Anna LapkovskajaSängerin (Gast)

Die aus Minsk stammende Mezzosopranistin studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Ihre Gesangsausbildung verdankt sie der Sopranistin Maria Janina Hake. ...

Die aus Minsk stammende Mezzosopranistin studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Ihre Gesangsausbildung verdankt sie der Sopranistin Maria Janina Hake. Enormes Wissen, Erfahrung und Inspiration der Pianisten Rudi Spring, Donald Sulzen und Prof. Helmut Deutsch, aus deren Unterricht sie schöpfte, begleiteten sie in der Entwicklung zu einer Lied-Interpretin.

Im Jahr 2008 gewann die Sängerin den 1. Preis beim Wettbewerb des Kulturkreises Gasteig. 2010 nahm sie den 3. Preis beim Internationalen Leyla Gencer Voice Compitition in Istanbul entgegen. Sie ist Mitglied der Förderung Yehudi Menuhin (Live Music Now).

Neben ihrem Studium sang sie in der Bayerischen Theaterakademie die Rolle der Bradamante in Vivaldis »Orlando furioso« mit der Hofkapelle München unter der Leitung von Michael Hofstetter und Mascha in Eötvös’ »Tri Sestri«, begleitet von Münchner Rundfunkorchester mit Ulf Schirmer. Mit den Münchner Symphonikern unter der Leitung von Georg Schmöhe war sie als Hänsel in Humperdincks »Hänsel und Gretel« zu hören.

Anna Lapkovskaja gab ihr Operndebüt 2010 am Staatstheater Nürnberg. Sie sang die Titelrolle in Bizets »Carmen«, Suzuki in Puccinis »Madama Butterfly«, die Zweite Dame in Mozarts »Die Zauberflöte«, Marchesa Melibea in Rossinis »Il viaggio a Reims«, Dryade in Strauss’ »Ariadne auf Naxos«. In der Uraufführung von Glanerts »Das Holzschiff« übernahm sie die Rolle des Gustav Anias Horn.

An der Staatsoper im Schiller Theater Berlin debütierte sie 2011 in der Rolle der Mascha in Eötvös’ »Tri Sestri« unter der Leitung von Julien Salemkour, unter dem sie auch die Dritte Dame in Mozarts »Die Zauberflöte« sang. Daraufhin folgte 2012 die Rolle des Gymnasiasten in Bergs »Lulu« unter dem Dirigat von Daniel Barenboim. Ebenfalls unter dessen Leitung sang sie Beethovens 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Berlin. Zudem gab sie Annina in Strauss’ »Der Rosenkavalier« unter der Leitung von Sir Simon Rattle. In der letzten Saison sang sie ebenfalls an der Staatsoper im Schiller Theater die Rolle der Flosshilde in Wagners »Das Rheingold« und »Götterdämmerung« sowie die Grimgerde in »Die Walküre«.

Am Teatro alla Scala in Mailand debütierte die Sängerin 2013. Die Rolle der Flosshilde in Wagners »Das Rheingold« und »Götterdämmerung« sang sie unter dem Dirigat von Daniel Barenboim. In derselben Rolle trat sie auch bei den BBC Proms 2013 in London auf.

Neben ihrer Operntätigkeit widmet sich die Künstlerin auch intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Ihr Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie trat u. a. mit Mahlers 2. Sinfonie, Brahms’ »Alt-Rhapsodie«, Rossinis »Stabat Mater« sowie den beiden großen Bach-Passionen auf. Mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sascha Goetzel sang sie Verdis »Messa da Requiem« und Berlioz’ »Les nuits d’été«. 2011 gestaltete sie mit dem Pianisten Tamás Kéry einen Liederabend beim Istanbul International Music Festival im Süreyya-Opernhaus. Im gleichen Jahr wurde sie nach Sankt Petersburg eingeladen, um beim International Musical Olympus Festival im großen Saal der Philharmonie zu singen. Begleitet wurde sie vom Akademischen Sinfonieorchester der Sankt Petersburger Philharmonie und Ayyub Guliyev. Zuletzt sang sie unter Sascha Goetzel mit den Kuopio Symphony Orchestra Mahlers »Das Lied von der Erde«.

Zukünftige Opern-Engagements in dieser Spielzeit beinhalten ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper München. Dort wird sie in der Rolle der Dryade in Strauss’ »Ariadne auf Naxos« zu hören sein. An der Staatsoper im Schiller Theater Berlin sang sie die Dunja in Rimsky-Korsakows »Die Zarenbraut« unter dem Dirigat von Daniel Barenboim, dieselbe Partie gibt sie auch 2014 an der Mailänder Scala. Ihre Debüts am Staatstheater Wiesbaden als Rosina und Adalgisa sind für die nächste Spielzeit geplant.

Foto: (c) Achim Graf