Die Frau ohne Schatten

Oper in drei Akten von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

Die eifersüchtig behütete Tochter des mächtigen Geisterfürsten Keikobad, wurde einst in Gestalt einer Gazelle vom Kaiser der südlichen Inseln erjagt und ist seitdem als seine Gattin Kaiserin. Um zu verhindern, dass der Kaiser versteinert, muss sie einen ...

Die eifersüchtig behütete Tochter des mächtigen Geisterfürsten Keikobad, wurde einst in Gestalt einer Gazelle vom Kaiser der südlichen Inseln erjagt und ist seitdem als seine Gattin Kaiserin. Um zu verhindern, dass der Kaiser versteinert, muss sie einen Schatten werfen, was in ihrer Welt bedeutet, dass sie die Fähigkeit erlangen muss, ein Kind zu gebären. In der Menschenwelt will sie deshalb der ebenfalls kinderlosen und unzufriedenen Färberin den Schatten abkaufen. Doch als sie erkennt, dass sie ihr Glück nur durch das Unglück des Färberehepaars erkaufen kann, beschließt sie darauf zu verzichten …
Noch während des 1. Weltkriegs schufen Richard Strauss und sein kongenialer Partner Hugo von Hofmannsthal die märchenhaft-phantastische Oper voller Symbole und Metaphern, die sie selbst als ihr Hauptwerk betrachteten. Zweifelsohne gehört die zwischen Weltferne und psychoanalytischem Künstlereifer changierende »Frau ohne Schatten« zu den rätselhaftesten aber auch faszinierendsten Werken des gesamten Opernrepertoires. Mit allen nur denkbaren, in schier unendlichen Farbschattierungen schillernden Klängen breitet Strauss in seinem herausfordernd opulenten Opus noch einmal die gesamte Palette der spätromantischen Orchesterkunst aus und verhandelt Intimstes in bombastischem Großformat.
Zubin Mehta, ein Strauss-Dirigent par excellence, wird diesen musikalischen Zauber gemeinsam mit der Staatskapelle und den Sängern entfalten. Claus Guths vielschichtige und eindrucksvolle, an der Mailänder Scala entstandene sowie bereits am Royal Opera House Covent Garden gezeigte Regiearbeit betont die dunklen Untertöne der Oper und evoziert wirkungsmächtig die Nöte der zwischen zwei repressiven Welten gefangenen Kaiserin. Als FESTTAGE-Premiere ist die Inszenierung nun erstmals in Berlin zu erleben.



    In deutscher Sprache mit Übertiteln
    VORWORT
    Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
    Referent: Roman Reeger

    Einführungsmatinee am 02. April 2017
    Eine Koproduktion des Teatro alla Scala di Milano und des Royal Opera House Covent Garden London

    Die Vorstellung am 9. April 2017 wird vom RBB mitgeschnitten und live übertragen.
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