Claudia LehmannVideo

Claudia Lehmann wurde 1975 in Langenhagen geboren. Nach ihrer Promotion in Theoretischer Elementarteilchenphysik am DESY in Hamburg unter Gerhard Mack studierte sie Filmregie an der Hamburg Media School unter Hark Bohm und Katharina Trebitsch. Während ...

Claudia Lehmann wurde 1975 in Langenhagen geboren. Nach ihrer Promotion in Theoretischer Elementarteilchenphysik am DESY in Hamburg unter Gerhard Mack studierte sie Filmregie an der Hamburg Media School unter Hark Bohm und Katharina Trebitsch. Während ihres Physikstu­diums arbeitete sie als Beleuchterin an den Hamburger Kammerspielen, assistierte dem französischen Lichtdesigner André Diot unter der Regie von Peter Zadek und entwickelte eigene Lichtkonzepte. Ihr Abschlussfilm der Filmhochschule »Memoryeffekt« feierte ebenso wie ihr Dokumentarfilm »Hans im Glück« in der Reihe »Perspektive Deutsches Kino« der Berlinale Premiere. 2012 kam ihr Spielfilm »Schilf«, eine Adaption des gleichnamigen Romans von Juli Zeh, in die Kinos, für den sie auch das Drehbuch mitverfasste. Für die Filmprojekte »Hans im Glück« und »Not more than an Agreement« war sie auch als Produzentin tätig.

Daneben entwickelt sie seit vielen Jahren Performances und Videokonzepte an diversen Theatern, darunter am Burgtheater Wien, am Thalia Theater Hamburg sowie am Deutschen Theater Berlin, dessen aktuelle Spielzeitkampagne sie realisierte. 2007 entstand für das Fleetstreet Theater Hamburg »Scharf oder Unscharf«, eine Performance zur Quantenmechanik. 2012 erarbeitete sie mit Studenten der Universität der Künste Berlin eine Workshop-Inszenierung nach Büchners »Lenz«. 2013 konzipierte sie Raum und Video und performte für die Uraufführung der Komposition »Auf steigt der Mond aus langen Gräsern« von und mit Thomas Kürstner und Sebastian Vogel im Rahmen der Veranstaltung »Wege durch das Land« auf Gut Böckel. Sie entwickelt Performanceprojekte zum Thema Erneuerbare Energien und realisiert Musikvideos.

Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Nicolas Stemann. Unter anderem erarbeitete sie die Video-Konzepte für dessen Inszenierungen »Die heilige Johanna der Schlachthöfe« am Deutschen Theater Berlin 2009, »Die Kontrakte des Kaufmanns«, bei welcher sie das Video live inszenierte, am Schauspiel Köln und am Thalia Theater Hamburg (eingeladen zum Theatertreffen 2010 und dem Festival d’Avignon 2012) sowie 2010 »La Périchole« an der Komischen Oper Berlin. Es folgte die Videoarbeit zu Stemanns Inszenierung von »Faust 1 & 2« für die Salzburger Festspiele und das Thalia Theater Hamburg, die zum Berliner Theatertreffen 2012 und zum Festival d’Avignon 2013 eingeladen und zur Inszenierung des Jahres 2012 gewählt wurde. In demselben Jahr wirkte sie als Videokünstlerin, Performerin und Musikerin bei Stemanns Produktion »Gefahr-Bar« an der Schaubühne Berlin mit und war für das Video bei »Der demografische Faktor« am Schauspiel Köln verantwortlich. Bereits für die Urlesung von »Rein Gold« 2012 an der Bayerischen Staatsoper München (Inszenierung: Stemann) realisierte sie die Raumgestaltung und das Video.

Claudia Lehmann ist Lehrbeauftragte an der Fakultät Darstellende Kunst der Universität der Künste Berlin und Mitglied der Auswahlkommission des DOK Festival Leipzig. Ferner spielt und singt sie in der Berliner Band »Hands up – Excitement!«.