Katharina KammerloherSängerin Ensemble

Die in München geborene Mezzosopranistin absolvierte zuerst ein komplettes Oboenstudium bei Gernot Schmalfuß in Detmold, bevor sie dort bei Mechthild Böhme Gesang studierte. Mehrere erfolgreiche Wettbewerbe führten sie nach Berlin, wo sie 1993 von Daniel ...

Die in München geborene Mezzosopranistin absolvierte zuerst ein komplettes Oboenstudium bei Gernot Schmalfuß in Detmold, bevor sie dort bei Mechthild Böhme Gesang studierte. Mehrere erfolgreiche Wettbewerbe führten sie nach Berlin, wo sie 1993 von Daniel Barenboim an die Staatsoper Unter den Linden engagiert wurde. Dort war sie in zahlreichen Produktionen zu hören, u. a. Rosina in »Il barbiere di Siviglia«, als Cherubino in »Le nozze di Figaro«, als Annio in »La clemenza di Tito« unter Philippe Jordan, als Costanza in »L’isola disabitata« unter Alessandro De Marchi, als Meg Page in »Falstaff« unter Claudio Abbado, als Mélisande in »Pelléas et Mélisande« unter Michael Gielen, als Lola in »Cavalleria rusticana« unter Antonio Pappano, als Warwara in »Katja Kabanowa« unter Julien Salemkour, als Octavian in »Der Rosenkavalier« unter Philippe Jordan und als Komponist in »Ariadne auf Naxos« unter Fabio Luisi. Unter Daniel Barenboim sang sie u. a. in den Neuproduktionen von »Die Meistersinger von Nürnberg« die Magdalene, im »Ring des Nibelungen« die Wellgunde (jeweils in der Regie von Harry Kupfer), die Zerlina in »Don Giovanni« und die Dorabella in »Così fan tutte« (Regie: Doris Dörrie). Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie in »Lulu« unter Michael Gielen. Weiterhin sang sie dort in Mozarts Requiem unter Kent Nagano und unter Bertrand de Billy die Zweite Dame in »Die Zauberflöte«. Bei den Münchner Opernfestspielen war sie als Octavian unter Peter Schneider zu hören, dort sang sie in einer Neuproduktion auch die Magdalene in »Die Meistersinger von Nürnberg« unter Zubin Mehta. In Budapest sang sie unter Iván Fischer den Cherubino in »Le nozze di Figaro« sowie an der Oper in Las Palmas de Gran Canaria. Weitere Operngastspiele führten sie außerdem nach Madrid, Sevilla, Helsinki und Tokio.

Neben ihrer Operntätigkeit ist Katharina Kammerloher auch eine gefragte Konzertsängerin. Sie sang u. a. Bach-Kantaten mit René Jacobs und der Akademie für Alte Musik Berlin, Bachs Messe in h-Moll mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Roger Norrington sowie Bachs »Matthäuspassion« unter Enoch zu Guttenberg in München. Außerdem war sie in Mendelssohns »Elias« mit dem London Symphony Orchestra unter Wolfgang Sawallisch zu hören. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin gab sie die Anita in Bernsteins »West Side Story« unter Kent Nagano und Berlioz’ »Roméo et Juliette« unter Fabio Luisi mit der Staatskapelle Berlin. Bei den BBC Proms und dem Edinburgh Festival war sie mit dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez in »Le visage nuptial« zu hören. Ebenfalls mit Boulez sang sie Schönbergs Orchesterlieder op. 22 auf mehreren Festivals u. a. in München, Wien und Frankfurt. An der Staatsoper Unter den Linden ist sie regelmäßig in Liederrecitals zu erleben. Unter Daniel Barenboim sang sie u. a. in Beethovens 9. Sinfonie sowie Wolfgang Rihms Orchesterlieder nach Gedichten von Heiner Müller, Ravels Liederzyklus »Shéhérazade«, jeweils mit der Staatskapelle Berlin, Mozarts »Krönungsmesse« mit den Berliner Philharmonikern, Bruckners Messe in f-Moll und Gija Kantschelis »Lamento« mit Gidon Kremer und dem Chicago Symphony Orchestra. Zur Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche sang sie unter der Leitung von Fabio Luisi in einer Aufführung von Mendelssohns »Elias« mit dem MDR-Sinfonieorchester.

Zahlreiche Rundfunk- und Plattenaufnahmen dokumentieren ihre künstlerische Tätigkeit. So spielte sie u. a. Bach-Kantaten mit René Jacobs ein, Joseph Haydns »L’isola disabitata« unter Alessandro De Marchi, Pietro Francesco Cavallis »La Didone« (Anna) unter Thomas Hengelbrock und Beethovens »Chorfantasie« mit den Berliner Philharmonikern unter Daniel Barenboim. Auf DVD erschienen Verdis »Otello« (Emilia) sowie Mozarts »Così fan tutte« (Dorabella), jeweils mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim.

Foto: (c) Ilse Ungeheuer