Charles CastronovoSänger (Gast)

Charles Castronovo ist ein international anerkannter lyrischer Tenor mit Engagements an renommierten Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, den Staatsopern in Hamburg ...

Charles Castronovo ist ein international anerkannter lyrischer Tenor mit Engagements an renommierten Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, den Staatsopern in Hamburg und Wien, der Opéra National de Paris, der Los Angeles Opera, der San Francisco Opera, den Salzburger Festspielen oder der Opera Santa Fe. Sein Repertoire beinhaltet die großen Tenor-Partien aus »Don Giovanni«, »Così fan tutte«, »Die Zauberflöte« oder Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, Nemorino in »L’elisir d’amore« und Alfredo in »La traviata«. In den letzten Spielzeiten erhielt Charles Castronovo großen Beifall für seine Leistungen in den Hauptrollen in »Faust«, Romeo in »Roméo et Juliette«, den Herzog in »Rigoletto«, Rodolfo in »La bohème« und Tom Rakewell in »The Rake’s Progress«. Sowohl in Los Angeles als auch Paris und Santiago sang er die Hauptrolle in der Weltpremiere von Daniel Catans »Il postino« mit Plácido Domingo.

Die Spielzeit 2012/2013 begann Charles Castronovo mit seinem Debüt in einer konzertanten Aufführung von »Les pêcheurs de perles« am Concertgebow in Amsterdam. Darauffolgend kehrt er an die Opéra National de Paris zurück, wo er Tom Rakewell in »The Rake’s Progress« und an der Metropolitan Opera Don Ottavio in »Don Giovanni« gab. Castronovo wird die Partie des Gennaro in »Lucrezia Borgia« für die Bayerische Staatsoper in München und das Théâtre Royale de la Monnaie interpretieren. Für die Staatsoper Berlin singt er in »La traviata« und an der Royal Opera Covent Garden wird er als Tamino in »Die Zauberflöte« and als Ruggero in »La rondine« mit Angela Gheorghiu zu hören sein. Zu seinen zukünftigen Engagements zählen Des Grieux in »Manon« in Toulouse, »Faust« mit Anna Netrebko in Baden-Baden, eine Neuinszenierung von »Maria Stuarda« an der Royal Opera Covent Garden mit Joyce DiDonato, »Die Zauberflöte««, »L’elisir d’amore«, und » La bohème« in München. In »Eugen Onegin« und »L’elisir d’amore« ist er in Wien zu hören. Sein Debüt am Gran Teatro del Liceu in Barcelona gibt er als Alfredo.

Charles Castronovo wurde in New York geboren. Sein Studium beendete er an der California State University und begann seine Karriere als festes Ensemblemitglied an der Los Angeles Opera, wo er über 100 Aufführungen in den verschiedensten Rollen sang. Anschließend wurde er in das Programm zur Förderung junger Künstler an der Metropolitan Opera (Lindermann Young Artists Development Program) aufgenommen, wo er sein Debüt in der Rolle des Beppe in »I pagliacci« mit Plácido Domingo am Eröffnungsabend der Saison 1999/2000 gab. Darauffolgend debütierte er mit den New Yorker Philharmonikern als Sam in Kurt Weills »Street Scene«. Am Anfang seiner Karriere bildete Castronovo sein Repertoire mit Auftritten als Tamino in »Die Zauberflöte« und Fenton in »Falstaff« in Pittsburgh, als Don Ottavio in »Don Giovanni« und Ernesto in »Don Pasquale« in Boston, als Ferrando in »Così fan tutte« und Nemorino in »L’elisir d’amore« in Portland. Sein Debüt als Alfredo gab er in »La traviata« an der Minnesota Opera. Als Belmonte war er in »Die Entführung aus dem Serail« an der Colorado Opera und als Elvino in »La sonnambula« am Michigan Opera Theater zu hören.

Beim Savonlinna Festival trat Castronovo in Finnland als Don Ottavio auf. Sein Deutschland-Debüt gab der Sänger in Berlin an der Staatsoper Unter den Linden als Ottavio unter der Leitung von Daniel Barenboim, darauf folgte sein Debüt in Toulouse in »Falstaff« und sein Londoner Debüt bei »The Proms of 2002« in Ravels »L’heure espagnole«. 2003/2004 gab Castronovo sein Debüt an der San Francisco Opera, der Opéra National de Paris und der Wiener Staatsoper, und September 2004 an der Royal Opera Covent Garden als Ferrando. Daraufhin gab er sein Debüt in Italien als Alfredo am Teatro Carlo Felice in Genua. Zu seinen weiteren bedeutenden Debüts zählen Alfredo in Hamburg und Athen, Fenton am La Monnaie in Brüssel und an der Bayerischen Staatsoper in München. Er gastiert regelmäßig an diesen Theatern und ist als Alfredo in Wien, London, Berlin und Aix-en-Provence, als Nemorino in Paris, Wien, Nizza und Berlin, als Belmonte in München und Rom, als Tamino in San Francisco, als Don Ottavio in Los Angeles, San Francisco und München oft zu Gast. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab er als Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«.

2005 sang Castronovo in »Les pêcheurs de perles« an der San Francisco Opera, und Nadir in Washington und San Diego. Seine Repertoire erweiterte sich mit Rollen aus »La clemenza di Tito« (in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk), »La bohème« (für die Michigan Opera), Der Herzog in »Rigoletto« (Bordeaux), und Faust (Pittsburgh). Im Sommer 2008 sang er Tom Rakewell in einer Neuinszenierung zu »The Rake’s Progress« an der Royal Opera Covent Garden. Kurz danach gab er sein Debüt als Edgardo in »Lucia di Lammermoor« in Brüssel. 2011 sang er zum ersten Mal Gennaro in »Lucrezia Borgia« mit Edita Gruberova in München, und Romeo in »Roméo et Juliette« für die Dallas Opera. Castronovo fügte außerdem die Titelrolle aus Berlioz’ »L damnation de Faust«, welche er in Nizza sang zu seinem Repertoire. Im Juni 2012 sang er erstmals Nerone in Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« am Teatro Real in Madrid. Zu seinen weiteren Engagements der vergangenen Spielzeiten zählen »La traviata« in Aix-en-Provence und Wien mit Nathalie Dessay, Romeo in »Roméo et Juliette« an der Los Angeles Opera im November 2011 und »Così fan tutte« am Royal Opera House Covent Garden. Außerdem gab er im Dezember 2011 sein lang erwartetes Debüt als Tamino an der Chicago Lyric Opera.

Charles Castronovo war an der Wiederaufnahme von Édouard Lalos »Le roi d’Ys« in Toulouse beteiligt, gab anschließend sein Konzertdebüt in Japan und eröffnete in der Spielzeit 2010/2011 in Paris als Vincent in »Mireille«. Im Juli 2012 debütierte er beim Festival de Montpellier in Massenets »Therese«. Ebenso nahm er Mercadantes »Virginia« für Opera Rara auf und sang Rossinis »Ermione« in Santa Fe. Als gefragter Solist gab Charles Castronovo Konzerte mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in China, Japan, Russland, Schweden und Dänemark.

Sein wachsendes Repertoire beinhaltet zudem Rollen in Massenets »Werther«, Offenbachs »Les contes d’Hoffmann«, die Titelrolle in Donizettis »Roberto Devereux« und Oronte in Verdis »I Lombardi«.

Foto: Pia Clodi