Hartwig GrothViola

Hartwig Groth kam nicht als Umsteiger zur Alten Musik: Sein erstes Instrument war eine Fidel. Nach Schulmusik- und Musiklehrerexamen in Hannover (mit Hauptfach Viola da gamba bei Heinrich Haferland) führten ihn weitere Viola da gamba-Studien nach Hamburg ...

Hartwig Groth kam nicht als Umsteiger zur Alten Musik: Sein erstes Instrument war eine Fidel. Nach Schulmusik- und Musiklehrerexamen in Hannover (mit Hauptfach Viola da gamba bei Heinrich Haferland) führten ihn weitere Viola da gamba-Studien nach Hamburg (zu Ingrid Stampa) und als DAAD-Stipendiat nach Den Haag (zu Wieland Kuijken), wo er sein Solistendiplom erwarb.
Es schloss sich eine intensive Konzerttätigkeit an, die ihn mit namhaften Ensembles (u. a. Sharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, Akademie für Alte Musik Berlin, Musica Alta Ripa, Concerto Köln, Cantus Cölln, Musica Fiata) sowie als Kammermusikpartner (u. a. von Egbert Schimmelpfennig, Ingo Goritzki, Sergio Azzolini, Christoph Lehmann, Alessandro Piquet) auf viele Reisen führte. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit als Solist und als Kammermusiker.
Nachdem Hartwig Groth bereits während seines Studiums Kinder und Jugendliche unterrichtete, führte ihn sein Weg alsbald nach Nürnberg, dort ist er seit 1982 lehrend tätig, seit 1998 auch in München. Seine Schwerpunktthemen an beiden Musikhochschulen sind neben Viola da gamba die Fächer Ensembleleitung, Basso Continuo-Spiel und Kammermusik; er initiierte und leitet das Nürnberger Hochschulensemble »Studio für Alte Musik«, das regelmäßig Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aufführt und mit dem 2013 eine CD mit Ersteinspielungen der Musik von Johann Staden entstand. Hartwig Groths Studierende und Absolventen errangen Preise u. a. beim internationalen Bach-Abel-Wettbewerb Köthen und beim internationalen Telemann-Wettbewerb Magdeburg.