Anna ProhaskaSängerin Ensemble

Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Norma Sharp, Brenda Mitchell und Wolfram Rieger. Bereits mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper, mit 23 Jahren war sie erstmalig an der Staatsoper Unter den ...

Anna Prohaska studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Norma Sharp, Brenda Mitchell und Wolfram Rieger. Bereits mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper, mit 23 Jahren war sie erstmalig an der Staatsoper Unter den Linden zu hören und ein Jahr darauf, mit 24 Jahren, gab sie ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern. Anna Prohaska erhielt den begehrten Echo Klassik Preis, den Daphne-Preis und 2010 wurde ihr der Schneider-Schott-Musikpreis überreicht. Im März 2016 wird ihr der Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste für Darstellende Kunst verliehen.
In der Saison 2015/16 ist sie am Konzerthaus Dortmund als Porträtkünstlerin tätig und versteht sich somit als Botschafterin klassischer Musik. Bei den Salzburger Festspielen verkörperte Anna Prohaska die Rollen der Zerlina (»Don Giovanni«) und Despina (»Così fan tutte«) und trat gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra und den Wiener Philharmonikern auf. Für die Bayerische Staatsoper München stand Anna Prohaska als Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) und als Inanna (in »Babylon« von Jörg Widmann) auf der Bühne. Am Teatro alla Scala di Milano trat sie dann erneut in der Partie der Zerlina auf – eine Rolle, die sie auch für die Company Tour zum Bolshoi-Theater in Moskau gab. Zu ihrem weiteren Verpflichtungen gehören u. a. Constance in Poulencs »Dialogues des Carmélites« am Royal Opera House Covent Garden London, Blonde in »Die Entführung aus dem Serail« an der Opéra national de Paris, Morgana in Händels »Alcina« bei den Festspielen in d’Aix-en-Provence, Sophie in »Der Rosenkavalier« in Baden-Baden und Anne Trulove und Marzellina am Theatern an der Wien. Anna Prohaska ist festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, wo sie bereits ein breites Repertoire an Rollen unter Beweis stellen konnte, u. a. als Anne Trulove, Susanna, Sophie, Blonde, Zerlina, Despina, Poppea in Händels »Agrippina«, Oscar und Frasquita. Sie arbeitet mit bedeutenden Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher und René Jacobs zusammen. Neben dem Standardrepertoire widmet Anna Prohaska sich auch der zeitgenössischen Musik; somit umfasst ihr Repertoire auch Jörg Widmanns »Babylon« (komponiert und uraufgeführt an der Bayerischen Staatsoper) und Wolfgang Rihms »Mnemosyne«, welches ihr gewidmet wurde und mit dem Leipziger Gewandhausorchester Premiere feierte. Außerdem bedient sie das Genre Alte Musik und steht regelmäßig zusammen mit Nikolaus Harnoncourt, der Academy of Ancient Music, dem Freiburger Barock Orchester und der Akademie für Alte Musik Berlin auf der Bühne. In Konzerten trat Anna Prohaska gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern (Pierre Boulez), den Berliner Philharmonikern (Sir Simon Rattle, Claudio Abbado), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Mariss Jansons, Daniel Harding, Bernard Labadie), dem London Symphony Orchestra (Sir Simon Rattle), dem Los Angeles Philharmonic Orchestra (Gustavo Dudamel) und mit dem Boston Symphony Orchestra (Christoph von Dohnányi) auf. Mit Solo-Recitals war sie zu Gast in Schwarzenberg, Berlin, Wien, Frankfurt, London, Hamburg, Amsterdam, Luzern und Paris, in denen sie von Pianisten wie Eric Schneider, András Schiff und Daniel Barenboim begleitet wurde. Ihre Diskographie umfasst Aufnahmen von Pergolesis »Stabat Mater« mit Bernarda Fink für harmonia mundi, »Die Entführung aus dem Serail« mit Yannick Nézet-Séguin und dem Chamber Orchestra of Europe, Bergs »Lulu-Suite« mit dem Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela unter Claudio Abbado, sowie Mozarts Requiem mit dem Lucerne Festival Orchestra, ebenfalls unter Claudio Abbado. 2011 erschien ihre erste Studio-Aufnahme mit dem Titel »Sirène« bei der Deutschen Grammophon, gefolgt von ihrem zweiten Album »The Enchanted Forest« bei Archiv. Das neueste Album von Anna Prohaska trägt den Namen »Behind the Lines« und ist im Juni 2014 bei der Deutschen Grammophon erschienen. Dabei kennzeichnet es den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges. Die Premiere dieses Programms fand im Radialsystem V in Berlin statt und war im Jahr 2014 in London, Berlin, Wien, Dortmund, Köln und München sowie auf dem Edinburgh Festival und bei den Salzburger Festspielen zu erleben.