Kwangchul YounSänger (Gast)

Kwangchul Youn ist heute einer der meistgefragten Künstler der internationalen Opern- und Konzertbühnen und tritt regelmäßig an allen bedeutenden Bühnen und Festivals mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten unserer Zeit auf.

In der vergangenen ...

Kwangchul Youn ist heute einer der meistgefragten Künstler der internationalen Opern- und Konzertbühnen und tritt regelmäßig an allen bedeutenden Bühnen und Festivals mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten unserer Zeit auf.

In der vergangenen Saison sang Kwangchul Youn erneut bei den Bayreuther Festspielen Gurnemanz (»Parsifal«), Fasolt (»Das Rheingold«) und Hunding (»Die Walküre«). Davor an der Wiener Staatsoper Méphistophélès (»Faust«), an der Staatsoper Unter den Linden war er neben seinem Debüt als Fiesco in »Simon Boccanegra« an der Seite von Placido Domingo auch als Heinrich der Vogler (»Lohengrin«) zu erleben. Außerdem sang er König Marke (»Tristan und Isolde«) am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Landgraf Hermann (»Tannhäuser «) am Teatro Regio in Turin, Fasolt in der Neuproduktion »Das Rheingold« an der Mailänder Scala sowie Phillip (»Don Carlo«) an der Oper Frankfurt. Zuletzt begleitete er die Mailänder Scala mit Daniel Barenboim als Ramphis („Aida“) und Solist im »Verdi-Requiem« ans Teatro Colon nach Buenos Aires.

Mit dem Orchester des Teatro alla Scala di Milano führt er auch unter Daniel Barenboim u. a. Verdis »Messa da Requiem« in Mailand und Paris auf. Weitere Konzerte führten Kwangchul Youn zum Orchester der Academia Santa Cecilia nach Rom (mit Beethovens 9. Sinfonie), sowie mit Mahlers 8. Sinfonie mit dem RSO Wien unter Bertrand de Billy ins Konzerthaus Wien.

Der gebürtige Koreaner war von 1994 bis 2004 festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, mit der er auch weiterhin verbunden ist. Dort war er u. a. in »Aida«, »La Bohème«, »Don Carlo«, »Don Giovanni«, »Elektra«, »Fidelio«, »Le nozze di Figaro«, »Don Giovanni«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Parsifal«, »Robert le diable«, »Tannhäuser«, »Tristan und Isolde« und in »Die Zauberflöte « zu erleben.

Kwangchul Youn debütierte an der New Yorker MET als Sarastro in der Neuproduktion »Zauberflöte« unter James Levine; es folgten »Tannhäuser«, »Aida«, »Tristan und Isolde« unter Barenboim, »Samson et Dalilah«, »Don Giovanni« und die Neuproduktion »Il Trovatore«. In dieser Saison folgt »Lucia di Lammermoor«, in den kommenden Jahren auch »Les Troyens«, »Lohengrin« und »Tannhäuser«.

Am Royal Opera House Covent Garden debütierte er als König Heinrich in »Lohengrin«. In der Operá Bastille in Paris sang er in »Simone Boccangra«, »Luisa Miller«, »Lucia di Lammermoor« und »Les Troyens«. In der nächsten Saison wird er als Pater Guardian nach Paris zurückkehren.

Auch der Wiener Staatsoper ist er seit seinem Debüt als Figaro in »Le nozze di Figaro« als Gast eng verbunden. Es folgte Leporello in »Don Giovanni«, König Heinrich in der Neuproduktion »Lohengrin« unter Semyon Bychkov und sein Rollendebüt als Méphistophélès in Gounods »Faust« unter Bertrand de Billy. In den nächsten Jahren sind u.a. Sarastro, Gurnemanz und König Phillip in der französischen Urfassung von »Don Carlos« geplant.

In der laufenden Saison wird Kwangchul Youn als Gurnemanz nun auch in Hamburg und München debütieren, wo er später auch noch als Ramphis in »Aida« zu hören sein wird.

Gurnemanz wird auch sein Debüt am Teatro Regio in Turin unter Bertrand de Billy sein. Weitere Auftritte in Italien folgen in den nächsten Jahren vor allem an der Mailänder Scala.

Seinem ehemaligen Stammhaus in Berlin blieb der Künstler auch nach dem Ausscheiden aus dem Ensemble verbunden. Er trat dort u. a. in den Neuproduktionen »La forza del destino«, »Lohengrin«, »Don Carlos« und »Simon Boccanegra« auf.

1996 debütierte Kwanchul Youn als Nachtwächter in der Neuproduktion »Die Meistersinger von Nürnberg« unter Daniel Barenboim. Es folgten die Neuproduktionen »Tannhäuser«, »Rheingold« und »Walküre«, alle unter der Leitung von Christian Thielemann, »Tristan und Isolde« und zuletzt seit 2008 sein weltweit gefeiertes Rollendebüt als Gurnemanz unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti in der Regie von Stefan Herheim.

Bei den Salzburger Festspielen war Kwanchul Youn erstmals 2001 in »Idomeneo« zu hören. Weitere Festivals bei denen der Künstler zu hören war sind z. B. das Klangbogenfestival in Wien (»Luisa Miller« 2001), die Ruhrtriennale (»Zauberflöte«), die Dresdner Musikfestspiele oder das amerikanische Ravinia Festival.

Weitere bedeutende Häuser, in welchen der Künstler auftrat, sind das Liceu in Barcelona (»Don Giovanni«, »Das Rheingold«, »Die Walküre« und zuletzt »Tristan und Isolde«), das Teatro Real in Madrid (»Lohengrin«) und die Oper Frankfurt (»Don Carlos«).

Neben seiner umfangreichen Tätigkeit auf den großen Opernbühnen der Welt kann man Kwangchul Youn auch regelmäßig auf den wichtigsten Konzertpodien mit den bedeutendsten Orchestern erleben. Auch als Liedersänger tritt Kwangchul Youn mit großem Erfolg vermehrt in Erscheinung.

Er hat in CD-Produktionen wie der Aufnahme von »Die Meistersinger von Nürnberg« der Bayreuther Festspiele unter Daniel Barenboim (Teldec) mitgewirkt, bei »Croesus« unter Rene Jacobs (harmonia mundi), »Fidelio« (Teldec) und »Le nozze di Figaro«, »Così fan tutte«, »Don Giovanni« und »Tiefland« unter Bertrand de Billy (Arte Nova), sowie bei »Daphne« mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov (Decca; Grammy-Nominierung als beste Opernproduktion bei den Grammy Awards 2006).