Peter GijsbertsenSänger (Gast)

Der aus den Niederlanden stammende Tenor Peter Gijsbertsen absolvierte bis 2006 ein Studium am Konservatorium in Utrecht, bevor er Schüler des Bassbaritons Harry Peeters, Gilbert den Broeder und von Carole Wilson, Cristina Deutekom und Betty Schuurman ...

Der aus den Niederlanden stammende Tenor Peter Gijsbertsen absolvierte bis 2006 ein Studium am Konservatorium in Utrecht, bevor er Schüler des Bassbaritons Harry Peeters, Gilbert den Broeder und von Carole Wilson, Cristina Deutekom und Betty Schuurman wurde. Gijsbertsen besuchte Meisterkurse der Samling Foundation, geleitet von Sir Thomas Allen, woraufhin er für ein Konzert in der Wigmore Hall eingeladen wurde. Im Jahr 2007 gewann Gijsbertsen den John Christie Award in Glyndebourne als aufsteigender Nachwuchskünstler. Im September 2012 wurde er dreifacher Preisträger bei der International Vocalists Competition in den Niederlanden. 2006 gab Peter Gijsbertsen
sein Debüt als Joe in Puccinis »La fanciulla del West« bei der »Zaterdag Matinee«, einer Radio-Liveübertragung vom Concertgebouw in Amsterdam. Anschließend sang er dann Le petit vieillard in Ravels »L’enfant et les sortilèges«, Licone in Haydns »Orlando Paladino«, eine Tenorpartie in Cherubinis »Le chant sur la mort de Haydn«, sowie die Rollen des Strozzi und des Cavaliers in Donizettis »Caterina Cornaro«. Beim Glyndebourne Opera Festival trat Peter Gijsbertsen in den Partien des Liberto und Lucano in Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« auf. Die Produktion aus dem Jahr 2008 war Teil der BBC Proms, einschließlich einer Radio-Liveübertragung und einer DVD-Aufnahme. Weitere Rollen, die Gijsbertsen bereits in Glyndebourne verkörperte, waren u. a. der junge Seemann in Wagners »Tristan und Isolde« (Opera Festival 2009) und Maintop in Brittens »Billy Budd«, welche ebenfalls für eine DVD-Produktion aufgenommen wurde (Opera Festival 2010). Im Rahmen des Understudy Program trat Peter Gijsbertsen als Tamino in Mozarts »Die Zauberflöte« (Glyndebourne Opera Festival 2008) und als Tom Rakewell in »The Rake’s Progress« von Strawinsky (Glyndebourne Opera Festival 2010) auf. Im Sommer 2012 sang er als erster Tenor in Purcells »Fairy Queen«. Darüber hinaus sang Peter Gijsbertsen die Rolle des Alméric in Tschaikowskys »Iolanta« (gemeinsam mit dem London Philharmonic Orchestra, dirigiert von Vladimir Jurowski), Tamino in »Die Zauberflöte« im Concertgebouw Amsterdam, an der Opera de Oviedo und an der Vlaamse Opera Antwerp/Gent. Außerdem sang er den Balthasar Zorn in Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« (Theater Kiel), Gernando in Haydns »L’isola disabitata« an der National Touring Opera (De Nationale Reisopera) und Graf Albert in Korngolds »Die tote Stadt« (ABAO Bilbao). 2008 gab Peter Gijsbertsen sein Konzertdebüt gemeinsam mit Gilbert den Broeder beim Grachtenfestival in Amsterdam, woraufhin er auch eine Einladung für die darauffolgende Saison erhielt. In diesen beiden Jahren war er nominiert für den GrachtenfestivalPrijs - ein Preis für herausragende Nachwuchstalente. Auf der Konzertbühne sang Peter Gijsbertsen u. a. die Tenorarien in Bachs »Matthäuspassion«, sowohl mit dem Brabants Orkest, als auch gemeinsam mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam im April 2012. Außerdem sang er Partien aus Strawinskys »Pulcinella« (Rotterdam Philharmonic Orchestra), sowie aus »Vigilia« von Rautavaara (Groot Omroepkoor). In der Saison 2011/12 debütierte er an der Ópera de Oviedo, der ABAO Ópera de Bilbao, der Oper Köln und mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam.

Weitere seiner Highlights umfassen u. a. die Partien des Eurimaco und Giove in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« an der Oper Köln, sein Auftritt für Henzes »Kammermusik 1958« gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und Peter Ruzicka, als auch die Rolle des Novizen in »Billy Budd« beim Glyndebourne Festival. In eben dieser Rolle wird er auch bei der Brooklyn Academy of Music im Februar 2014 zu hören sein.