Ausstattung verantwortlich, wodurch sie Warlikowskis poetische Sprache auf dem Theater und in der Oper mitbestimmt. Sie machte 1972 ihren Abschluss an der Schule für Bildende Künste in Krakau. Danach studierte sie von 1972 bis 1976 Psychologie am Institut für Philosophie und Psychologie an der Universität Jagiellonski.

Noch während des Studiums initiierte sie Kunstunterricht für hyperaktive Kinder und beteiligte sich an einem Forschungsprojekt zum Thema Kunsttherapie für Schizophrene, unter der Leitung von Noemi Madejska, einer renommierten Psychiaterin und Buchautorin zur künstlerischen Schaffenskraft schizophrener Menschen. Im Jahr 1981, noch während ihrer Abschlussarbeit über Psychologie und Kreativität, nahm sie ein Bühnenbildstudium an der Kunsthochschule von Krakau auf. Dort machte sie ihr 1984 Diplom bei dem Kostümbildner Jerzy Skarzynski. Sie entschied sich für das Theater und ging nach Paris, um mit Krzysztof Warlikowski zu arbeiten. Im Jahr 1992 brachten sie gemeinsam das Werk »Auto-da-fé« (Elias Canetti) an der Krakauer Schauspielschule auf die Bühne. Seither arbeiten sie miteinander und haben schon mehr als fünfzig Produktionen realisiert.

Małgorzata Szczęśniak hat außerdem an zahlreichen Ausstellungen mitgewirkt: an der Ausstellung junger Bühnenbildner im polnischen Zentrum für Bühnenbild im Museum von Silésie de Katowice im Jahr 1994; an der Quadriennale für Bühnenbild in Prag im Jahr 1990, dann das zweite Mal 2007 mit der Präsentation »Réalité de la transformation – transformation de la Réalité«, die auch an der Nationalgalerie Zacheta in Warschau gezeigt wurde. Im Frühjahr 2008 konnte man in Brüssel die Ausstellung »Il apparaît et disparaît sans laisser de traces« besuchen, die ihren Arbeiten als Bühnenbildnerin gewidmet war. Ihr jüngstes Opernprojekt ist die Ausstattung der Oper »Macbeth« im Juni 2010 bei La Monnaie Brüssel.