Elsa DreisigMitglied Opernstudio

Elsa Dreisig ist franko-dänischer Herkunft. Seit ihrer Kindheit wurde sie in den Kinder- und Jugendchören der Opernhäuser Lyons und der Wallonie ausgebildet. In beiden Häusern hat sie zwischen 1998 und 2008 an verschiedenen Produktionen teilgenommen ...

Elsa Dreisig ist franko-dänischer Herkunft. Seit ihrer Kindheit wurde sie in den Kinder- und Jugendchören der Opernhäuser Lyons und der Wallonie ausgebildet. In beiden Häusern hat sie zwischen 1998 und 2008 an verschiedenen Produktionen teilgenommen, darunter u. a. »Werther«, »Turandot«, »Carmen«, »La Bohème«, »Der Rosenkavalier«, »Die Zauberflöte«, »La damnation de Faust«, »Le petit Ramoneur« von Britten, »Brundibár« von Hans Krasa, »Orfeo« von Rossi, und »Der Jasager | Der Neinsager« von Kurt Weill.
Nach dem ersten Studienjahr an der nationalen Pariser Musikhochschule (CNSMDP), in der Gesangsklasse von Frau Professor Valérie Guillorit, beschloss sie ein Jahr an der Musikhochschule von Leipzig, in der Klasse von Frau Professor Regona Werner, zu studieren. Sie studiert Lied in Paris bei Jeff Cohen und Anne Le Bozec und in Leipzig mit Alexander Schmalcz. Das deutsche Repertoire vertieft sie in Paris mit dem Bariton Stephan Genz, in Leipzig das italienische mit Peter Berne und das Operettenrepertoire mit Regina Werner.
Während der Spielzeit 2012/13 trat sie im Pariser Théâtre du Châtelet in der Reihe Concert Tea/Concert Tôt mit einem Kurt-Weill-Programm, im Musée du Louvre anlässlich der Ausstellung »De l’Allemagne« und am Forschungszentrum für neue Musik IRCAM in Paris im Tandem mit dem Komponisten in residence Pablo Galaz, auf. Sie wird erneut im Théâtre du Châtelet in der Aufführung von »Pourquoi j’ai mangé mon père« nach dem Roman von Roy Lewis zu sehen sein. Darin wird sie die Rolle der Griselda singen. Außerdem gab sie auch ein Konzert im Pariser Musée d’art et d’histoire du Judaïsme mit Werken von Joseph Kosma und Norbert Glanzberg, begleitet von Jeff Cohen.
Während der Spielzeit 2013/14 konnte man sie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig in »Der Wildschütz« von Lortzing, in der Rolle der Nanette und am Mumuth Graz in »Semiramide« von Hasse als Tamiri sehen.
Im Sommer 2014 hat sie mit dem Kammerorchester der Leipziger Musikhochschule die »Folk Songs« von Berio gesungen. Im Robert-Schumann-Haus in Zwickau gab sie einen Liederabend mit Schumann-Liedern.
Im September 2014 war sie als Jenny in der Produktion »Les Parapluies de Cherbourg« im Théâtre du Châtelet, neben Natalie Dessay und Laurent Naouri, unter der Leitung von Michel Legrand zu sehen.
Sie nahm im Juli 2014 in Aix-en-Provence an der Schubert Académie, unter der Leitung von Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser, im Duo mit der Pianistin Lucie Sansen teil. Im November 2014 nahm sie an der Meisterklasse von Dietrich Henschel und Manuel Lange im Rahmen der NEUEN STIMMEN teil.
Für 2014/15 standen zahlreiche Liederabende in Deutschland auf dem Programm: im März in Starnberg und Frankfurt im Rahmen der Freunde junger Musiker, im Mai in der Gemäldegalerie in Berlin, im Juli im Gasteig in München und im August im Kloster Bronnbach bei Wertheim. Sie war ebenfalls in den »Parapluies de Cherbourg« im Théâtre du Châtelet in Paris, Ende Juni 2015 und auf einer Gastspielreise nach Lyon, Vichy, Toulon und im Libanon zu hören.
Parallel zu diesen Auftritten beendete sie ihr Gesangsstudium an der nationalen Pariser Musikhochschule im Jahr 2014.
Sie ist Teil des Ensembles 101, einem Ensemble zeitgenössischer Musik unter der Leitung von Mike Solomon, mit dem sie regelmäßig auftritt. Außerdem ist sie Mitglied des Familien-Ensembles 4D (4 Dreisig), zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Tante und ihrer Cousine.
Elsa Dreisig gewann im Jahr 2012 den 1. Preis, den Preis der Jury und den Preis des Publikums des dem französischen Repertoires gewidmeten Gesangswettbewerb Des Mots et des Notes und im Januar 2014 den 1. Preis beim Wettbewerb der Deutschen Wirtschaft Ton und Erklärung mit dem Orchester des Radios des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Daher konnte sie im Winter für das Label Oehms Classics zusammen mit dem Pianisten Alexander Schmalcz aufnehmen und im Oktober 2014 in Hamburg an der Uraufführung des Stückes »Silence and Seduction« des jungen Komponisten Stefan Hanke teilnehmen.
Im Oktober 2015 hat Elsa Dreisig den 1. Preis sowie den Publikumspreis des Internationalen Gesangswettbewerbs NEUE STIMMEN gewonnen.
Seit 2013 wird sie von der Stiftung Safran unterstützt.

Elsa Dreisig ist Stipendiatin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung

Foto: Stephanie von Becker