Pablo Heras-CasadoDirigent

Das künstlerische Schaffen von Pablo Heras-Casado, dem »Musical America-Dirigent des Jahres 2014«, ist außergewöhnlich umfangreich; es umfasst das große Sinfonien- und Opernrepertoire, Werke in historischer Aufführungspraxis und zeitgenössisch-innovative ...

Das künstlerische Schaffen von Pablo Heras-Casado, dem »Musical America-Dirigent des Jahres 2014«, ist außergewöhnlich umfangreich; es umfasst das große Sinfonien- und Opernrepertoire, Werke in historischer Aufführungspraxis und zeitgenössisch-innovative Partituren. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Chefdirigent des Orchestra of St. Luke’s in New York, eine Position, die er vor Kurzem bis 2016/17 verlängert hat. 2014 wurde er zum Ersten Gastdirigenten des Teatro Real in Madrid ernannt.

2014/15 kehrt Pablo Heras-Casado zum London Symphony Orchestra, zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, zu den Münchner Philharmonikern, zum Chicago Symphony Orchestra, zum San Francisco Symphony Orchestra, an das Mariinski-Theater und zum Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia zurück. Er tritt zudem beim Mozarteum Salzburg auf, wo er jährlich sowohl zum Dialoge Festival als auch zur Mozartwoche eingeladen wird. Er debütiert außerdem mit dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, setzt seine Zusammenarbeit mit dem Ensemble Intercontemporain und dem Freiburger Barockorchester fort und dirigiert das jährliche Adventskonzert der Staatskapelle Dresden, das im Fernsehen übertragen wird. Im Bereich der Oper wird er erneut mit der Metropolitan Opera New York bei Carmen, dem Festspielhaus Baden-Baden bei La traviata, dem Teatro Real bei der Uraufführung von Mauricio Sotelos El Publico und der Niederländischen Oper mit Sasha Waltz und Gästen bei Monteverdis L’Orfeo zusammenarbeiten.
Zu Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten gehörten Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Royal Concertgebouworkest Amsterdam und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra; dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem New York Philharmonic Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Boston Symphony Orchestra und Cleveland Orchestra; des Weiteren mit dem Philharmonia Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra sowie der Deutschen Oper Berlin. Auch bei den Salzburger Festspielen und dem Festival d’Aix-en-Provence war er zu erleben, außerdem ist er Gewinner des Dirigentenwettbewerbs des Lucerne Festivals 2007, wohin er 2013 zurückkehrte, um auf Einladung von Pierre Boulez die Akademie des Festivals mitzuleiten.

Pablo Heras-Casado hat Verträge mit der Archiv Produktion von Deutsche Grammophon – für die er »Archiv-Botschafter« ist – und harmonia mundi. Jüngste Einspielungen sind Mendelssohns Sinfonie Nr. 2 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Schuberts Sinfonien Nr. 3 und Nr. 4 mit dem Freiburger Barockorchester (diese Aufnahme brachte ihm 2014 einen ECHO Klassik ein) und ein Album zu Ehren des legendären Maestro Farinelli. Er nahm zudem mit Plácido Domingo ein Album mit Bariton-Arien von Giuseppe Verdi auf. Für seine DVD mit Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny erhielt er den Diapason d’Or.

Pablo Heras-Casado ist Träger einer Medalla de Honor der Stiftung Rodriguez-Acosta. Im Februar 2012 wurde ihm von seiner Heimatstadt Granada, deren Ehren-Botschafter er ist, die Ehrenmedaille »Medalla de Oro al mérito en las Bellas Artes« verliehen. Im Juni 2014 trat er der spanischen Wohltätigkeitsorganisation Ayuda en Acción bei, welche Armut und Ungleichheit in der Welt bekämpft.

Foto: (c) Sonja Werner