Claus GuthRegie

Claus Guth wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte zunächst Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München; später schloss er mit dem Diplom ein Studium der Theater- und Opernregie an der ...

Claus Guth wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte zunächst Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München; später schloss er mit dem Diplom ein Studium der Theater- und Opernregie an der Hochschule für Musik in München ab. Erste Regie-Mitarbeit machte er bei Axel Manthey beim Holland Festival, am Thalia Theater und am Staatstheater Stuttgart. Claus Guth, der besonders für die zeitgenössische Oper gefragt ist, hat ab 1990 zahlreiche Uraufführungen inszeniert, darunter »Die weiße Schlange« von Julian Yu für die 2. Münchener Biennale (1991), »Kain« von Jan Müller-Wieland an der Hamburgischen Staatsoper (1992), »Morels Erfindung« von Reinhard Febel am Staatstheater Darmstadt (1994), »Macht Masse Mensch« von Sandeep Bhagwati an der Bayerischen Staatsoper (1996) sowie »Cronaca del Luogo« von Luciano Berio für die Salzburger Festspiele (1999). Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts hat Claus Guth an den wichtigsten Opernbühnen des deutschsprachigen Raums gearbeitet, u. a. an der Sächsischen Staatsoper Dresden (Peter Ruzickas »Celan«), am Theater Basel (Richard Wagners »Tannhäuser«), am Opernhaus Zürich (Franz Schuberts »Fierrabras«), bei den Bayreuther Festspielen (»Der fliegende Holländer«). Höhepunkte seines Schaffens sind Wagners »Tannhäuser« an der Wiener Staatsoper (2010), die »Götterdämmerung« an der Hamburgischen Staatsoper (2010) sowie Richard Strauss’ »Daphne« an der Oper Frankfurt (2010), für die er im Jahr 2011 mit dem Deutschen Theaterpreis in der Kategorie Regie ausgezeichnet worden ist. Überdies inszenierte er Wagners »Parsifal« am Teatro Liceu in Barcelona und am Opernhaus Zürich (2011).

Im Jahr 2011 inszenierte Claus Guth außerdem Monteverdis »Orfeo« am Theater an der Wien und den Aufsehen erregenden Mozart/Da-Ponte-Zyklus bei den Salzburger Festspielen.

Für seine langjährige Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen hat Claus Guth 2011 das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhalten.

2012 inszenierte Claus Guth die »Frau ohne Schatten« von Richard Strauss am Teatro alla Scala Mailand, Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« am Theater an der Wien, Debussys »Pelléas et Mélisande« an der Oper Frankfurt sowie »Lohengrin« am Teatro alla Scala.

Im März dieses Jahres wurde die Oper »SehnSuchtMEER« von Helmut Oehring an der Deutschen Oper am Rhein in einer Inszenierung von Claus Guth uraufgeführt.