Egils SilinsSänger (Gast)

Nach seinem Studium an der Lettischen Musikakademie debütierte Egils Silins 1988 in Boitos »Mephistopheles« an der Nationaloper in Riga. Silins gewann zehn internationale Gesangswettbewerbe und erhielt zweimal (1996 und 2003) den Lettischen Musikpreis. ...

Nach seinem Studium an der Lettischen Musikakademie debütierte Egils Silins 1988 in Boitos »Mephistopheles« an der Nationaloper in Riga. Silins gewann zehn internationale Gesangswettbewerbe und erhielt zweimal (1996 und 2003) den Lettischen Musikpreis.

Seine internationale Karriere startete er an den Opernhäusern in Frankfurt und Basel, bevor er Ensemblemitglied an der Wiener Volksoper wurde, wo er sein vielbeachtetes Debüt als Mephisto in Gounods »Faust« gab, gefolgt von der Titelrolle in Harry Kupfers Inszenierung von »Boris Godunow«. An der Wiener Staatsoper debütierte er in »I Puritani«, was zu zahlreichen weiteren Produktionen an diesem Haus führte: »La sonnambula«, »Carmen«, »Lucia di Lammermoor«, »Mephistopheles«, »Ernani« und »I vespri siciliani«.

Silins Repertoire von über 70 Rollen erarbeitete er sich durch Auftritte an den führenden Opernhäusern der Welt, wo er mit Dirigenten wie Sir Andrew Davis, Sir Colin Davis, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Andris Nelsons, Gennady Rozhdestvensky oder Christian Thielemann zusammenarbeitete. Große Beachtung fand seine Darstellung von Rubinsteins »The Demon« bei den Bregenzer Festspielen 1997. Diese führte gleichzeitig zu Einladungen zu anderen wichtigen Festivals wie Tanglewood, Savonlinna und Glyndebourne.

Zu den Highlights der letzten Spielzeiten gehören »Der Ring des Nibelungen« unter Philippe Jordan und »Salome« unter Christoph von Dohnányi am Opernhaus Zürich, »Der fliegende Holländer« an der Deutschen Oper Berlin und die Rolle des Telramund in »Lohengrin« am National Center for the Performing Arts unter Lu Jia. Gleichzeitig debütierte er am Royal Opera House Covent Garden in »Salome« unter Andris Nelsons und sang abermals in Produktionen von »Der fliegende Holländer« unter Jeffrey Tate und »Der Ring des Nibelungen« an der Bayerischen Staatsoper, dirigiert von Kent Nagano und an der L’Opera national de Paris unter Philippe Jordan.

Eine Live-Aufnahme von »Die Walküre« mit dem Hallé-Orchestra unter Sir Mark Elder erweiterte die bereits umfangreiche Diskografie mit Aufnahmen von Rachmaninows »Aleko« mit Vladimir Fedoseyev, Martinůs »Griechischer Passion« und Rubinsteins »The Demon« bei den Bregenzer Festspielen sowie »Samson et Dalila« zusammen mit Sir Colin Davis und dem London Symphony Orchestra (auf dem Label Erato erschienen).

In dieser Spielzeit wird er als Wotan in »Das Rheingold« an der Opéra de Monte-Carlo unter der Leitung Gianluigi Gelmetti und an der Opera Nomori in Tokio, als Orest (»Elektra«) am Teatro Petruzzelli in Bari unter Joanthan Nott, Scarpia (»Tosca«) an der Staatsoper Berlin, in einer konzertanten Aufführung von »Salome« beim Ravina Festival sowie in einer ebenfalls konzertanten Aufführung des »Ring des Nibelungen« beim Enescu Festival in Bukarest und beim Wagner in Budapest Opernfestival unter der Leitung von Adám Fischer zu erleben sein.