Schubert-Zyklus

Er gilt als Meister des Liedes und war doch auch ein Sinfoniker von hohen Graden. Zumindest die »Unvollendete« und die »große C-Dur-Sinfonie« sind in das Standardrepertoire der Orchester eingegangen, die anderen, zeitlich davorliegenden Sinfonien sind ...

Er gilt als Meister des Liedes und war doch auch ein Sinfoniker von hohen Graden. Zumindest die »Unvollendete« und die »große C-Dur-Sinfonie« sind in das Standardrepertoire der Orchester eingegangen, die anderen, zeitlich davorliegenden Sinfonien sind hingegen keineswegs allgemein bekannt. Wenn man sie als reine »Jugendwerke« abtut und ihre Nähe zu den Vorbildern aus der Wiener Klassik hervorhebt, so verkennt man doch ihre spürbare Eigenständigkeit und ihre erstaunliche Reife. Zyklisch dargeboten wird man den Korpus der Schubertschen Sinfonien neu entdecken können. Zumal an neuer Stätte, in dem vom amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry entworfenen Konzertsaal im ehemaligen Magazin der Staatsoper, in direkter Nachbarschaft zum Opernhaus Unter den Linden. Dass Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin in der Eröffnungssaison dieses nach Pierre Boulez, dem großen Komponisten und Ehrendirigenten des Orchesters benannten Saales an diesem Ort präsent sind, versteht sich fast von selbst. In zwei Zyklen zu je drei Konzerten erklingen die Sinfonien Franz Schuberts, in denen sich ein ganzes künstlerisches Leben spiegelt, mit allen Kontinuitäten, Brüchen und Entwicklungsprozessen.


FRANZ SCHUBERT
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417
Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589
ca. 2:00 h | inklusive 1 Pause