Anna ProhaskaSängerin Ensemble

Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Norma Sharp, Brenda Mitchell und Wolfram Rieger. Bereits mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper, mit 23 Jahren war sie erstmalig an der Staatsoper Unter den ...

Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Norma Sharp, Brenda Mitchell und Wolfram Rieger. Bereits mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper, mit 23 Jahren war sie erstmalig an der Staatsoper Unter den Linden zu hören und ein Jahr darauf, mit 24 Jahren, gab sie ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern. Anna Prohaska erhielt den begehrten Echo Klassik, den Daphne-Preis und 2010 wurde ihr der Schneider-Schott-Musikpreis überreicht. Derzeit ist sie am Konzerthaus Dortmund in der Aktion »Junge Wilde« tätig und versteht sich somit als Botschafterin klassischer Musik. Bei den Salzburger Festspielen verkörperte Anna Prohaska die Rollen der Zerlina (»Don Giovanni«) und Despina (»Così fan tutte«) und trat gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra und den Wiener Philharmonikern auf. Für die Bayerische Staatsoper stand Anna Prohaska als Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) und als Inanna (»Babylon«) auf der Bühne. Am Teatro alla Scala in Mailand trat sie dann erneut in der Partie der Zerlina auf - eine Rolle, die sie auch für die Company Tour zum Bolshoi-Theater in Moskau gab. Sie ist festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, wo sie bereits ein breites Repertoire an Rollen unter Beweis stellte, u. a. als Anne Trulove, Susanna, Sophie, Blonde, Zerlina, Despina, Poppea in Händels »Agrippina«, Oscar und Frasquita. Sie arbeitet mit bedeutenden Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher und René Jacobs zusammen. Neben dem Standardrepertoire widmet Anna Prohaska sich auch der zeitgenössischen Musik, somit umfasst ihr Repertoire auch Jörg Widmanns »Babylon«, (komponiert und uraufgeführt an der Bayerischen Staatsoper) und Wolfgang Rhims »Mnemosyne«, welches ihr gewidmet wurde und mit dem Leipziger Gewandhausorchester Premiere feierte. Außerdem bedient sie das Genre Alte Musik und steht regelmäßig zusammen mit Nikolaus Harnoncourt, der Academy of Ancient Music und der Akademie für Alte Musik Berlin auf der Bühne. Auf der Konzertbühne trat Anna Prohaska gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern (Boulez), den Berliner Philharmonikern (Sir Simon Rattle und Claudio Abbado), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Mariss Jansons, Daniel Harding, Bernard Labadie und Alan Gilbert), dem Lucerne Festival Orchestra (Claudio Abbado), dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela (Claudio Abbado), den Los Angeles Philharmonic (Gustavo Dudamel) und mit dem Boston Symphony (Christoph von Dohnanyi) auf. Mit Solorecitals war sie zu Gast in Schwarzenberg, Berlin, Wien, Frankfurt, London, Hamburg, Amsterdam, Luzern und Paris, in denen sie von Pianisten wie Eric Schneider, Maurizio Pollini, Andras Schiff und Daniel Barenboim begleitet wurde. Ihre Diskographie umfasst Aufnahmen von Pergolesis »Stabat Mater« mit Bernarda Fink für harmonia mundi und zwei DVD-Aufnahmen für Accentus Music, darunter Bergs »Lulu-Suite« mit dem Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela unter Claudio Abbado, sowie das Mozart Requiem mit dem Lucerne Festival Orchestra, ebenfalls unter Claudio Abbado. 2011 erschien ihre erste Studio-Aufnahme mit dem Titel »Sirène« bei der Deutschen Grammophon. Mit ihrem zweiten Album »The Enchanted Forest« beim Archiv Label wird Anna Prohaska auf Tour in London, Wien, Frankfurt, Berlin, Essen und München gehen.

Foto: (c) Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon