Lianna HaroutounianSängerin (Gast)

Die armenische Sopranistin Lianna Haroutounian etablierte sich schnell als eine der weltbesten Interpretinnen von Verdi und Puccini.
In der Spielzeit 2016/17 gibt Haroutounian an der Staatsoper im Schiller Theater ihr Debüt als Elisabetta (»Don Carlo«) ...

Die armenische Sopranistin Lianna Haroutounian etablierte sich schnell als eine der weltbesten Interpretinnen von Verdi und Puccini.
In der Spielzeit 2016/17 gibt Haroutounian an der Staatsoper im Schiller Theater ihr Debüt als Elisabetta (»Don Carlo«) und kehrt als Leonora in »Il trovatore« an das Royal Opera House nach London zurück. Im Teatro Real tritt sie außerdem als Desdemona in David Aldens »Otello« auf. An der Oper in San Francisco singt sie die Titelrolle in »Madama Butterfly«, mit der sie außerdem an der Oper in Seattle und der Staatsoper Hamburg debütiert.
In der Spielzeit 2015/16 sang Haroutounian als Leonora in David Böschs neuer Produktion von »Il trovatore« am Royal Opera House. Als Amelia stand sie in einer umjubelten Wiederaufnahme von »Simon Boccanegra« gemeinsam mit Placido Domingo auf der Bühne der Metropolitan Opera, dirigiert von James Levine. Außerdem sang sie die Mimi (»La Bohème«) an der Opera Australia in Melbourne.
Lianna Haroutounians Konzertätigkeit umfasst u. a. die Titelpartien aus »Madama Butterfly« mit dem Radio Filharmonisch Orkest, »Adriana Lecouvreur« am Théâtre Royal de la Monnaie und »Iolanta« mit dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra.
Zu großer internationaler Aufmerksamkeit gelangte Lianna Haroutounian 2013, als sie die Partie der Elisabetta in Verdis »Don Carlo« am Royal Opera House unter Sir Antonio Pappano für eine erkrankte Kollegin übernahm. Ihr Erfolg setzte sich fort, als das Royal Opera House sie einlud, die Rolle der Hélène in Stefan Herheims neuer Produktion »Les Vêpres Siciliennes« (von Warner Classics auf Video festgehalten) zu übernehmen. Höhepunkte ihrer vorherigen Spielzeiten waren Auftritte als Elisabetta (»Don Carlo«) an der Metropolitan Opera unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, am Opernhaus Zürich unter Fabio Luisi, außerdem beim Verbier Festival. Zusätzlich trat sie als Tosca an der San Francisco Opera auf, als Desdemona am Teatro di San Carlo und der Opera Australia, als Hélène an der Oper Frankfurt, als Nedda in »Pagliacci« am Teatro Regio di San Carlo und als Marguerite in »Faust« an der Opéra de Massy.
Lianna Haroutounian begeistert auch als Konzertsängerin. Ihr riesiges Repertoire umfasst etwa das »Messa da Requiem« von Verdi, Rossinis »Stabat Mater« und »Petite Messe Solennelle«, außerdem Dvořáks »Stabat Mater«. Zusätzlich war sie bei zahlreichen Recitals in Frankreich, Spanien, Italien und ihrem Heimatland Armenien zu hören.
Lianna Haroutounian wuchs in Metsamor auf, studierte Gesang und Klavier am National Conservatory of Yerevan und setzte ihre Studien am Centre de Formation Lyrique de l´Opéra-Bastille fort. Sie lebt derzeit in Frankreich.