Pavel ČernochSänger (Gast)

Der im tschechischen Brünn geborene Tenor Pavel Černoch gab in den letzten Spielzeiten bedeutende Debüts an den führenden Opernhäusern der Welt, u. a. an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin, der Deutschen ...

Der im tschechischen Brünn geborene Tenor Pavel Černoch gab in den letzten Spielzeiten bedeutende Debüts an den führenden Opernhäusern der Welt, u. a. an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin, der Deutschen Oper Berlin, an der Staatsoper Hamburg, der Oper Stuttgart, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, der Oper Nizza, dem Bolschoi Theater Moskau sowie an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und beim Glyndebourne Festival. Pavel Černoch sang als Kind im Cantilena Chamber Choir und studierte an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Künste in Brünn. Später besuchte er die Meisterklasse von Franco Corelli und setzte seine Gesangsausbildung bei Paolo de Napoli fort, der ihn bis heute weiter ausbildet.

Im Jahr 2004 begann seine Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Prag, wo er in Verdis »La traviata«, Mozarts »Don Giovanni« und in Martinůs Oper »Die griechische Passion« zu erleben war. An der Lettischen Nationaloper in Riga gab Pavel Černoch sein Debüt als Števa Buryja in Janáčeks »Jenůfa«. Dort stand er auch als Alfredo in »La traviata« und als Prinz in Dvořáks »Rusalka« auf der Bühne. Anschließend trat er auf der Bühne der Volksoper Wien als Alfred in »Die Fledermaus« und als Lyonel in »Martha oder Der Markt zu Richmond« auf. In Großbritannien gab Pavel Černoch sein Debüt im Herbst 2008, wo er die Rolle des Rodolfo in »La Bohème« gemeinsam mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons sang. Auf sein Debüt an der Griechischen Nationaloper im Jahr 2009 mit »Rusalka« folgte sein erstes Engagement in München als Števa Buryja in »Jenůfa«. Als Rodolfo in »La Bohème« gab er sein Debüt an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Diese Partie sang er ebenso in Prag. Nach seinem erfolgreichen Debüt in Riga als Lenski in einer Neuinszenierung von »Eugen Onegin« sang Pavel Černoch erstmalig auch an der Opéra Bastille in Paris in »Die verkaufte Braut«. Im Januar 2009 war er erstmalig in der Titelrolle in Gounods »Faust« an der Finnischen Nationaloper in Helsinki zu erleben. Daraufhin gab er sein Debüt auch an der Oper Stuttgart, wo er als Boris in einer Neuproduktion von »Katja Kabanowa« zu hören war. 2011 debütierte Pavel Černoch an der Staatsoper Hamburg mit der Rolle des Alfredo. Außerdem sang er dort an der Seite von Anja Harteros in »La Bohème«. In der Staatsoper im Schiller Theater trat er als Alfredo an der Seite von Marina Poplavskaya auf. Für »Katja Kabanowa« kehrte er an die Oper Stuttgart und für »Faust« nach Helsinki zurück. Im Sommer 2011 war er abermals beim Glyndebourne Festival in der Rolle des Prinzen in »Rusalka« zu erleben. Im März 2012 debütierte er am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel als Prinz in »Rusalka«. Er kehrte dann zurück an die Staatsoper im Schiller Theater, wo er den Pinkerton in »Madama Butterfly« sang. Die Spielzeit 2011/12 begann für Černoch mit einem Debüt in der Titelrolle von Berlioz’ »La damnation de Faust« in einer Neuinszenierung in Stuttgart. Anschließend gab er auch in Spanien sein Operndebüt am Teatro Real in Madrid in der Rolle des Vaudémont in Tschaikowskys »Jolanthe«, einer Neuproduktion, bei der Peter Sellars Regie führte und Teodor Currentzis dirigierte. Im Herbst 2012 gab Pavel Černoch sein Debüt auch in Frankreich mit der Partie des Gabriele Adorno in »Simon Boccanegra« an der Oper Nizza. Im Januar 2012 debütierte Pavel Černoch am Teatro di San Carlo in Neapel in »Rusalka«, anschließend gab er sein Debüt auch am Bolschoi Theater in Moskau als Lenski. Er kehrte nach München als Števa Buryja zurück. Im Juni 2012 debütierte der Künstler in »Rusalka« in Zürich. Zukünftige Engagements umfassen sein Debüt am Teatro alla Scala in Mailand 2014 mit Rimsky-Korsakows »Die Zarenbraut« unter der Leitung von Daniel Barenboim. Außerdem wird er an der Bayerischen Staatsoper München in einer Produktion von »Die Sache Makropulos« zu hören sein.

Pavel Černoch pflegt auch eine rege Konzerttätigkeit und arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen u. a. mit Andris Nelsons, Kirill Petren­ko, Jiří Bělohlávek, Gennadij Roždestvenskij u. v. a. Zu seinem stetig wachsenden Repertoire zählen zudem Roméo in Gounods »Roméo et Juliette«, der Graf des Grieux in Massenets »Manon« sowie die Titelrolle in dessen »Werther« und die Titelrolle in »Don Carlo«, die er zum ersten Mal am Teatro Real in Madrid im Herbst 2014 singen wird.