Annika SchlichtSänger

Im Sommer 2014 debütierte Annika Schlicht im Rahmen des Young-Singers-Project bei den Salzburger Festspielen als Cenerentola in der gleichnamigen Kinderoper von Rossini und in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies »Charlotte Salomon« als Studentin ...

Im Sommer 2014 debütierte Annika Schlicht im Rahmen des Young-Singers-Project bei den Salzburger Festspielen als Cenerentola in der gleichnamigen Kinderoper von Rossini und in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies »Charlotte Salomon« als Studentin aus Tirol. Von Kammersängerin Brigitte Fassbaender wurde sie eingeladen, die Liedmatinee beim Eppaner Liedsommer im Juli 2014 mit Strauss-Liedern zu gestalten. Im Sommer 2015 gab Annika Schlicht ihr Rollendebüt als Dorabella in »Così fan tutte«bei den Bregenzer Festspielen.
Ab der Spielzeit 2013/14 war die junge Mezzosopranistin Stipendiatin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung am Internationalen Opernstudio der Staatsoper im Schiller Theater Berlin und debütierte unter anderem als Flosshilde in »Rein Gold« (Nicolas Stemann/Elfriede Jelinek), 2. Dame in »Die Zauberflöte« und Annina in »La traviata«. Außerdem sang sie die Stiefmutter in Wolf-Ferraris »Aschenputtel«, Judy in Birtwistles Oper »Punch and Judy« unter Christopher Moulds und war mit der Staatskapelle in den Adventskonzerten als Solistin zu erleben. Mit Zubin Mehta und Harry Kupfer arbeitete sie für die Wiederaufnahme von »Salome« zusammen. Sie sang die Paquette in »Candide«. Derzeit studiert die in Stuttgart geborene Sängerin noch in Berlin an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Prof. Renate Faltin und besucht außerdem die Interpretationsunterrichte für Oper bei Julia Varady und Lied bei Prof. Wolfram Rieger. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.

Meisterkurse unter anderem bei Kammersänger Dietrich Fischer-Dieskau, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, Kammersängerin Deborah Polaski, Christine Schäfer und Patricia McCaffrey prägten die Sängerin maßgeblich und auch in Wettbewerben konnte sie sich behaupten. So gewann sie beim internationalen Giulio Perotti Wettbewerb 2012 neben Sonderpreisen den Grand Prix, beim DEBUT Wettbewerb 2012 den 3. Liedpreis und den Förderpreis des Bronnbach e.V. und war 2013 beim Anneliese Rothenberger Wettbewerb 2. Preisträgerin. Weitere bisher gesungene Rollen sind beispielsweise Dorabella in »Così fan tutte« (konzertant), Kind in Ravels »L’Enfant et les Sortilèges«, Mutter in Martinůs »Les larmes du couteau«, Zita in »Gianni Schicchi« (konzertant), Sorceress in »Dido and Aeneas« und Croûte-au-pots in Offenbachs Operette »Mesdames de la Halle«.

Annika Schlicht widmet sich auch zusätzlich dem Oratorien- und Konzertgesang. So hörte man sie beispielsweise schon als Altsolistin in Bruchs »Gruß an die heilige Nacht«, in Vivaldis »Gloria«, in Mendelssohn Bartholdys »Paulus«, in Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« und als Mezzosopran in Saint-Saëns »Oratorio de Noël«.

Mit der Spielzeit 2015/16 wechselte Annika Schlicht in das Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo sie u. a. die Partien der Maddalena / »Rigoletto«, Försterin / »Das schlaue Füchslein«, Auntie / »Peter Grimes«, Leda / »Die Liebe der Danae«, 1. Magd / »Elektra«, Page / »Salome« und 3. Dame / »Die Zauberflöte« interpretiert.

Foto: Thomas Bartilla