Anna LapkovskajaSängerin (Gast)

Anna Lapkovskaja studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater und der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Ihre Gesangsausbildung verdankt sie Maria Janina Hake. Enormes Wissen, Erfahrung und Inspiration ...

Anna Lapkovskaja studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater und der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Ihre Gesangsausbildung verdankt sie Maria Janina Hake. Enormes Wissen, Erfahrung und Inspiration der Pianisten Rudi Spring, Donald Sulzen und Prof. Helmut Deutsch, aus deren Unterricht sie schöpfte, begleiteten sie in der Entwicklung zur Lied-Interpretin.
Neben ihrem Studium, gewann die Sängerin im Jahr 2008 den 1. Preis beim Wettbewerb des Kulturkreises Gasteig. 2010 nahm sie den 3. Preis beim Internationalen Leyla Gencer Voice Competition in Istanbul entgegen. Sie war Mitglied der Förderung Yehudi Menuhin (Live Music Now). Mit den Münchener Symphonikern, unter der Leitung von Georg Schmöhe, war sie als Hänsel in Humperdincks »Hänsel und Gretel« zu hören.
Anna Lapkovskaja gab ihr Operndebüt 2010 am Staatstheater Nürnberg. Sie sang u. a. die Titelrolle der »Carmen« von Georges Bizet, Suzuki in Puccinis »Madama Butterfly«, Marchesa Melibea in Rossinis »Il viaggio a Reims«. In der Uraufführung von »Das Holzschiff« (Detlev Glanert) übernahm sie die Rolle des Gustav Anias Horn.
An der Staatsoper im Schiller Theater Berlin debütierte sie 2011 in der Rolle der Mascha in Eötvös‹ »Tri Sestri« unter der Leitung von Julien Salemkour. Daraufhin folgten 2012 bis 2014 unter dem Dirigat von Daniel Barenboim die Rolle des Gymnasiasten in Bergs »Lulu«, Floßhilde in Wagners »Das Rheingold« und »Götterdämmerung«, Dunja in Rimski-Korsakows »Die Zarenbraut«. In der vergangenen Spielzeit war sie in Janáčeks »Katja Kabanowa« in der Rolle der Varvara unter der Leitung von Simon Rattle zu hören.
Am Teatro alla Scala di Milano und bei den BBC Proms in London debütierte die Sängerin 2013. 2014 trat sie erstmals in der Bayerischen Staatsoper München auf. In dieser Spielzeit gab sie ihre Rollendebüts als Rosina in Rossinis »Il barbiere di Siviglia« und Adalgisa in Bellinis »Norma« am Staatstheater Wiesbaden.
Neben ihrer Operntätigkeit widmet sich die Künstlerin intensiv dem Konzert- und Lied-Gesang. Sie trat u. a. mit Brahms »Alt-Rhapsodie«, Rossinis »Stabat mater« sowie den beiden großen Bach-Passionen unter Andreas Hantke auf. Mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sascha Goetzel sang sie Verdis »Messa da Requiem« und Berlioz »Les nuits d’été«. Zuletzt sang sie unter Sascha Goetzel mit den Kuopio Symphony Orchestra Mahlers »Das Lied von der Erde«. Zudem sang sie in der Berliner Philharmonie Boulez »Le visage nuptial« mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim.
Im Sommer 2015 debütierte Anna Lapkovskaja bei den Bayreuther Festspielen – als Floßhilde und 1. Norn im »Der Ring des Nibelungen« unter Kirill Petrenko.

Foto: Achim Graf