Claire So Jung HenkelVioloncello

Claire So Jung Henkel ist Vorspielerin der Staatskapelle Berlin. Zuvor war sie Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Sie repräsentiert die junge Generation der vielseitigen Musiker und konzertiert neben ihrer Orchestertätigkeit auch solistisch ...

Claire So Jung Henkel ist Vorspielerin der Staatskapelle Berlin. Zuvor war sie Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Sie repräsentiert die junge Generation der vielseitigen Musiker und konzertiert neben ihrer Orchestertätigkeit auch solistisch sowie in kammermusikalischen Formationen. 1980 in Seoul/Südkorea geboren erhielt sie im Alter von zehn Jahren ihren ersten Violoncellounterricht und gab 1993 ihr Debütkonzert mit dem Seoul Philharmonic Orchestra.

Ihre Studien führten sie 1999 nach Deutschland, an die Hochschule für Musik in Augsburg zu Prof. Julius Berger und an die Universität der Künste Berlin zu Prof. Jens Peter Maintz, wo sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse absolvierte sie bei Isaac Stern, Siegfried Palm, Heinrich, David Geringas, Antonio Meneses, Valentin Erben und dem Alban Berg Quartett. Zwischen 1992 und 1998 gewann Claire So Jung Henkel 1. Preise in sieben wichtigen Cello-Wettbewerben in Seoul. Mit dem Jugendorchester Seoul trat sie als Solo- Cellistin im Lincoln Center New York und in Los Angeles auf. Beim Miyazaki Musikfestival 1999 in Japan wählte Isaac Stern Claire So Jung Henkel als einzige für eine Dokumentation über junge Künstler für die Sendung »Asia Who’s who« für das japanische Fernsehen NHK aus. Ebenso wurde sie für die Yehudi Menuhin Stiftung »Live Music Now« ausgewählt.

Claire So Jung Henkel war alleinige Preisträgerin für Violoncello bei der Internationalen Sommerakademie Mozarteum in Salzburg. Sie ist Preisträgerin beim Peter-Cornelius- Wettbewerb in Mainz und beim International Music Competition in Ibla/Italien, beim Musikwettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, zudem erhielt sie den Kulturpreis für Musik der Stadt Augsburg. 2005 gewann sie den 1. Preis beim Domenico-Gabrieli- Wettbewerb in Berlin. Es folgten Solo- und Kammermusikauftritte bei zahlreichen Musikfestivals in Europa und Asien: bei den Salzburger Festspielen (mit einer Live-Aufnahme und CD-Produktion), beim Wartburg Musikfestival des Deutschlandradios, beim Miyazaki Musikfestival, beim Pacific Music Festival (wo sie gemeinsam mit dem Tokyo String Quartet spielte), bei den »Recontres musicales« in der Schweiz mit dem Pianisten Cédric Pescia, im Festsaal Ingolstadt sowie im Rokokosaal und in der Kongresshalle Augsburg. Im November 2009 war sie in Berlin als Solistin bei den Berliner Symphonikern mit der Originalfassung von Tschaikowskys »Rokoko-Variationen« zu hören. Zuletzt beschäftigte sie sich mit zeitgenössischer Musik von Jörg Widmann im Rahmen des Albert Musikfestes Freiburg in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten.

Im März 2010 war sie bei einer Konzertmatinee in der Staatsoper Unter den Linden Kammermusikpartnerin von Daniel Barenboim und Lang Lang.

Claire SoJung Lee Henkel ein Violoncello von Ferdinando Alberti von ca. 1730.