VII. Abonnementkonzert | Staatskapelle Berlin

Sergej Prokofjews Schaffen umfasst auffallend viele Genres, instrumentaler wie vokaler Natur, für die Bühne wie für den Konzertsaal. Die Beschäftigung mit alten Stilen kulminierte in der 1916/17 geschriebenen »Symphonie classique«. Die distanziert-gebrochene ...

Sergej Prokofjews Schaffen umfasst auffallend viele Genres, instrumentaler wie vokaler Natur, für die Bühne wie für den Konzertsaal. Die Beschäftigung mit alten Stilen kulminierte in der 1916/17 geschriebenen »Symphonie classique«. Die distanziert-gebrochene Aneignung des historischen Modells mit kompositorischen Mitteln des 20. Jahrhunderts weist Prokofjew als einen herausragenden Vertreter des Neoklassizismus aus. Um dieselbe Zeit entstand auch sein 1. Violinkonzert, das zu einem Welterfolg wurde. Die 5. Sinfonie, beinahe drei Jahrzehnte später konzipiert und ausgeführt, ist hingegen von anderem Stil und anderer ästhetischer Haltung gekennzeichnet: Statt Provokation setzt er auf Fasslichkeit, Verständlichkeit und spontane Zugänglichkeit.


SERGEJ PROKOFJEW
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 »Klassische«
Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19
Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100
ca. 2:00 h | inklusive 1 Pause
Konzerteinführung 45 Minuten vor Beginn
Referent: Detlef Giese