Ulrich MatthesSchauspieler (Gast)

Ulrich Matthes erhielt seine Schauspielausbildung Anfang der 1980er Jahre bei Else Bongers in Berlin. Am Theater wirkte er seit dieser Zeit u. a. an den Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bayerischen Staatsschauspiel ...

Ulrich Matthes erhielt seine Schauspielausbildung Anfang der 1980er Jahre bei Else Bongers in Berlin. Am Theater wirkte er seit dieser Zeit u. a. an den Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Bayerischen Staatsschauspiel, an den Münchner Kammerspielen, später in Berlin an der Schaubühne am Lehniner Platz.

Ulrich Matthes ist seit der Spielzeit 2004/05 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin wo er in Produktionen wie »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« (2004, Regie: Jürgen Gosch), »Endspiel« (2007, Regie: Jan Bosse), »Onkel Wanja« (2008, Regie: Jürgen Gosch), »Ritter Dene Voss« (2008, Regie: Oliver Reese), »Der einsame Weg« (2009, Regie: Christian Petzold), »Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes« (2010, Regie: Martin Kušej), »Kinder der Sonne« (2010, Regie: Stephan Kimmig), »Die vier Himmelsrichtungen« (2011, Regie: Roland Schimmelpfennig), »Ödipus Stadt« (2012, Regie: Stephan Kimmig), »Die schmutzigen Hände« (2012, Regie: Jette Steckel) und diesjährig »Das Himbeerreich« (2013, Regie: Andres Veiel) zu sehen ist.

Ulrich Matthes inszenierte Frank Wedekinds »Frühlings Erwachen« und »Wastwater« an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin.

Ulrich Matthes wirkte außerdem in zahlreichen Kinofilmen mit, darunter »Nikolaikirche« (1995, Regie: Frank Beyer), Heinrich Breloers Dokudrama »Todesspiel« (1996), in »Winterschläfer« (1997, Regie: Tom Tykwer), »Abgehauen« (1998, Regie: Frank Beyer) und »Feuerreiter« (1998, Regie: Nina Grosse). 2004 spielte Ulrich Matthes gleich in zwei großen Kinofilmen, die sich mit dem Dritten Reich beschäftigen: In dem Oscar-nominierten Drama »Der Untergang« verkörperte er unter der Regie von Oliver Hirschbiegel Joseph Goebbels; im Kinofilm »Der neunte Tag« gelang ihm unter der Regie von Volker Schlöndorff eine seiner stärksten Arbeiten: Er spielte einen luxemburgischen Priester im KZ Dachau. Für diese Rolle wurde er für den Deutschen und auch für den Europäischen Filmpreis nominiert. Es folgten weitere Kinofilme, u. a. »Novemberkind« und »Die Unsichtbare« (beide Male in der Regie von Christian Schwochow).

Ulrich Matthes hat ebenso zahlreiche Hörbücher aufgenommen, darunter aktuell Jonathan Franzens »Freiheit«.

Ulrich Matthes wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter u. a. 1985 mit dem Düsseldorfer Förderpreis als bester Nachwuchsschauspieler, 1990 mit dem Förderpreis zum Kunstpreis Berlin, 1991 mit dem O. E. Hasse-Preis, 1998 den Bayerischen Filmpreis für die Produktion »Feuerreiter«, 2005 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring für seine Rolle in »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« unter der Regie von Jürgen Gosch am Deutschen Theater Berlin, 2005 als Schauspieler des Jahres, ausgewählt von der Jury der Fachzeitschrift Theater heute für seine Rolle in »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?«, 2007 mit dem Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußischer Seehandlung, 2008 als Schauspieler des Jahres, ausgewählt von der Jury der Fachzeitschrift Theater heute für seine Rolle in Jürgen Goschs »Onkel Wanja« und im gleichen Jahr mit dem Faust-Theaterpreis, ebenfalls für seine Darstellung in »Onkel Wanja« am Deutschen Theater Berlin.

Foto: (c) Cavo Kernich