Barbara HanniganSängerin (Gast)

Die Sopranistin Barbara Hannigan verbindet Leidenschaft mit exzellenter Technik. Durch herausfordernde und vielseitige Repertoireauswahl, ist sie zu kompletter Kontrolle, Intensität und Flexibilität ihrer Stimmt gelangt. Außerdem zeichnet sie sich durch ...

Die Sopranistin Barbara Hannigan verbindet Leidenschaft mit exzellenter Technik. Durch herausfordernde und vielseitige Repertoireauswahl, ist sie zu kompletter Kontrolle, Intensität und Flexibilität ihrer Stimmt gelangt. Außerdem zeichnet sie sich durch eine lebendige Bühnenpräsenz aus. Obwohl sie in zeitgenössischer Musik sehr gefragt ist – sie hat mehr als 75 Uraufführungen gesungen – ist sie nicht weniger brillant und hingebungsvoll in der Interpretation von Barock- und klassischer Musik.

Sie ist ein dauerhafter Gast bei den Berliner Philharmonikern, sang mit den meisten der führenden Orchester und Ensembles weltweit und mit Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Pierre Boulez, Sir Simon Rattle, Reinbert de Leeuw, Vladimir Jurowski, Kirill Petrenko, Kurt Masur, Jukka Pekka Saraste, Ingo Metzmacher, Alan Gilbert, Pablo Heras-Casado und Susanna Malkki. Ihr eigenes Debüt als Dirigentin gab sie am Théâtre du Châtelet in Paris, mit Stravinskys »Renard«. Zukünftige Engagements werden Auftritte mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Philadelphia Orchestra beinhalten.

Ihr Opernrepertoire wurde kürzlich erweitert um George Benjamins neue Oper »Written on Skin« in einer Produktion für das Aix-en-Provence Festival im Juli 2012, die bei vielen der führenden Opernhäuser zu Gast sein wird. In diesem Werk, das bereits weitgehend als Meisterwerk unserer Zeit anerkannt ist, hat Hannigans Interpretation der Partie der Agnes einstimmigen und weitverbreitet großen Beifall erhalten. Andere ihrer großen Partien beinhalten Ligetis »Mysteries of the Macabre« (Gepopo und Venus) sowie Händels »Rinaldo« (Armida) und »Ariodante« (Dalinda). »Matsukaze« ist nach »Passion«, der Oper von Pascal Dusapin, die 2010 als choreographische Oper am Théâtre des Champs-Élysées uraufgeführt wurde, die zweite Zusammenarbeit Barbara Hannigans mit der Choreographin Sasha Waltz, die neben stimmlicher auch körperliche Gelenkigkeit erfordern. »Mysteries of the Macabre«, eine sopranistische und orchestrale Glanzleistung, hat Hannigan am New Yorker Lincoln Center, an der Berliner Philharmonie, am Théâtre du Châtelet, bei den Salzburger Festspielen, in der Walt Disney Hall in Los Angeles, in Amsterdams Concertgebouw und Wiens Konzerthaus gesungen und teilweise auch dirigiert.

Barbara Hannigans Kenntnis der Musik vieler unterschiedlicher Genres und Epochen ist in intensiver Recherche begründet. Ihr Talent für Programmgestaltung sorgte ebenfalls für Aufmerksamkeit und zeigt sich in ihrer anstehenden Kooperation mit dem Festival »The Rest is Noise« des Southbank Centres, das sich auf Alex Ross gleichnamiges, bahnbrechendes Buch bezieht.

Ihre jüngsten Engagements beinhalten ihre Debüts in London am Royal Opera House und in Barcelona am Teatro Liceu, sowie eine Europatour mit Boulez’ »Pli selon pli« mit dem Ensemble Intercontemporain, dirigiert von Pierre Boulez, die in einem Konzert im Southbank Centre London im Rahmen des »Exquisite Labyrinth« Festival gipfelte. Außerdem war sie 2012 zum ersten Mal in »Lulu« am Opernhaus La Monnaie zu hören, einer neuen, von Krzysztof Warlikowski geleiteten Produktion.

Barbara Hannigan wurde in Kanada geboren. Die Sopranistin studierte an der University of Toronto bei Mary Morrison, sowie am Royal Conservatory of The Hague bei Meinard Kraak und privat bei Neil Serner. Da sie schnell eine Vorliebe für Neue Musik entwickelte, lernte sie außerdem von den zahlreichen Komponisten, mit denen sie gearbeitet hat.

Foto: (c) Raphael Brand