Helge LetonjaChoreographie

Geboren in Österreich, absolvierte Letonja seine Tanzausbildung u. a. an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hoogeschool voor de Kunsten in Amsterdam sowie bei Erick Hawkins und Alvin Ailey in New York. Seine Engagements ...

Geboren in Österreich, absolvierte Letonja seine Tanzausbildung u. a. an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hoogeschool voor de Kunsten in Amsterdam sowie bei Erick Hawkins und Alvin Ailey in New York. Seine Engagements als Tänzer führten ihn vom klassischen Ballett am Opernhaus Graz zu Susanne Linke / Urs Dietrich nach Bremen, ans Theater der Stadt Heidelberg, nach Lissabon zur compania contemporanea de bailloado, über Jan Fabre in Belgien nach Kanada zum Erfolgsmusical Notre Dame de Paris, mit Gilles Maheu und zur Kompanie Montreal Danse.

Erste Choreografien schuf er mit der Kompanie des Bremer Tanztheaters. Bis heute kreierte er über 20 Tanzproduktionen, darunter die Trilogie der Ensemblestücke »Shaum« (2007), »Darkland« (2008) und »void« (2009), sowie das Duett »Je suis tombé sur toi« (2010) in künstlerischen Kollaborationen mit Komponisten und Bildenden Künstler/innen. Seine Stücke werden außerhalb Europas in den USA, Kanada, Israel und Südamerika aufgeführt und wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.
In der Inszenierung von Regisseur Claus Guth choreographierte Letonja »Iphigénie en Tauride» für die Salzburger Festspiele, das Züricher Opernhaus sowie das Staatstheater Nürnberg. Die Choreographie für »Die Blume von Hawaii« und die europäische Erstaufführung der Oper »Der erste Kaiser« des chinesischen Komponisten und Oscar-Preisträgers Tan Dun erarbeitete er am Saarländischen Staatstheater.

1996 gründete Letonja die steptext dance company in Bremen. Zusammen mit weiteren Künstlern arbeitete er an der Konzeption und Realisierung des Kunst- und Künstlerzentrums Schwankhalle, einem Zentrum für Performing Arts und Heimat des heutigen steptext dance project. Als künstlerischer Leiter programmiert er dort die Aufführungen des zeitgenössischen Tanzes, initiiert, entwickelt und realisiert internationale und regionale Festivals, Austauschprojekte und Sparten übergreifende künstlerische Formate.

Von 2006 bis 2010 leitete Helge Letonja den Bereich »Freie Kompanien« in Rahmen von Tanzplan Bremen – Norddeutsches Tanztreffen das im Rahmen von Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes stattfand.
Nach seiner letzten Arbeit »The Bog Forest« im Rahmen der Trilogie DisPLACING Future arbeitet Helge Letonja an der Realisierung der Produktion »The Drift« in Kooperation mit Montréal Danse und den zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim.