Julia NovikovaSängerin (Gast)

Julia Novikova studierte Gesang bei Prof. Olga Kondina am Rimsky-Korsakow-Konservatorium ihrer Heimatstadt St. Petersburg. Ihre ersten Bühnen-erfahrungen sammelte sie noch während ihres Studiums mit Rollen wie Susanna in Wolfgang Amadeus Mozarts »Le ...

Julia Novikova studierte Gesang bei Prof. Olga Kondina am Rimsky-Korsakow-Konservatorium ihrer Heimatstadt St. Petersburg. Ihre ersten Bühnen-erfahrungen sammelte sie noch während ihres Studiums mit Rollen wie Susanna in Wolfgang Amadeus Mozarts »Le nozze di Figaro«, Serpina in Giovanni Battista Pergolesis »La serva padrona« und Marfa in Nikolai Rimsky-Korsakows »Die Zarenbraut«.

2006 gab sie ihr Debüt am Mariinsky-Theater als Flora in Benjamin Brittens »The Turn of the Screw« unter Valery Gergiev. Zwischen 2006 und 2008 sang sie die Olympia in Jacques Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann«, Rosina in Gioachino Rossinis »Il barbiere di Siviglia«, die Königin von Schemacha in Rimsky-Korsakows »Der goldene Hahn« und Gilda in Giuseppe Verdis »Rigoletto« am Theater Dortmund sowie die Königin der Nacht in Mozarts »Die Zauberflöte« an der Oper Frankfurt.
In den Jahren 2008 bis 2010 kehrte sie mit der Königin der Nacht zurück an die Oper Frankfurt und sang die Rolle ebenfalls in Bonn, Hamburg, an der Wiener Staatsoper und der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Außerdem sang sie den Medoro in Antonio Vivaldis »Orlando furioso«, Oscar in Verdis »Un ballo in maschera« und Blonde in Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« (alle in Bonn), Gilda (Lübeck und Bonn), Olympia an der Komischen Oper Berlin, Zerbinetta in Richard Strauss’ »Ariadne auf Naxos« in Strasbourg, Adina in Gaetano Donizettis »L’elisir d’amore« (Bonn), Rosina in Stuttgart und Gretel in Engelbert Humperdincks »Hänsel und Gretel« in Lyon.

Nach ihrem Debüt an der Wiener Staatsoper im November 2009 sang sie dort weitere Rollen, wie Adina, Oscar, Zerbinetta und die Königin der Nacht. Ferner hatte sie Gastauftritte als Gilda an der Komischen Oper Berlin, Olympia in Frankfurt oder als Norina in Donizettis »Don Pasquale« an der Washington National Opera.

Julia Novikova feierte einen großen Erfolg als Gilda in der Fernsehproduktion »Rigoletto« (Regie: Marco Bellocchio), die an Originalschauplätzen gefilmt und live in 148 Länder übertragen wurde. Zubin Mehta dirigierte; den Rigoletto sang Plácido Domingo, den Sparafucile Ruggero Raimondi und den Herzog von Mantua Vittorio Grigolo.

Im Juli 2011 wurde sie in Bonn für ihre Interpretation der Titelrolle in Vincenzo Bellinis »La sonnambula« gefeiert und reüssierte im August desselben Jahres in der Titelrolle von Igor Strawinskys »Le Rossignol« beim Quebec Opera Festival und bei den Salzburger Festspielen. Engagements in der Spielzeit 2011/12 umfassten die Königin der Nacht, Oscar, Fiakermilli in Richard Strauss’ »Arabella« (Wiener Staatsoper), Gilda im Teatro Verdi in Triest, die Rollen Amour/Roxane/Zima in Jean-Philippe Rameaus »Les Indes galantes« am Théâtre du Capitole in Toulouse oder die Königin der Nacht in Emanuel Schikaneders »Der Zauberflöte zweyter Theil. Das Labyrinth« bei den Salzburger Festspielen.

In den darauffolgenden Jahren 2012/13 gastierte Julia Novikova sehr erfolgreich als Eurydike/Apollo in Claudio Monteverdis »L’Orfeo« sowie als Königin der Nacht, wiederum an der Komischen Oper Berlin, als Susanna in Mozarts »Le nozze di Figaro« an der Seite von Erwin Schrott am Teatro Colón in Buenos Aires und als Inès in Gaetano Donizettis »La Favorite« an der Opéra de Monte Carlo und im Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Ihre Paraderolle, Zerbinetta sang sie in dieser Zeit am Aalto-Theater in Essen, an der Opéra de Toulon und an der Budapester Staatsoper.
Im Sommer 2014 feierte die Sängerin einen großen Erfolg am Teatro Municipal in Santiago de Chile mit der Titelrolle in Léo Delibes’ Oper »Lakmé« und anschließend einen ebensolchen als Oscar am Théâtre du Capitole in Toulouse.

Nach einem Gastspiel als Zerbinetta unter Stefan Soltesz in Taipeh im Dezember 2014 singt Julia Novokova im Januar 2015 an der Opera de Monte Carlo den Jemmy in einer Neuproduktion von Gioacchino Rossinis »Guillaume Tell«. Mit dieser Produktion gastiert sie anschließend auch am Théâtre des Champs-Elysées in Paris.

Julia Novikova ist ebenfalls eine gefragte Konzertsängerin. Sie gibt und gab Konzerte und Liederabende u. a. beim Muziekdriedaagse Festival in Den Haag, dem Grachten Festival in Amsterdam, in Bordeaux, Nancy und Paris (Champs-Elysées), in New York (Carnegie Hall), an der Staatsoper Budapest, beim Kissinger Kultur Sommer sowie am Royal Opera House in Covent Garden und in der Barbican Hall London. 2012 sang sie bei Christmas in Vienna im Wiener Konzerthaus.
Sie ist Preisträgerin der Wilhelm Stenhammar International Music Competition in Schweden (3. Preis, 2006), des Concours de Genève (Publikumspreis, 2007), Neue Stimmen-Deutschland (Publikumspreis 2007) und Musik Debüt-Deutschland (1. Preis, 2008). Sie gewann sowohl den 1. Preis als auch den Publikumspreis bei der Operalia 2009, Plácido Domingos World Opera Competition in Budapest.