Ingo MetzmacherDirigent

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Heimatstadt Hannover sowie in Salzburg und Köln. Eine erste künstlerische Heimat fand er in Frankfurt beim Ensemble Modern sowie an der dortigen Oper unter Michael Gielen. Seine ...

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Heimatstadt Hannover sowie in Salzburg und Köln. Eine erste künstlerische Heimat fand er in Frankfurt beim Ensemble Modern sowie an der dortigen Oper unter Michael Gielen. Seine internationale Karriere begann er 1988 während der Ära von Gerard Mortier am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel.
1997 wurde er zum Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper ernannt, wo er während acht Spielzeiten zahlreiche international beachtete Aufführungen leitete. Danach war er Chefdirigent an der Nederlandse Opera in Amsterdam und von 2007 bis 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Im Dezember 2014 wurde er zum neuen Intendanten der KunstFestSpiele Herrenhausen ab 2016 berufen.
Höhepunkte der letzten Jahre waren seine Auftritte bei den Salzburger Festspielen, am Grand Théâtre de Genève, am Royal Opera House Covent Garden in London, am Opernhaus Zürich sowie an der Wiener Staatsoper und an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin. Zudem gab er zahlreiche Konzerte mit international führenden Orchestern.
Zu seinen Projekten in den Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 gehören Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Neuen Philharmonieorchester Japan, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg; sowie »Lady Macbeth von Mzensk« und »Jenůfa« an der Wiener Staatsoper, Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« und Bergs »Wozzeck« an der Mailänder Scala, Wolfgang Rihms »Die Eroberung von Mexico« bei den Salzburger Festspielen, »Prometeo« bei der Ruhrtriennale sowie in der Philharmonie de Paris, »Capriccio« an der Opéra national de Paris und »Chowanschtschina« an der Nederlandse Opera Amsterdam.
Zu Ingo Metzmachers umfangreicher Diskografie zählen die Livemitschnitte seiner Hamburger Silvesterkonzerte von 1999 bis 2004 unter dem Titel »Who is afraid of 20th Century Music?«, die Gesamtaufnahme der Sinfonien von Karl Amadeus Hartmann mit den Bamberger Symphonikern, die Uraufführung von Hans Werner Henzes 9. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern, Olivier Messiaens »Éclairs sur l’Au-delà …« mit den Wiener Philharmonikern, Hans Pfitzners »Von deutscher Seele« und Engelbert Humperdincks »Königskinder« mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie der Livemitschnitt von Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« aus der Wiener Staatsoper. Auf DVD sind unter anderem die Produktionen der Salzburger Festspiele von Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« von 2012, sowie von Wolfgang Rihms »Dionysos« von 2010, »Königskinder« von Engelbert Humperdinck in einer Aufführung des Opernhauses Zürich, die Amsterdamer Pierre-Audi-Produktion von Olivier Messiaens »Saint François d’Assise«, die für einen Grammy nominiert war, und Mozarts Da-Ponte-Opern in Inszenierungen von Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Nederlandse Opera erhältlich.
Als Pianist trat Ingo Metzmacher in den letzten Jahren zusammen mit Christine Schäfer, Christian Gerhaher und Matthias Goerne am Aspen Music Festival, in der Wigmore Hall in London, bei der Schubertiade Schwarzenberg sowie bei den Salzburger Festspielen auf.
Seinem im Jahr 2005 erschienenen Buch »Keine Angst vor neuen Tönen: Eine Reise in die Welt der Musik«, einem leidenschaftlichen Plädoyer für wegweisende Komponisten wie Luigi Nono, Charles Ives, Olivier Messiaen, Arnold Schönberg, Edgard Varèse, Karlheinz Stockhausen und John Cage, folgte im Herbst 2009 »Vorhang auf! Oper entdecken und erleben«, in dem er Opern aus vier Jahrhunderten vorstellt und Einblick in die Entstehung einer Musiktheaterproduktion gibt.


Foto: Harald Hoffmann