Blanka ModráTänzer/in (Gast)

Blanka Modrá wurde 1946 in Prag geboren. Ebendort absolvierte sie am Staatlichen Konservatorium von 1960 bis 1965 eine klassische Ballett-Ausbildung. Es folgten Aufenthalte in New York, wo sie bei Alvin Ailey und Ron Forella Jazz und Modern Dance studierte. ...

Blanka Modrá wurde 1946 in Prag geboren. Ebendort absolvierte sie am Staatlichen Konservatorium von 1960 bis 1965 eine klassische Ballett-Ausbildung. Es folgten Aufenthalte in New York, wo sie bei Alvin Ailey und Ron Forella Jazz und Modern Dance studierte.

Im Jahre 1964 wurde Blanka Modrá Mitglied des Ensembles Ballett Prag, von 1968 bis 1972 war sie Teil des Laterna Magika Ensembles Prag. 1972 emigrierte die Tänzerin nach Wien und wurde dort Solotänzerin am Theater an der Wien. Nach ihrem dortigen Engagement wurde Blanka Modrá 1985 Ensemblemitglied am Burgtheater Wien. Ihre Arbeit als Schauspielerin und Choreographin am Burgtheater währte 25 Jahre. Gastspiele führten sie nach Frankreich, Mexiko, Schweden, Kanada, Italien, Peru, Chile, Equador, Israel, Argentinien, Schweiz, Malta, Sizilien, Polen, in die Niederlande, nach Russland und Deutschland. Mehrmals gastierte sie außerdem bei den Salzburger Festspielen (»Jedermann«, »Die Zauberflöte«, »Eugen Onegin«).

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit Achim Freyer, Andrea Breth, George Tabori, Peter Zadek, Claus Peymann, Karin Beier, Jérôme Savary, Harold Prince u. a. Als Tänzerin und Choreographin arbeitete sie mit Künstlern wie Hans Kresnik, Glen Tetley, Pavel Šmok, Luboš Ogoun, Dale Moreda, Helmut Baumann, Billie Millie, Lester Wilson u. a. Mit etlichen Produktionen (»Metamorphosen« nach Ovid, »Woyzeck«, »Der Kirschgarten«, »Stecken, Stab und Stangl«) wurde sie zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Einen mehrjährigen Lehrauftrag für Bühnentanz hatte Blanka Modrá an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien inne. Mit Andrea Breth arbeitet sie seit zehn Jahren im Bereich Schauspiel und Oper, u. a. an der Staatsoper im Schiller Theater in »Lulu« und in »Katja Kabanowa« am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.