Iréne TheorinSängerin (Gast)

Iréne Theorin wird international als eine der führenden dramatischen Sopranistinnen ihrer Generation gefeiert. Die in Södra Hesta in Schweden geborene Sängerin erhielt ihre Ausbildung in Göteborg und Kopenhagen, dort absolvierte sie auch die Königliche ...

Iréne Theorin wird international als eine der führenden dramatischen Sopranistinnen ihrer Generation gefeiert. Die in Södra Hesta in Schweden geborene Sängerin erhielt ihre Ausbildung in Göteborg und Kopenhagen, dort absolvierte sie auch die Königliche Opernakademie. Zu ihren Lehrern zählten Susanna Eken, Birgit Nilsson, Ingrid Bjoner und Oren Brown. Zahlreiche Stipendien ermöglichten es der Künstlerin, mit Geoffrey Parsons, Anthony Rolfe Johnson und Dame Janet Baker zu arbeiten.

2001 gab sie ihr Debüt als Donna Anna in »Don Giovanni« an der Königlichen Oper in Kopenhagen, wo sie seither in vielen Partien zu hören war, u. a. als Leonora in Verdis »La forza del destino«, als Amelia in »Un ballo in maschera«, als Elisabetta in »Don Carlo«, als Desdemona in »Otello«, als Aida, als Elsa in Wagners »Lohengrin«, als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, als Senta in »Der fliegende Holländer«, als Sieglinde in »Die Walküre« sowie in der Titelpartie von Puccinis »Tosca«. An der Königlichen Oper in Stockholm war sie als Nedda in Leoncavallos »Pagliacci« und als Freia in Wagners »Das Rheingold« zu Gast; bei den Bayreuther Festspielen debütierte sie im Jahr 2000 als Ortlinde in »Die Walküre« unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli und in der Regie von Jürgen Flimm, beim Maggio Musicale Fiorentino 2001 als Meroe in Othmar Schoecks »Penthesilea«.

2005 gab Iréne Theorin in Kopenhagen ihr Rollendebüt als Puccinis Turandot; seither hat sie diese Partie in Tokio, Dresden, London, in Tel Aviv unter Zubin Mehta und in Guangzhou unter Lorin Maazel gesungen. Geplant sind zudem Vorstellungen in München, London und New York.

Die Brünnhilde im kompletten »Der Ring des Nibelungen« verkörperte sie in Kopenhagen, Köln und Dresden; außerdem sang sie die Brünnhilde in London in »Siegfried«, in New York in »Die Walküre« und »Siegfried«, in Washington und Tokio in »Siegfried« und »Götterdämmerung«. Die Isolde in »Tristan und Isolde« sang sie u. a. in Brüssel, Essen, in Rotterdam unter Valery Gergiev, in Kopenhagen, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin unter Daniel Barenboim sowie mit großem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen seit 2008.

In Washington war Iréne Theorin 2009 in der Titelpartie von Strauss’ »Ariadne auf Naxos« zu hören. Über ihr Debüt als Elektra bei den Salzburger Festspielen 2010 schrieb die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«: »Die stimmmächtige Iréne Theorin, die ihren Sopran ebenso zur gleissenden Klinge des Mörderbeils schärfen kann, wie sie Töne des Flehens, des Verführens, des Ekels und der Trauer findet, führt das mit großer Eindringlichkeit vor Augen und gibt damit ihr in jeder Hinsicht beeindruckendes Rollendebüt.«

Zu ihren weiteren Engagements gehören u. a. Isolde in Kopenhagen, Bayreuth und Tokio, »Turandot« in München, San Francisco, London und New York, Santuzza in »Cavalleria rusticana« in Kopenhagen, Venus in »Tannhäuser« in Wien, Elektra in Stockholm und Paris sowie die drei Brünnhilde-Partien im »Ring« in Berlin, Mailand und Barcelona.

Iréne Theorin ist zudem eine gefragte Konzertsängerin und hat u. a. mit Roberto Abbado, Gerd Albrecht, Daniel Barenboim, Sir Mark Elder, Nicola Luisotti, Christoph Eschenbach, Adam Fischer, Valery Gergiev, Rafael Frühbeck de Burgos, Daniele Gatti, Sir Edward Jones, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Kazushi Ono, Peter Schneider, Giuseppe Sinopoli und Marcello Viotti gearbeitet.