Daniel GlogerSänger (Gast)

Die Suche nach neuen Klängen und Strukturen in der historischen Musik von Renaissance bis Klassik ebenso wie in der neuesten Musik unserer Tage macht die künstlerische Arbeit des Countertenors Daniel Gloger aus. Bereits während seines Gesangsstudiums ...

Die Suche nach neuen Klängen und Strukturen in der historischen Musik von Renaissance bis Klassik ebenso wie in der neuesten Musik unserer Tage macht die künstlerische Arbeit des Countertenors Daniel Gloger aus. Bereits während seines Gesangsstudiums, das er 2005 bei Prof. Donald Litaker an der Musikhochschule Karlsruhe mit dem Konzertexamen beendete, trat er regelmäßig bei renommierten Festivals im In- und Ausland auf, u. a. den Knechtstedener Tagen für Alte Musik, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, bei MaerzMusik Berlin, Wien Modern und dem Festival Printemps des Arts in Monte Carlo. Außerdem nimmt das Musiktheater einen zentralen Platz in seinem künstlerischen Interesse ein. So war er bereits mehrfach beim Stuttgarter Festival für Neue Musik, Eclat und den Schwetzinger Festspielen sowie beim Brucknerfest Linz und am Staatstheater Stuttgart zu hören. Nach der Uraufführung bei den Schwetzinger Festspielen im Jahr 2004 gestaltete er die Titelrolle in Adriana Hölszkys »Der gute Gott von Manhattan« 2005 auch an der Semperoper Dresden.

Auch 2007 und 2008 führten ihn Engagements zu den Schwetzinger Festspielen, an das Theater Basel, die Oper Graz, die Oper Oslo und die Opéra de Paris. In der Spielzeit 2009/10 sang er den Vagaus in »Judith« nach Antonio Vivaldi und Friedrich Hebbel bei den Salzburger Festspielen und am Staatstheater Stuttgart. Weiterhin verkörperte er die Titelrolle in der Uraufführung »Montezuma - Fallender Adler« von Bernhard Lang am Nationaltheater Mannheim und wirkte in »Pnima« von Chaya Czernowin am Staatstheater Stuttgart mit.

Im Jahr 2011 präsentierte er sich mit eigens für ihn komponierten Werken des Musiktheaters von Lucia Ronchetti, Georg Friedrich Haas, Manuel Hidalgo und Mischa Kaeser in Stuttgart, Schwetzingen, Berlin, Venedig, Rom, Madrid und Buenos Aires und war 2012 bei der Biennale für Musiktheater in München in der Partie der Großmutter in Eunyoung Kims Uraufführung »Mama dolorosa« zu hören. 2013 entwickelte er das szenische Solo-Projekt »NACKT« mit Uraufführungen von (u. a.) Cathy Milliken, Alvaro Carlevaro und Bernhard Lang und sang in neuen Werken von Aureliano Cattaneo, Georg Friedrich Haas und Jörg Widmann in Schwetzingen, Stuttgart, Salzburg, Wien und Genf.

CD-Aufnahmen mit dem Pianisten Peter von Wienhardt, dem Kammerchor Saarbrücken, dem Ensemble 2e2m Paris und den Komponisten und Interpreten von stock11.de sowie zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart dokumentieren sein vielfältiges Repertoire.

Foto: (c) nobbeK