Leo HussainDirigent

Leo Hussain erregte 2009 internationale Aufmerksamkeit mit seiner Ernennung zum Generalmusikdirektor des Landestheater Salzburg. Im gleichen Jahr debütierte er am Grand Théâtre de la Monnaie in Brüssel in einer Neuproduktion von La Fura dels Baus von ...

Leo Hussain erregte 2009 internationale Aufmerksamkeit mit seiner Ernennung zum Generalmusikdirektor des Landestheater Salzburg. Im gleichen Jahr debütierte er am Grand Théâtre de la Monnaie in Brüssel in einer Neuproduktion von La Fura dels Baus von Ligetis »Le Grand Macabre«. Das Orchester ehrte ihn hierfür mit stehenden Ovationen, woraufhin er für verschiedene Neuproduktionen und Sinfoniekonzerte erneut ans Haus gebeten wurde.

Hiernach erhielt Leo Hussain Einladungen von verschiedenen Opernhäuser und Orchestern, wie zum Beispiel den Wiener Symphonikern, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem BBC Symphony Orchestra, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Seoul Philharmonic Orchestra, der London Sinfonietta, der Oper Frankfurt und dem Mariinsky Theater in St. Petersburg. Seine jüngsten Vorstellungen von Brittens »A Midsummer Night’s Dream« in der English National Opera brachten ihm einhelliges Lob der Kritiker ein, die Financial Times schrieb: »Leo Hussain und sein Orchester webten ein magisches Netz und machten diese zu einer der mitreißendsten und verstörendsten ENO-Vorstellungen der letzten Zeit.«

Highlights der Spielzeit 2011/12 beinhalteten die Eröffnung der Spielzeit des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin auf dem Musikfest Berlin, Debüts an der Staatsoper im Schiller Theater (»Tosca«), am Theater an der Wien (»La donna del lago«), an der Opéra Comique de Paris (»Les pêcheurs de perles«) sowie seine Rückkehr ans Grand Théâtre de la Monnaie (»Oedipe«). Er gab Konzerte mit dem BBC Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra of Wales, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Orchester von La Monnaie, dem Indianapolis Symphony Orchestra und dem Bournemouth Symphony Orchestra. In seiner dritten Spielzeit als Generalmusikdirektor in Salzburg wird er »La Cenerentola«, »La traviata« und »Wozzeck« dirigieren.

Zu seinen jüngsten und zukünftigen Verpflichtungen zählen seine Debüts an der Bayerischen Staatsoper mit »L’elisir d’amore« und der Royal Danish Opera mit »Falstaff« sowie Projekte am Theater an der Wien (»Beatrice et Benedict«), der Staatsoper Berlin (»Aida« und »Tosca«) sowie der Frankfurter Oper (»Tosca« und Weinbergs »The Passenger«). Die Salzburger Spielzeit 2012/2013 umfasst »Tristan und Isolde«, »Die Fledermaus« und Mark Anthony Turnages »Greek«. Hussain wird gegen Ende der Spielzeit mit »La traviata« in Santa Fe sein Amerika-Debüt geben. Außerdem wird er Sinfoniekonzerte mit dem NHK Symphony Orchestra, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, der Deutschen Radio Philharmonie, dem Indianapolis Symphony Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg dirigieren.

Leo Hussain wurde 1978 geboren und erhielt seine Ausbildung an der Cambridge University und der Royal Academy of Music. Seither konnte er eine enge Arbeitsbeziehung mit einigen der besten Dirigenten der Welt, wie beispielsweise Sir Simon Rattle, Valery Gergiev, Riccardo Muti und Yannick Nézet-Séguin, aufbauen. Seine Opernkarriere begann er 2004 als musikalischer Leiter der Frühlingsreisen der English Touring Opera, wonach er vielfach in Großbritannien als Dirigent engagiert wurde, u. a. bei Glyndebourne on Tour und an der Opera North. 2004 wurde er zum Generalmusikdirektor der Newbury Choral Society ernannt. In der jüngeren Vergangenheit führten ihn regelmäßig Engagements an die Salzburger Festspiele, wo er als Assistent u. a. bei Rattle und den Berliner Philharmonikern bei »Pelléas et Mélisande«, Gergiev und den Wiener Philharmonikern bei »Benvenuto Cellini«, Muti bei »Otello« und »Die Zauberflöte« und Nézet-Séguin bei »Roméo et Juliette« war. Außerdem assistierte er an der Opéra de Paris und beim Festival d’Aix-en-Provence.

Foto: (c) Marco Borggreve