Hélène Le CorreSängerin (Gast)

Hélène Le Corre begann ihre musikalische Ausbildung im Kinderchor Maîtrise de Radio France. Sie studierte Gesang bei Robert Daumé am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und bei Helena Lazarska an der Universität für Musik ...

Hélène Le Corre begann ihre musikalische Ausbildung im Kinderchor Maîtrise de Radio France. Sie studierte Gesang bei Robert Daumé am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und bei Helena Lazarska an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 1997 schloss sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab.
Schon 1996 gab sie ihr professionelles Debüt in der Rolle der Pamina im Rahmen des Festival Mozart in Schönbrunn, eine Rolle, in welcher sie anschließend beim Festival d’Aix-en-Provence unter Philippe Jordan, beim Edinburgh International Festival als auch an der Opéra de Monte-Carlo sowie in Lyon, Lissabon und Venedig zu erleben war.
Weitere Rollen ihres Repertoires umfassen die Titania in Brittens »Ein Sommernachtstraum« in einer Inszenierung von Robert Carsen an der Opéra national du Rhin und im Megaron in Athen, Eurydike in Glucks »Orfeo ed Euridice« an der Opéra national du Rhin, die Susanna in »Le nozze di Figaro« in Avignon, die Sophie in Graham Vicks Inszenierung von »Werther« am Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon sowie die Titelrolle in Henry Purcells »The Fairy-Queen« in Bregenz.
Aufgrund der besonderen Reinheit ihrer Stimme erhält Hélène Le Corre zahlreiche Anfragen im Bereich des barocken Repertoires. Sie war sowohl in Konzerten als auch in szenischen Aufführungen u. a. mit dem französischen Barockensemble »Les Talens Lyriques« unter der Leitung von Christophe Rousset, mit »Leçons de ténèbres« von François Couperin und Marc-Antoine Charpentier beim Festival d'Aix-en-Provence und beim Muiskfestival »Misteria Paschalia« in Krakau, Mozarts »Mitridate, re di Ponto« an der Opéra de Lyon zu erleben. Zudem umfasst ihr Repertoire französische und italienische Kantaten des 17. Jahrhunderts von Komponisten wie Lully, Rameau und Montéclair. Außerdem war sie als Amor und Zima in Rameaus »Les Indes galantes« in Concertgebouw in Amsterdam und dem Barbican Centre in London, als Askanius und Amore in Cavallis »La Didone« an der Opéra de Lausanne und in Tommaso Traettas »Ippolito ed Aricia« an der Opéra national de Montpellier Languedoc-Roussillon zu erleben.
Sie sang die Rolle der Asteria in Händels »Tamerlano« unter der musikalischen Leitung von Emmanuelle Haïm, die Silvia in Haydns »L’isola disabitata« an der Opéra national de Lorraine in Nancy und die Belinda in »Dido und Aeneas« an der Opéra royal du château de Versailles. Zudem übernahm sie die von ihr bevorzugte Rolle der Semele in Händels gleichnamiger Oper in Bern und Nizza. Außerdem war sie in der Rolle der Bellezza in Calixto Bieitos Inszenierung von Händels »Il trionfo del Tempo e del Disinganno« in Bern zu erleben.
Weitere Konzertengagements umfassen Mozarts Requiem mit dem Orchestre national de Lyon unter Emmanuel Krivine, Dallapiccolas »Der Nachtflug« unter Marek Janowski an der Cité de la musique in Paris und Berlioz’ kürzlich wiederentdeckte Messe Solennelle mit dem MDR Sinfonieorchester unter Fabio Luisi im Gewandhaus Leipzig.
Im Rahmen des Festival de La Chaise-Dieu in Auvergne gab Hélène Le Corre die Titelrolle in Caldaras »Maddalena ai piedi di Cristo« in einer besonderen Bühnenadaption und war in Händels »L'Allegro, il Penseroso ed il Moderato« zu sehen.
Hélène Le Corre wurde von der Bibliothèque nationale de France für ein Konzert mit Stücken von Fauré und dessen Zeitgenossen sowie vom Festival »Autunno Musicale a Como« mit einem Programm französischer Werke eingeladen. Sie nahm außerdem an einem Bachkantaten-Zyklus am Wiener Konzerthaus teil.
Als Ensemblemitglied der Opéra de Lyon und am Konzert Theater Bern sang Hélène Le Corre zahlreiche Rollen, wie die Prinzessin in Ravels »Das Kind und der Zauberspuk«, Nannetta in »Falstaff«, die Titelrolle in Janáčeks »Das schlaue Füchslein«, Miss Wordsworth in »Albert Herring«, Xenia in »Boris Godunow«, Sophie in »Werther«, Dircé in »Médée«, die Titelrolle in Massenets »Aschenputtel«, Gilda in »Rigoletto«, Antonia in »Hoffmanns Erzählungen«, Adina in »L'elisir d'amore«, Sophie in »Der Rosenkavalier«, Constance und Blanche in »Gespräche der Karmelitinnen«, Valencienne in »Die lustige Witwe«, Marchesa Violante Onesti in »Die falsche Gärtnerin« und Gretel in »Hänsel und Gretel«.
Sie pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Dirigenten und Regisseuren wie Fabio Luisi, Marek Janowski, Philippe Jordan, David Robertson, Christian Badea, Christophe Rousset, Emmanuelle Haïm, George Petrou, Louis Langrée, Hervé Niquet, Philippe Auguin, Giuliano Carella, David Stern, Graham Vick, Robert Carsen, Keith Warner, Stéphane Braunschweig, Jean-Louis Grinda, Anthony Pilavachi und André Engel.
Jüngste Engagements führten sie als Constance in »Gespräche der Karmelitinnen« und für Mozarts Requiem an die Opéra National de Bordeaux, als Bellezza in Händels »Il trionfo del Tempo e del Disinganno« am Konzert Theater Bern, an das Concertgebouw in Amsterdam und für »Les Indes galantes« an das Barbican Centre in London, für Händels »Semele« und als Ännchen in Webers »Der Freischütz« an die Opéra de Nice und als Clarissa in »Die Welt auf dem Monde« an die Opéra de Monte-Carlo, zu Konzerten von Pergolesis »Stabat Mater« und Strawinskys »Pulcinella« mit dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, als Eudoxie in Halévys »Die Jüdin« in Nizza, auf Konzerttournee mit dem Ensemble Café Zimmermann und Bachs Kantaten 51 und 32 in Frankreich und der Schweiz, nach Krakau und Aix-en-Provence für Couperins »Leçons de Ténèbres« mit dem Ensemble »Les Talens Lyriques« unter Christophe Rousset, mit Händels Messiah an das Onassis Cultural Centre in Athen, an das Linbury Studio Theatre in London und mit dem Dirigenten George Petrou sowie für die Titelrolle in Glucks »Il trionfo di Clelia« an das Megaron in Athen.
Weitere Projekte umfassen die Rolle der Urbain in Meyerbeers »Die Hugenotten« und Dircé in Cherubinis »Médée« an der Opéra de Nice, La Gloire und Phénice in Lullys »Armide« am Theater an der Wien und in Pergolesis »Stabat Mater« mit dem North Netherlands Symphony Orchestra.