Martin WrightChordirektor

Martin Wright ist ein seit mehr als 40 Jahren erfolgreicher Dirigent, Chorleiter, Begleiter und Sänger. Er wurde in Idaho geboren. Sein Studium an der Brigham Young University schloss Martin Wright mit dem Bachelor of Music ab; an der University of Arizona ...

Martin Wright ist ein seit mehr als 40 Jahren erfolgreicher Dirigent, Chorleiter, Begleiter und Sänger. Er wurde in Idaho geboren. Sein Studium an der Brigham Young University schloss Martin Wright mit dem Bachelor of Music ab; an der University of Arizona machte er seinen Master of Music. Während seines Studiums hatte er bereits an beiden Universitäten Lehraufträge inne; in derselben Position arbeitete er anschließend am Wolf Trap Foundation for the Performing Arts (1983) und an der Music Academy of the West (1989). Während seiner Arbeit als Assistent des Intendanten der Arizona Opera (1982 bis 1983) war er auch als Chordirektor tätig. Von 1984 bis 1997 war er Chordirektor an der San Diego Opera, wo er auch für erkrankte Baritone und Tenöre als Sänger einsprang und mehrere Benefizkonzerte dirigierte. In den Jahren 1988 und 1989 studierte er mit dem Ensemble der Los Angeles Opera die Opern »Otello« und »Les contes d’Hoffmann« ein, die unter der Mitwirkung von Plácido Domingo gegeben wurden. Als Sänger hat er über 30 Rollen in Opern sowie Konzerte mit Orchestern in den USA, Asien und Europa gesungen. Von 1993 bis 2002 war Martin Wright Chefdirigent des Netherlands Radio Choir, zu dem er auch danach für zahlreiche Produktionen als Gastdirigent zurückkehrte. Neben der Einstudierung für mehrere Vorstellungen, TV-Ausstrahlungen und CD-Aufnahmen dirigierte er zudem dreimal das renommierte Prinsengracht Konzert mit Cheryl Studer, Nelly Miricioiu und José Cura als Solisten. Von 2000 bis 2006 war er der wesentliche Gastdirigent der Lyric Opera San Diego, wo er Aufführungen von »Candide«, »Il barbiere di Siviglia«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Die Fledermaus« und »La Cenerentola« dirigierte. Gleichzeitig leitete er die San Diego Master Chorale. Als Gastdirigent der Nevada Opera dirigierte er Aufführungen von »Don Giovanni«, »La traviata«, »Carmen« und »Die Fledermaus«. Außerdem war er Gastdirigent beim Rundfunkchor Berlin, wo er Rachmaninows »Die Glocken«, Szymanowskis »Stabat Mater« und Berlioz’ »Roméo et Juliette« einstudierte. Sein erstes Engagement an der Nederlandse Opera hatte er 2005 als Gastdirigent des Chores für Prokofjews »Die Liebe zu den drei Orangen«. Von 2006 bis 2012 war Martin Wright Chordirektor der Nederlandse Opera. Unter seiner Leitung wurde der Chor sowohl von Kritikern als auch vom Publikum für zahlreiche Produktionen gefeiert, darunter »Tannhäuser«, »Doctor Atomic«, »Boris Godunow«, »La juive«, »Castor et Pollux«, »Les Troyens«, »Parsifal«, »Turandot« sowie die preisgekrönten Produktionen »Saint François d’Assise« und »Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch«. 2011 war er gastierender Chordirektor für »Eugen Onegin« beim Chor des Bayerischen Rundfunks. 2013 studierte er mit den Chören des BR, WDR und NDR »Der fliegende Holländer« mit großem Erfolg ein. 2014 kehrte er dorthin für die konzertante Aufführung von »Pique Dame« zurück. Martin Wright ist Ehrendirigent des Chores des Shanghai Opera House, mit dem er 2010 und 2011 in verschiedenen Produktionen zu erleben war. Zudem dirigierte er die Staatskapelle sowie den Staatsopernchor beim Eröffnungsfestkonzert der Staatsoper im Schiller Theater Berlin 2014.
Seit Beginn der Saison 2013/14 ist Martin Wright Chordirektor der Staatsoper im Schiller Theater Berlin. Hier betreut er das breit gefächerte Repertoire des Staatsopernchores, das vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Zuletzt studierte er die Chorparts zu Webers »Freischütz«, Wagners »Parsifal« sowie »Die Meistersinger von Nürnberg«, Gounods »Faust«,
Verdis »Il trovatore« und »La traviata« sowie Glucks »Orfeo ed Euridice« ein. Im Sommer 2015 kehrte er nach Shanghai zurück, um den Chor, das Orchester sowie die Solisten durch ein umfassendes Puccini-Programm zu führen.
Im Januar 2016 dirigierte Martin Wright das Nederlands Radio Filharmonisch Orkest, den Groot Omroepkoor sowie einen Chor aus 1000 freiwilligen Sängerinnen und Sängern mit Brahms’ »Ein deutsches Requiem«.