Donald McIntyreSänger (Gast)

Der in Neuseeland geborene Donald McIntyre debütierte 1959 an der Welsh National Opera als Zaccaria in »Nabucco«. 1964 sang er in der Uraufführung von Gian Carlo Menottis »Martin’s Lie« beim Bath International Music Festival. Kurz darauf gab er sein ...

Der in Neuseeland geborene Donald McIntyre debütierte 1959 an der Welsh National Opera als Zaccaria in »Nabucco«. 1964 sang er in der Uraufführung von Gian Carlo Menottis »Martin’s Lie« beim Bath International Music Festival. Kurz darauf gab er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden (als Don Pizarro in »Fidelio« und als Barak in »Die Frau ohne Schatten«). Donald McIntyre sang regelmäßig an allen bedeutenden Bühnen der Welt, u. a. an der Wiener Staatsoper, in Hamburg und München, an der Deutschen Oper Berlin und am Teatro alla Scala in Mailand sowie an der Metropolitan Opera in New York. Hier debütierte er 1975 als Wotan in »Der Ring des Nibelungen«. Ein Höhepunkt seiner Karriere war 1976 der Wotan in Patrice Chéreaus »Jahrhundert-Ring« bei den Bayreuther Festspielen (unter der Leitung von Pierre Boulez), der auch als CD und DVD erschien. Sein umfassendes Repertoire enthält Partien wie »Der fliegende Holländer« (unter Wolfgang Sawallisch), »Elektra« (Orest mit Birgit Nilsson unter James Levine), »Die Meistersinger von Nürnberg« (Hans Sachs unter Sir Charles Mackerras), »Arabella« (Graf Waldner unter der Leitung von Christian Thielemann), Captain Balstrode in »Peter Grimes«, Kurwenal in »Tristan und Isolde«, Nick Shadow in »The Rake’s Progress«, Cardillac (in Hindemiths »Cardillac«) und Rocco (in »Fidelio«), die teilweise auch auf DVD festgehalten wurden. Er sang auch in der Uraufführung von Richard R. Bennetts »Victory« und Luciano Berios »Un re in ascolto«. Seine Diskographie umfasst u. a. »Pelléas et Mélisande« (Golaud unter der Leitung von Pierre Boulez), »Parsifal« (Klingsor unter Pierre Boulez und Gurnemanz unter Sir Reginald Goodall), »Lohengrin« (unter Rudolf Kempe), »Oedipus Rex« (unter Sir Georg Solti).
Donald McIntyre wurde 1992 von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben.