Guido LeviLicht

Guido Levi debütierte 1974 am Teatro Stabile in Turin und hat seitdem in zahlreichen internationalen Theater- und Opernproduktionen mitgearbeitet. Er entwickelte das Lichtdesign für große internationale Theaterhäuser und Festivals in Zusammenarbeit mit ...

Guido Levi debütierte 1974 am Teatro Stabile in Turin und hat seitdem in zahlreichen internationalen Theater- und Opernproduktionen mitgearbeitet. Er entwickelte das Lichtdesign für große internationale Theaterhäuser und Festivals in Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Dario Fo, Mario Missiroli, Pier’Alli, Giancarlo Corbelli, Werner Herzog, Yannis Kokkos, Jonathan Miller, Luca Ronconi, Klaus Michael Grüber, Emilio Sagi, Daniele Abbado, Antoine Bourseiller, Jean-Christoph Mast und Vincent Boussard. Dabei konnte man seine Lichtkreationen u. a. auf den Bühnen des Teatro La Fenice in Venedig, Teatro alla Scala di Milano, Teatro Comunale Bologna, Théâtre du Châtelet Paris, Opéra Bastille de Paris, Opéra national de Paris, Royal Opera House Covent Garden in London, Teatro Real Madrid, Opera San Francisco, Los Angeles Opera und dem New National Theatre Tokio sowie im Rahmen des Rossini Opera Festivals in Pesaro und der Festivals in Wexford, Aix-en-Provence, Montepulciano, Orange und Florenz erleben.

Im September 1998 schuf Guido Levi das Licht für die weltweit beachtete »Turandot«-Inszenierung von Zhang Yimou in der Verbotenen Stadt in Peking unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta. Zwischen 2001 und 2006 war er hauptsächlich an den großen Theatern Italiens engagiert, u. a. am Teatro Comunale in Florenz (»Attila«, Regie: Ripa de Meana), beim Festival Maggio Musicale in Florenz (»Simon Boccanegra«, Regie: Peter Stein) und am Teatro Comunale in Modena (»Turandot«, Regie: Giuseppe Frigeni). Er zeichnete verantwortlich für die Lichtkonzeption der Neuproduktion von »Elektra« in der Regie von Klaus Michael Grüber am Teatro San Carlo in Neapel.

Des weiteren verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Regisseuren Daniele Abbado (»Tannhäuser« und »Wozzeck« am Parco della Musica in Rom, »Il processo« am Teatro alla Scala in Mailand, »Die Zauberflöte« am Teatro di Reggio Emilia) und Luca Ronconi (»Giulio Cesare« am Teatro Real Madrid und Teatro Comunale di Bologna, »Capriccio« und »Alfons und Estrella« am Teatro Lirico di Cagliari sowie ein Theaterprojekt für die XX. Olympischen Winterspiele in Turin). Außerdem wirkte er als Lichtdesigner für das John-Cage-Konzert des Violinisten Irvine Arditti am Teatro dal Verme in Mailand.

Im Rahmen der Tournee des Teatro Massimo di Palermo »Primavera Italiana in Giappone 2007« waren Guido Levis Lichtkreationen in Mascagnis »Cavalleria rusticana« und Leoncavallos »Pagliacci« auf den Bühnen Japans zu erleben. Im gleichen Jahr arbeitete er mit dem Regisseur Pier’Alli an einer Neuinszenierung von Beethovens »Fidelio« an der Los Angeles Opera. Es folgten Aufträge für Rossinis »Tancredi« am Teatro Real Madrid, Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« an der Opéra National de Paris und für die Uraufführungen von »Il tempo sospeso del volo« von Nicola Sani und »Miracolo a Milano« von Giorgio Battistelli.

Zu den Höhepunkten zählen auch die Produktionen von Saint-Saëns’ »Samson et Dalila« am Théâtre de Saint Étienne, »I Lombardi alla prima crociata« am Teatro San Carlo in Neapel und »L’equivoco stravagante« und »Ermione« im Rahmen des Rossini Opera Festival Pesaro. Die Lichtgestaltung zu Charpentiers »Louise« führte Guido Levi an die Opéra National du Rhin, gefolgt von »Tancredi« am Atelier Lyrique de Tourcoing. Weitere Produktionen waren an der Staatsoper Unter den Linden »Agrippina«, »La Cenerentola« am Teatro Petruzzelli di Bari, »Un ballo in maschera« an der Oper in Bilbao, »Hamlet« (Opéra de Marseille), »Aida« am Teatro Massimo in Palermo und »Moïse et Pharaon« am Teatro dell’Opera in Rom. Darüber hinaus war er an den Produktionen von Pergolesis »L’Olimpiade« am Teatro San Carlo in Neapel, Bellinis »I Capuletti e i Montecchi« an der Bayerischen Staatsoper München, Puccinis »Madama Butterfly« an der Hamburgischen Staatsoper, Strauss’ »Elektra« am Teatro Real Madrid und Massenets »Cendrillon« an der Opéra Bastille in Paris beteiligt.

2013 arbeitete Guido Levi als Lichtdesigner für Vincent Boussards Inszenierungen von Händels »Radamisto« am Theater an der Wien, Mozarts »La finta giardiniera« am Théâtre National de Luxembourg und Bizets »Les Pêcheurs de perles« an der Opéra national du Rhin. Des Weiteren schuf er Lichtkonzepte für die Produktionen von »Don Pasquale« am Théâtre du Capitole de Toulouse (Regie: Stéphane Roche) und »Carmen« an der Los Angeles Opera (Regie: Emilio Sagi).

Jüngste Projekte waren die Lichtgestaltung für »La Bohème« in der Inszenierung von Jonathan Miller an der Pariser Opéra Bastille und für Donizettis »La Favorite« (Regie: Vincent Boussard) am Théâtre du Capitole de Toulouse. Die Zusammenarbeit von Guido Levi und Vincent Boussard wird sich mit Produktionen von »Un ballo in maschera« (Théâtre du Capitole de Toulouse), »L’amico Fritz« (Opéra national du Rhin), »La fanciulla del West« an der Hamburgischen Staatsoper und »La traviata« am New National Theatre Tokio fortsetzen.