Ingo MetzmacherDirigent

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Heimatstadt Hannover sowie in Salzburg und Köln. Eine erste künstle­rische Heimat fand er in Frankfurt beim Ensemble Modern, wo er zunächst als Pianist, dann als Dirigent engagiert ...

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Heimatstadt Hannover sowie in Salzburg und Köln. Eine erste künstle­rische Heimat fand er in Frankfurt beim Ensemble Modern, wo er zunächst als Pianist, dann als Dirigent engagiert war, sowie an der dortigen Oper unter Michael Gielen.

Seine internationale Karriere begann 1988 während der Ära von Gerard Mortier am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, als er kurzfristig die Premiere einer Neuproduktion von Franz Schrekers Oper »Der ferne Klang« übernahm.

1997 wurde er als Generalmusikdirektor an die Hamburgische Staatsoper berufen, wo er während acht Spielzeiten zahlreiche international beachtete Aufführungen, darunter viele in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Konwitschny, leitete. Danach war Ingo Metzmacher Chefdirigent an De Nederlandse Opera in Amsterdam. Von 2007 bis 2010 war er Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Zu den Höhepunkten der letzten Jahre gehören seine Auftritte bei den Salzburger Festspielen, am Royal Opera House in London, am Opernhaus Zürich und an der Wiener Staatsoper sowie Gastdirigate bei führenden europäischen Orchestern.

Zu seinen Plänen gehören Neuproduktionen von Wagners »Der Ring des Nibelungen« am Grand Théâtre in Genf, »Die Soldaten« bei den Salzburger Festspielen, »Il Prigioniero« und »Suor Angelica« in Madrid sowie Konzerte mit den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, der New Japan Philharmonic, der Filarmonica della Scala, der Tschechischen Philharmonie, dem BBC Symphony Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Zu Ingo Metzmachers umfangreicher Diskografie zählen die Live-Mitschnitte seiner Hamburger Silvesterkonzerte von 1999 bis 2004 unter dem Titel »Who is afraid of 20th Century Music«, die Gesamtaufnahme der Sinfonien von Karl Amadeus Hartmann mit den Bamberger Symphonikern, die Uraufführung von Hans Werner Henzes »Sinfonia N. 9« mit den Berliner Philharmonikern, Olivier Messiaens »Eclairs sur l’Au-delà …« mit den Wiener Philharmonikern, Hans Pfitzners »Von deutscher Seele« und Engelbert Humperdincks »Königskinder« mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie der Live-Mitschnitt von Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« aus der Wiener Staatsoper. Auf DVD sind erhältlich die Amsterdamer Produktionen von Olivier Messiaens »Saint François d‘Assise« (Regie: Pierre Audi), die für einen Grammy nominiert war und Mozarts Da-Ponte-Opern in Inszenierungen von Jossi Wieler und Sergio Morabito.

Seinem im Jahr 2005 erschienenen Buch »Keine Angst vor neuen Tönen«, einem leidenschaftlichen Plädoyer für wegweisende Komponisten wie Luigi Nono, Charles Ives, Olivier Messiaen, Arnold Schönberg, Edgard Varèse, Karlheinz Stockhausen und John Cage, folgte im Herbst 2009 »Vorhang auf! Oper entdecken und erleben«, in dem er Opern aus vier Jahrhunderten vorstellt und Einblick in die Entstehung einer Musik­theaterproduktion gibt.