Friedemann LudwigSolo-Violoncello

Orchestermitglied seit 1988

Ausbildung
- Besuch der Spezialschule für Musik Dresden
- Hochschulstudium an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden und an der Hochschule für Musik Leipzig "Felix Mendelssohn-Bartholdy" im Fach Violoncello ...

Orchestermitglied seit 1988

Ausbildung
- Besuch der Spezialschule für Musik Dresden
- Hochschulstudium an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden und an der Hochschule für Musik Leipzig "Felix Mendelssohn-Bartholdy" im Fach Violoncello bei Ernst Ludwig Hammer und Wolfgang Weber

Auszeichnungen
- Gewinner des Leistungsvergleichs der Spezialschulen der DDR 1984
- Preisträger des Int. Bach-Wettbewerbs Leipzig 1988
- mit 21 Jahren Engagement als 1. Solo-Cellist des Berliner Sinfonie-Orchesters im Schauspielhaus Berlin (jetzt Konzerthausorchester im Konzerthaus Berlin)

Was lieben Sie an Ihrem Instrument?
Das Cello war am Anfang für mich wie eine männliche Stimme, deren tiefe Oktaven ich während meiner Kindheit und Jugend nicht zu singen vermochte. Mehr und mehr entdeckte ich die Vielseitigkeit des Instruments und konnte beispielsweise Bach-Kantaten aus der Sänger -oder Celloperspektive kennenlernen. Den tenoralen Aspekt, also das solistische Spiel begann ich erst spät zu lieben, war es doch eine scheinbare Verarmung des musikalischen Erlebens. Erst mit den großen Konzerten und Suiten für Cello erlebte ich mein Instrument als vollkommen seelischen Ausdruck. Noch immer genieße ich das Spielen und gleichzeitige Hören einer Orchesterpartitur als höchste Herausforderung und Genuss.

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Orchester spielen?
Ich spiele im Orchester, weil mir Musik Freude bereitet, nicht weil ich muss. Ohne Musik könnte ich nicht leben, trotzdem gehören Pausen dazu, in denen ich mich auf neue Aufgaben vorbereite. Ich entspanne gern beim Wandern mit meiner Frau und den beiden Kindern in den Bergen , spiele gelegentlich Fußball und organisiere neue Konzerte oder ganze Reihen.

Warum Berlin?
Als Dresdner Musiker lernt man schnell, wie die Staatskapelle klingt und tickt. Dieser Sound, so warm und geschmeidig, macht süchtig. In den Studienjahren wollte ich jedoch meinen Horizont erweitern und wissen, wie "die Welt" spielt. Unsere "Welt" der DDR reichte zunächst bis Berlin. Claus Peter Flor bot mir dann nach bestandenem Probespiel eine Welttournee mit dem Berliner Sinfonie-Orchester an. Dieses Angebot nahm ich natürlich dankend an und konnte London, New York und Tokio kennenlernen. Besonders der Besuch und das Spiel in Bloomington an der Indiana-University hat mich beeindruckt. Doch mein Herz schlug auf einmal für Berlin, in welchem ich viele neue Freunde und ein herrliches Orchester kennengelernt hatte.

Ihr Lieblingsstück?
Brahms.

Drei Dinge, die Sie auf die Insel mitnehmen würden?
1. Meine Frau.
2. Meinen Sohn.
3. Meine Tochter.

Ihr Lebensmotto?
Singen, glauben, hoffen.