Bejun MehtaSänger (Gast)

»Bejun Mehta ist derzeit wohl tatsächlich der beste Countertenor der Welt« (Süddeutsche Zeitung, Michael Stallknecht, 11.08.2012). Er singt regelmäßig die wichtigen Partien seines Fachs auf den großen internationalen Opernbühnen wie dem Royal Opera House ...

»Bejun Mehta ist derzeit wohl tatsächlich der beste Countertenor der Welt« (Süddeutsche Zeitung, Michael Stallknecht, 11.08.2012). Er singt regelmäßig die wichtigen Partien seines Fachs auf den großen internationalen Opernbühnen wie dem Royal Opera House Covent Garden, der Bayerischen Staatsoper, der Opéra nationale de Paris, dem Theater an der Wien, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, dem Théâtre Royal de La Monnaie, der Nederlandse Opera, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Teatro Real Madrid, der Metropolitan Opera, der Chicago Lyric Opera, in Los Angeles und San Francisco sowie bei den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Aix-en-Provence. Orchesterkonzerte und Liederabende (gemeinsam mit seinem oftmaligen Begleiter Julius Drake) mit außergewöhnlichen Programmen mit Repertoire vom Barock bis zu zeitgenössischen Komponisten, führten Bejun Mehta in die führenden Konzertsäle der Welt, wie beispielsweise Concertgebouw Amsterdam, London Wigmore Hall, Konzerthaus Wien, Carnegie Hall New York, Zankel Hall, the 92nd Street Y, Brüssels Palais des Beaux-Arts, Palau de les Arts Valencia, Madrids Teatro de la Zarzuela, Cité de la Musique Paris, außerdem zum Musikfest Bremen, den Festivals in Edinburgh, San Sebastian, Verbier und Schleswig- Holstein, sowie zu den BBC Proms in London. Durch diverse Fernsehporträts u. a. bei Arte, ARD, ORF 2, TW-1 und CBS-TV ist Bejun Mehta einem breiten Publikum bekannt. Für die Rolle des Orlando am Royal Opera House wurde er für den Laurence Olivier Award nominiert. Er hat einen Abschluss in deutscher Literatur der Yale Universität. Die Engagements der letzten Spielzeit führten Bejun Mehta u. a. nach Wien (Arsamene in »Xerxes« und die Titelpartie in »Telemaco«), Brüssel (Titelpartie in »Orlando«), Salzburg (Titelpartie in »Tamerlano«), auf Arien-Tournee mit dem Freiburger Barockorchester und nach Aix-en-Provence, wo er bei der Uraufführung der neuen Oper »Written on Skin« von George Benjamin mitwirkte. Liederabende gab Bejun Mehta an der Staatsoper Unter den Linden und im Schiller Theater und im Cuvilliés-Theater der Staatsoper München. Höhepunkte der Saison 2012/2013 sind unter anderem Vorstellungen der Oper »Written on Skin« in Amsterdam und am Royal Opera House Covent Garden, ein Programm mit Händel-Arien mit dem Freiburger Barockorchester in Barcelona, München, Essen und St. Pölten; ein klassisches Arienprogramm mit der Akademie für Alte Musik Berlin in Hamburg, Toulouse, Potsdam und im Musikverein Wien; sowie Aufführungen als Orlando (»Orlando«) in Beaune und Brügge, dirigiert von René Jacobs. Den Orlando gestaltet Bejun Mehta ebenso in einer Gesamtaufnahme der Oper, die bei der Deutschen Grammophon erscheinen wird. In der Spielzeit 2013/14 ist Bejun Mehta gleichermaßen auf der Opernbühne und im Konzertsaal zu erleben: Er interpretiert Orfeo in Glucks »Orfeo ed Euridice« in Neuproduktionen sowohl bei der Salzburger Mozartwoche als auch bei den Wiener Festwochen und wird als Titelheld in »Orlando« beim Holland Festival zu hören sein. Konzerte mit der Akademie für Alte Musik führen ihn u. a. ins Prinzregententheater in München, die Opera Royal in Versailles und das Berliner Konzerthaus. Zusätzlich zu seinen zahlreichen Verpflichtungen als Sänger wurde Bejun Mehta vom Belgischen Barockorchester B’Rock eingeladen, eine Reihe von Konzerten im Oktober 2013 zu dirigieren. Auf dem Programm stehen Haydn- und Mozart-Sinfonien sowie Haydns C-Dur Cellokonzert (Solist: Christian Poltéra) in Brügge, Antwerpen und Brüssel.

Bejun Mehta nimmt für harmonia mundi auf. Seine Händel-Aufnahme »Ombra Cara« mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs wurde mit dem Echo Klassik 2011 in der Kategorie »Operneinspielung des Jahres« ausgezeichnet. Seine CD-Einspielung »Down by the Salley Gardens« mit englischen Liedern wurde im November 2011 veröffentlicht. Eine neue Aufnahme mit klassischen Arien mit der Akademie für Alte Musik Berlin und René Jacobs wird im Oktober 2013 erscheinen. Außerdem sind auf CD und DVD erhältlich: »Agrippina« (ausgezeichnet mit dem BBC Music Magazine’s 2012 Opera Award und nominiert für einen Grammy als Best Opera Recording of the Year) und »Belshazzar«, beide bei Harmonia Mundi, »Theodora« (C-Major Entertainment/Unitel, Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik), »Mitridate, re di Ponto« (Decca), »Messiah« (Unitel Classics), Brittens »A Midsummer Night’s Dream« (Glyndebourne) und Benjamins »Written on Skin« (Nimbus).

Foto: (c) Marco Borggreve