Charles CastronovoSänger (Gast)

International anerkannt als einer der besten lyrischen Tenöre seiner Generation hat Charles Castronovo an den großen Opernhäusern der Welt gesungen, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra National de Paris, die Metropolitan Opera, die ...

International anerkannt als einer der besten lyrischen Tenöre seiner Generation hat Charles Castronovo an den großen Opernhäusern der Welt gesungen, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra National de Paris, die Metropolitan Opera, die Staatsoper in Berlin, die Bayerischen Staatsoper München sowie die Wiener Staatsoper, das Teatro Real in Madrid, das Brüsseler Théâtre Royale de la Monnaie, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die San Francisco Opera und die Chicago Lyric Opera.

In der Saison 2016/17 umfassen Castronovos Engagements die Titelrolle in »Faust« am Opernhaus Zürich, Alfredo in »La traviata« an der Wiener Staatsoper, verschiedene Rollen an der Bayrischen Staatsoper, darunter Alfredo, Edgardo in »Lucia di Lammermoor« und die Titelrollen in »Roberto Devreux«, Rodolfo in »La Bohème« an der Ungarischen Staatsoper und Lenski in »Eugen Onegin« an der Lyric Opera in Chicago.

In der Spielzeit 2015/16 sang Charles Castronovo den Alfredo mit der Canadian Opera Company, Edgardo und Alfredo am Royal Opera House Covent Garden, den Faust in Boitos »Mefistofele« am Festspielhaus Baden-Baden und ein Galakonzert am Théâtre des Champs-Élysées. Zu Beginn der Saison 2014/15 debütierte er als Alfredo am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und setzte die Spielzeit mit einem Debüt bei den Osterfestspielen Salzburg in der Titelrolle von »La Damnation de Faust« unter der Leitung von Sir Simon Rattle fort, mit dem er in dieser Rolle auch bei den Berliner Philharmonikern gastierte. Zudem sang Castronovo die Hauptrolle in der Neuproduktion von »La Rondine« an der Deutschen Oper Berlin, trat in »Roméo et Juliette« am Teatro Real in Madrid auf, übernahm die Titelrolle in »Faust« am Teatro Regio di Torino und debütierte in der Rolle des Lenski in »Eugen Onegin« an der Wiener Staatsoper. Darüber hinaus trat er an der Bayerischen Staatsoper München als Tamino in »Die Zauberflöte«, als Nemorino in »L’elisir d’amore« und als Ottavio in »Don Giovanni« auf und sang in konzertanten Aufführungen von Charles Gounods Oper »Cinq Mars« in Wien und Versailles: die ersten Aufführungen des Werkes in über einhundert Jahren.

Die Spielzeit 2013/14 eröffnete Charles Castronovo am Théâtre du Capitole in Toulouse, wo er seine erste Vorstellung von Des Grieuxs »Manon« an der Seite von Natalie Dessay gab. Er kehrte dann als Nemorino an die Wiener Staatsoper und als Alfredo an die Bayerische Staatsoper München zurück. In Bellinis »I Capuleti e i Montecchi« an der Opéra national de Paris sang er die Rolle des Tebaldo, in einer Neuproduktion von »Faust« am Festspielhaus Baden-Baden die Titelrolle, sowie Rodolfo am Royal Opera House Covent Garden. Zudem trat er zum ersten Mal mit Verdis »Requiem« an der Semperoper Dresden unter Christian Thielemann auf und gab sein Debüt beim Verbier Festival im Juli 2014 in Berlioz’ »La Damnation de Faust«, worin er im Herbst nochmals in Valencia zu hören war.

Die Saison 2012/13 führte Castronovo als Don Ottavio in »Don Giovanni« zurück an die Metropolitan Opera, in dieser Rolle trat er auch in Baden-Baden auf. Er debütierte zudem am Concertgebouw (Amsterdam) in einer konzertanten Aufführung von »Les Pêcheurs de Perles«, wonach er Alfredo an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin sang und in der Rolle von Tom Rakewell in »The Rake’s Progress« an die Opéra national de Paris zurückkehrte. Charles Castronovo sang den Gennaro in Donizettis »Lucrezia Borgia« an der Bayerischen Staatsoper München sowie im Brüsseler La Monnaie. Außerdem war er in zwei Produktionen des Royal Opera House Covent Garden zu sehen: im April sang er Tamino in »Die Zauberflöte« und im Juni erstmals den Ruggero in »La Rondine« an der Seite von Angela Gheorghiu. Zu Beginn der Saison 2011/12 gab er sein lang erwartetes Debüt an der Chicago Lyric Opera in der Rolle des Tamino. Weitere Höhepunkte der Saison waren die Partie des Alfredo in Wien, des Nerone in Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« am Teatro Real in Madrid, des Ferrando am Royal Opera House Covent Garden; die des Ernesto in »Don Pasquale« an der San Diego Opera und des Mario Ruoppolo in »Il postino« am Teatro Municipal de Santiago, den er auch bei der Weltpremiere des Stückes in Los Angeles an der Seite Plácido Domingos sang.

Charles Castronovo wurde in New York geboren. Sein Studium beendete er an der California State University und begann seine Karriere als festes Ensemblemitglied an der Los Angeles Opera, wo er über 100 Aufführungen in den verschiedensten Rollen sang. Anschließend wurde er in das Programm zur Förderung junger Künstler an der Metropolitan Opera (Lindermann Young Artists Development Program) aufgenommen, wo er sein Debüt in der Rolle des Beppe in »I pagliacci« mit Plácido Domingo am Eröffnungsabend der Saison 1999/2000 gab. Darauffolgend debütierte er mit den New Yorker Philharmonikern als Sam in Kurt Weills »Street Scene«. Am Anfang seiner Karriere bildete Charles Castronovo sein Repertoire mit Auftritten als Tamino in »Die Zauberflöte« und Fenton in »Falstaff« in Pittsburgh, als Don Ottavio in »Don Giovanni« und Ernesto in »Don Pasquale« in Boston, als Ferrando in »Così fan tutte« und Nemorino in »L’elisir d’amore« in Portland. Sein Debüt als Alfredo gab er in »La traviata« an der Minnesota Opera. Als Belmonte war er in »Die Entführung aus dem Serail« an der Colorado Opera und als Elvino in »La sonnambula« am Michigan Opera Theater zu hören.

Beim Savonlinna Festival in Finnland trat Charles Castronovo als Don Ottavio erstmals in Europa auf. Sein Deutschland-Debüt gab der Sänger in Berlin an der Staatsoper Unter den Linden als Ottavio unter der Leitung von Daniel Barenboim, darauf folgte sein Debüt in Toulouse in »Falstaff« und sein Londoner Debüt bei »The Proms of 2002« in Ravels »L’heure espagnole«. 2003/04 gab Castronovo sein Debüt an der San Francisco Opera, der Opéra National de Paris und der Wiener Staatsoper, und im September 2004 an der Royal Opera Covent Garden als Ferrando. Daraufhin gab er sein Debüt in Italien als Alfredo am Teatro Carlo Felice in Genua. Zu seinen weiteren bedeutenden Debüts zählen Alfredo in Hamburg und Athen, Fenton am La Monnaie in Brüssel und an der Bayerischen Staatsoper in München. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab er als Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«.

Charles Castronovo war an vielen Produktionen selten aufgeführter Werke beteiligt. Er übernahm die Hauptrolle des Mylio in der Oper »Le roi d’Ys« von Èduard Lalo in Toulouse, eröffnete 2010 die Saison an der Opéra national de Paris in der Rolle des Vincent in Gounods »Mireille« und debütierte im Juli 2012 beim Festival de Montpellier in Massenets »Therese«. Zudem nahm er Mercadantes »Virginia« für Opera Rara auf und war in Rossinis »Ermione« in Santa Fe zu hören. Als Solist trat er mit dem Chicago Symphony Orchestra und den New Yorker Philharmonikern auf und seine regelmäßige Konzerttätigkeit führte ihn nach China, Japan, Russland, Schweden und Dänemark.

Foto: Pia Clodi